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03.06.2022 | 06:20

TUI Aktie, Nevada Copper, Nordex - Gewinner und Verlierer

  • TUI
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  • Nordex
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Bildquelle: pixabay.com

Die Ukraine Krise und Auswirkungen der Corona Pandemie lassen Firmen ihre Gewinnprognosen anpassen. Unterbrochene Lieferketten, Schwierigkeiten in der Beschaffung und Personalmangel sorgen für Störungen im Arbeitsalltag. Einzig am Beginn der Lieferketten zeichnet sich Stabilität ab, wie bei Nevada Copper, einem Kuperminenbetreiber aus Kanada mit einem Areal in den USA.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: NEVADA COPPER CORP. | CA64128F7039 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG000 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    TUI AG - neue Aktien zur Schuldentilgung

    Die Covid-19 Pandemie hat diverse Personalplanungen durcheinandergewirbelt. Einerseits kommt es aufgrund von Corona-Ausbrüchen zu kurzzeitigen Ausfällen in den Schichten, andererseits ist die Folge von Personalmangel ein wohltemperiertes Chaos. In der Luftfahrt bekommen Passagiere das zurzeit besonders zu spüren. Am Flughafen Schiphol in Amsterdam verpassten Fluggäste in endlosen Schlangen vor den Terminals ihre Flüge.

    Auch im Flugzeug kommt es zu unangenehmen Wartezeiten. Gäste von TUI Urlaubsfliegern in Manchester harrten drei Stunden an Bord ihrer Maschine aus, ohne die Startbahn zu verlassen. Es fehlte Personal zum Verladen des Gepäcks, sodass mehr Zeit benötigt wurde, um die Koffer zu verstauen. An Bord gab es in dieser Zeit nur ein Getränk. Die Piloten sprachen davon, die Firma Swissport habe sie im Stich gelassen. Mit Polizeibegleitung konnten die genervten TUI-Urlauber dann zumindest das Flugzeug verlassen. In den Urlaub fliegen konnten sie an diesem Tag allerdings nicht.

    Die TUI AG hat sich offiziell entschuldigt für das entstandene Chaos. Nach wie vor ist die Branche schlecht aufgestellt, um den Ansturm der Urlaubshungrigen zu bewältigen. TUI riss es fast in die Insolvenz. Mit staatlichen Hilfen konnte der Konzern vorerst vor dem Ruin bewahrt werden. Nun will das Unternehmen die staatlichen Hilfen zurückzahlen und zusätzlich noch private Investoren um Unterstützung bitten. 162,3 Millionen neue Aktien bringt das Unternehmen in Umlauf. Zu einem Preis von 2,62 Euro je Papier. Mit dem frisch gewonnenen Geld von 425 Mio. EUR will TUI die staatlichen Finanzspritzen tilgen. Das Vorgehen stößt bei den Aktionären auf Verärgerung, denn der Gewinn pro Aktie wird durch die Neuemissionen verwässert. Der Kurs fiel auf 2,17 EUR pro Aktie.

    Nevada Copper - auf dem Weg zu umweltfreundlicherem Kupfer

    Kupfer ist ein Metall mit einer hervorragenden elektrischen Leitfähigkeit. In 2020 sind ca. 57% der Kupferanwendungen in den Bereich Elektro geflossen, gefolgt von der Baubranche mit 15%. Im Automobilbereich sind es 9% im Maschinen- und Anlagenbau 8% laut ​​Gesamtverband der Deutschen Buntmetallindustrie e.V. (GDB). Im Jahr 2021 wurden in Russland insgesamt 820.000 Tonnen Kupfer in Minen gefördert. Damit gehört Russland zu den größten Kupferproduzenten weltweit. Nun hat die EU mit einem Öl- und Gas-Embargo begonnen, Russland wirtschaftlich zu boykottieren. Inwieweit das ebenfalls den Handel mit Kupfer betrifft, ist noch unklar. Alternativen in der Kupferbeschaffung bieten Länder wie Kanada oder die USA.

