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23.04.2024 | 05:10

Plug Power, Carbon Done Right Developments, Nel Asa – Exponentielles Wachstum

  • Erneuerbare Energien
  • Klimawandel
  • Emissionszertifikate
Bildquelle: pixabay.com

In den vergangenen Monaten nahmen die Unsicherheiten in der Geopolitik mit der Eskalation im Gazastreifen sowie dem weiter andauernden Ukrainekrieg weiter zu und füllten die Newsseiten in den Gazetten und Nachrichtenportalen. Etwas in den Hintergrund gerückt ist dafür die Berichterstattung über den Klimawandel. Dennoch bleibt dieser einer der größten Herausforderungen der Menschheitsgeschichte. Durch die Erderwärmung steigt die Anzahl an extremen Wetterereignissen und Naturkatastrophen spürbar. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien gilt die Einführung von Emissionszertifikaten als probates Mittel, den Klimaschutz zu fördern.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , NEL ASA ADR/30 NK -_20 | US64026Q1085 , CARBON DONE RIGHT DEVELOPMENTS INC | CA14109M1023

Inhaltsverzeichnis:


    Carbon Done Right Developments – Erneuter Meilenstein

    Einer der aufstrebenden Player bei der Generierung von Emissionszertifikaten ist das in Vancouver ansässige Unternehmen Carbon Done Right Developments. Zudem ist das Greentech, das von James Tansey geleitet wird, einer der wenigen börsennotierten Pure Player am Markt.

    Das Geschäftsmodell sieht vor, dass die Kanadier zusammen mit Partnern in die Exploration, die Wiederherstellung und die Bewirtschaftung von Land- und Meeressystemen investieren, die entweder geschützt werden, oder zu voll produktiven Ökosystemen wiederhergestellt werden können. Projekte unterhält Carbon Done Right Development in Sierra Leone, Ghana, Surinam und in Mexiko.

    Das aktuell bedeutendste Wiederaufforstungsprojekt liegt in Sierra Leone. Hier teilte das Unternehmen mit, dass sämtliche Bedingungen erfüllt wurden, um die vierte Auszahlung gemäß einer Vorabkaufvereinbarung mit einem Fortune-500-Unternehmen zu erhalten. Das Projekt besitzt anfangs eine Fläche von 5.000 ha, auf dem über einen Zeitraum von 30 Jahren bis zu 1,9 Mio. t validierter und verifizierter Verra-Emissionsgutschriften erzeugt werden können. Die Fläche kann außerdem um weitere 20.000 ha ausgebaut werden.

    Der Handel mit Emissionszertifikaten soll sich laut der Boston Consulting Group bis zum Jahr 2030 mehr als verachtfachen. Durch die Vielzahl an Projekten ist die lediglich mit 5,20 Mio. CAD bewertete Carbon Done Right gut positioniert, um am exponentiellen Wachstum teilhaben zu können. Einen Impuls dürfte das geplante Listing an der Londoner AIM mit sich bringen.

    Plug Power – Sammelklage eingereicht

    Plug Power galt als einer der großen Hoffnungsträger der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie. Doch seit Jahren enttäuscht das Unternehmen um CEO Andy Marsh mit verfehlten Umsatz- und Ergebnisprognosen. Nicht umsonst fiel der Wert seit dem Hoch Ende Januar 2021 bei 75,49 EUR um 97 % auf ein neues Jahrestief bei 2,57 EUR. Neben der Tatsache, dass dem Brennstoffpionier aus Latham in New York früher oder später das Geld ausgehen könnte, sorgte eine weitere Negativmeldung für einen erneuten Kursrutsch.

    Demnach muss sich Plug Power einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs stellen. Laut einer Meldung von GlobeNewswire stehen die Versprechen von Plug Power, das Unternehmen sei beim Ausbau seiner Anlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff „planmäßig“ vorangekommen und habe diverse nicht-verwässernde Finanzierungsquellen erschlossen, nun juristisch auf dem Prüfstand.

    Die Klage wirft Plug Power vor, in irreführender Weise die negativen Auswirkungen von Lieferkettenengpässen und Materialmangel verschwiegen zu haben. Auch sollen erhebliche Verzögerungen im Ausbau der Wasserstoffproduktionsanlagen sowie bei der Sicherstellung externer Finanzierungsmittel zur Unterstützung seiner Wachstumsziele aufgetreten sein. Das Unternehmen habe das wahre Ausmaß und die Tragweite dieser Probleme bagatellisiert und seine kurzfristigen Produktionskapazitäten sowie Erweiterungsmöglichkeiten überschätzt.

    Für die Anleger wurde die Situation erst am 9. November 2023 klar, als die Quartalszahlen für das dritte Quartal veröffentlicht wurden. Im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit von Plug Power sollten Anleger aktuell einen weiten Bogen um die Aktie machen.

    Nel Asa – Weiterer Abverkauf nach den Zahlen

    Nicht viel besser wie bei Plug Power verlief der Aktienkursverlauf beim norwegischen Wasserstoffspezialisten. Seit dem Höchststand Anfang Januar 2021 bei 4,20 USD ging der Kurs um knapp 90 % in die Knie. Mit 0,4315 USD notiert das Papier nur geringfügig höher als bei seinem Jahrestief mit 0,412 USD. Ein weiteres Break würde unserer Einschätzung einen weiteren Abverkauf mit sich bringen.

    Kurzzeitig, nach Verkündung der Zahlen zum ersten Quartal, sah es so aus, als könnte sich Nel Asa von seinen Jahrestiefs lösen. Denn im Vergleich zum Vorjahresquartal gingen die Verluste deutlich zurück. Allerdings war dies einem Sondereffekt, nämlich der Vertragsanpassung mit dem LKW-Hersteller Nikola, geschuldet. Insgesamt konnte eine Umsatzsteigerung um 13,5 % auf 33,2 Mio. EUR verbucht werden. Zudem sank der Nettoverlust von 16,37 Mio. EUR auf 1,88 Mio. EUR.

    Ein wesentlicher Faktor für die Annäherung an die Profitabilität war der Erfolg in der Sparte der alkalischen Wasserstoffelektrolyse. Nach einem operativen Verlust von 0,94 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres konnte in diesem Bereich ein operativer Gewinn von 9,04 Mio. EUR erzielt werden. Dieser konnte die Verluste in anderen Geschäftsbereichen dadurch fast vollständig kompensieren.


    Der Klimawandel wird die Menschheit weiter begleiten. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist die Ausgabe von Emissionszertifikate ein nützliches Mittel für den Klimaschutz. Hier konnte Carbon Done Right Developments einen weiteren Meilenstein verzeichnen. Plug Power und Nel Asa sind charttechnisch angeschlagen und stehen vor weiteren Verkaufssignalen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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