    Nevada Copper (ISIN CA64128F7039) ist ein Unternehmen mit Sitz in Vancouver. Im US-amerikanischen Nevada betreibt es eine Untertage-Kupfermine mit großflächig angegliedertem Tagebau. Nevada Copper ist einziger Besitzer der Mine. In den Explorationen des Geländes zeigen sich weitere lukrative Kupfervorkommen in den lokalen Ressourcenmineralisierungen. Die Mine profitiert von einer Reihe wichtiger, risikoarmer Vorteile. Dazu gehört unter anderem das erfahrene Team von Minenbetreibern, der Support der Bewohner vor Ort dank Schaffung neuer Arbeitsplätze. Auch sind das dortige trockene Wüstenklima und die Bodenbeschaffenheit von Vorteil, um Abschürfungen ohne großen Zeitaufwand vorzunehmen.

    Seit neun Monaten leitet Randy Buffington die Firma. Buffington besitzt umfangreiche Erfahrungen in Untertage- und Tagebaubetrieben in Nevada und auf internationaler Ebene. Zuletzt war er bei Hycroft Mining als President und Chief Executive Officer für die betrieblichen Reformen, die erfolgreiche Durchführung einer Projektumstellung und die Schaffung eines beträchtlichen Shareholder-Value verantwortlich. Davor war er von 2003 bis 2012 in verschiedenen leitenden Positionen bei Barrick tätig. Dort beaufsichtigte er die nordamerikanischen und sambischen Betriebe. Mit Buffington steht ein neuer CEO an der Spitze, der mit seinem Team gemeinsam an der Umsetzung des Ziels arbeitet, mit Nevada Copper umweltfreundlicheres Kupfer für eine nachhaltige Zukunft zu produzieren.

    Nordex - Gewinnprognose angepasst

    Der in Hamburg ansässige Windkraftanlagenhersteller Nordex hat seine Gewinnprognose angepasst. Das Unternehmen erwartet nun einen Konzernumsatz von 5,2 bis 5,7 Mrd. EUR und eine operative (EBITDA-)Marge von -4 bis 0%. Die direkten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf das Geschäft der Nordex-Gruppe sind jetzt stärker absehbar.

    Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzverlust von rund 200 Mio. EUR und entsprechenden Margen in der Ukraine. Darüber hinaus ist mit weiteren Abschreibungen auf das Working Capital aufgrund gestoppter oder nicht durchgeführter Projekte zu rechnen. Der gesamte direkte Effekt hieraus könnte bis zu 1 Prozentpunkt auf die EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2022 betragen.

    Die hohe Volatilität und anhaltende Störungen in der Versorgungskette und Logistik sorgen in der Produktion für Störungen. Sei es bei der Lieferung von Stahl oder weiteren Komponenten zur Fertigung der Windkraftanlagen. Die Nordex AG rechnet damit, dass diese Faktoren die EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2022 um ca. 2,0 bis 2,5% negativ beeinflussen werden.


    Die hohe Volatität an den Märkten wirkt sich mittlerweile stark auf die Gewinnprognosen von Firmen wie der Nordex AG aus. Aufgrund der Krise in der Ukraine sind Stahl-Lieferungen gefährdet. Auch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie machen den Unternehmen zu schaffen. Durch Personalmangel kommt es zu Verzögerungen, so dass das Markenimage in puncto Kundenzufriedenenheit leidet. Um die staatlichen Corona-Hilfen zurückzuzahlen, schüttet TUI kurzerhand mehr Aktien aus. Damit verärgert es die bestehenden Aktionäre, da sich durch die erhöhte Aktienanzahl im Umlauf der Gewinn pro Aktie verwässert. Einzig am Beginn der Lieferketten ist Stabilität zu erwarten, wie z.B. im Tagesgeschäft der Kupfermine von Nevada Copper.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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