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14.05.2021 | 04:50

Steinhoff, Troilus Gold, Nio – Die Sorgen nehmen zu!

  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Die Angst vor einer ausufernden Inflation treibt die Weltbörsen in dieser Woche in die Tiefe. Nach den deutlich höher als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreisen im April auf 4,2%, liegt die Inflationsrate so hoch wie seit 2008 nicht mehr. Die Notenbank, die eigentlich präventiv gegen eine überhitzte Preissteigerung vorgehen müsste, sieht in dem deutlichen Anstieg jedoch noch keine große Gefahr und will bis mindestens 2023 weiterhin an der ultralockeren Geldpolitik festhalten. Selten waren die Voraussetzungen für ein Investment in Gold besser, als in der aktuellen Situation. Nutzen Sie Ihre Chance!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA8968871068 , US62914V1061 , NL0011375019

Inhaltsverzeichnis:


    Troilus Gold – Erstklassiges Gold- und Kupfer-Asset

    Ein erfahrenes Team, vereint mit einem erstklassigen Projekt: Die Ziele, die sich das Juniorbergbauunternehmen Troilus Gold für die Zukunft gesteckt hat, klingen ambitioniert. So will das Team um den CEO, Justin Reid, ein Eckpfeilerprojekt in Nordamerika für kommende Generationen werden. Die Kanadier konzentrieren sich auf die systematische Weiterentwicklung der ehemaligen Gold- und Kupfermine Troilus, die sich in der erstklassigen Bergbaujurisdiktion von Quebec befindet. Hier besitzt das Unternehmen eine Fläche von 1.420qkm im Frôtet-Evans Greenstone Belt zu 100%.

    Zwischen 1996 und 2010 waren die Vorbesitzer im Tagebau aktiv und gewannen aufgrund mangelnder Investitionen in die Exploration in diesem Zeitraum lediglich 2 Mio. Unzen Gold und 70.000 Tonnen Kupfer. Seit der Übernahme 2017 konnten die angezeigten Mineralressourcen um 142 % und die abgeleiteten Mineralressourcen gar um 350 % ausgebaut werden. Der durchschnittliche Goldgehalt liegt bei 0,84 bis 0,87g pro Tonne. In der vergangenen Woche konnten erneut positive Bohrergebnisse vermeldet werden, die den Glauben des Managements an das große Potenzial des Troilus-Projekts bestätigen.

    So wurden in der J Zone neue breite Goldzonen identifiziert, die sich nahe der Oberfläche befinden und direkt an den ehemaligen Betrieb angrenzen. In diesem neuen Gebiet sollen nun weitere Bohrungen durchgeführt werden. Derzeit konzentrieren sich zwei Bohrgeräte auf die Erweiterung und Abgrenzung im Vorfeld einer Mineralressourcenaktualisierung und einer Vormachbarkeitsstudie, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 abgeschlossen werden soll. Troilus hat seit Januar 32.000m an Bohrungen abgeschlossen und beabsichtigt, den ganzen Sommer über etwa 10.000m pro Monat zu bohren.

    In der Tat hat Troilus Gold das Potenzial, ein Erste-Klasse-Projekt in Nordamerika zu werden. Aktuell hat das Unternehmen einen Börsenwert von 100,9 Mio. EUR. Die Aktie ist auf aktuellem Niveau ist sowohl für spekulative als auch Langfristinvestoren geeignet und bereits jetzt mehr als eine Depotbeimischung.

    Nio – positiver Trend

    Deutlich zulegen konnte der Elektroautobauer Nio bei den Absatzzahlen zum April 2021. Exakt 7.102 Elektroautos hat Nio im April ausgeliefert und damit 125,1% mehr als im April des Vorjahres. Zwar waren auch sie vom globalen Chip-Mangel betroffen, dennoch konnten zum dritten Mal in diesem Jahr mehr als 7.000 Fahrzeuge in einem Monat ausgeliefert werden. Nur im Februar wurde diese Marke gerissen. Die Flagschiffe mit 5.579 Einheiten waren die kleineren SUV-Modelle ES6 und EC6. Der größere ES8 kam auf 1.523 Verkäufe.

    Positiv verläuft aktuell auch die Europa-Expansion. So plant das Unternehmen, das erste „NIO House“ außerhalb Chinas zu errichten. Niederlassen will sich das noch junge Unternehmen in Oslo. "Wir betreiben seit 2015 unser Designcenter in München, in Oxford sitzt ein Performance-Team, in San José im Silicon Valley haben wir unser Software-Team. Mittlerweile beschäftigen wir mehr als 9.000 Mitarbeiter aus 45 Ländern", so CEO und Gründer William Li in einer Mitteilung. "Wir sind als erstes in China in den Markt gegangen. Jetzt geht es darum, unsere Marke und unsere Produkte in Europa einzuführen."

    Langfristig will Nio seine komplette Produktpalette in Europa vermarkten. Gestartet werden soll jedoch zuerst mit dem Elektro-SUV ES8, den man bereits ab Juli dieses Jahres vorbestellen könne. Im nächsten Jahr soll dann die Limousine ET7 folgen. Aus charttechnischer Sicht - die Aktie notierte gestern bei 33,14 USD mit knapp 2% im Minus - ist noch keine Entspannung in Sicht. Vielmehr deutet der Chart auf einen Test der wichtigen Unterstützungszone hin. Somit raten wir, mit einem Investment zu warten.

    Steinhoff International – Von der Vergangenheit eingeholt

    Viel Wirbel gibt es weiterhin beim krisengebeutelten Konzern. Nachdem der Start des Börsengangs der Tochter Pepco an der Warschauer Börse angekündigt wurde, läuft die Zeichnungsfrist für institutionelle Investoren und lediglich Privatanlegern aus Polen noch bis 14.05.2021. Nun kommt erneuter Ärger auf den Konzern zu. Tekki Town, eine südafrikanische Schuhhandelskette, wurde 2016 an den Steinhoff-Konzern verkauft.

    Die Zahlung des Kaufpreises wurde damals hauptsächlich mit Aktien der Steinhoff-Gruppe getätigt. Wie bereits bekannt, waren die Bilanzen nicht ganz korrekt geführt und Aktien somit nach Meinung der früheren Tekki Town Besitzer als Tauschobjekt zu hoch angesetzt. Aus diesem Grund beantragen die ehemaligen Manager beim Highcourt der Western Cape Region (SA) die Liquidation der Steinhoff Holding. Es gilt weiterhin: Finger weg von dieser Aktie!


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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    Die Zeit der ultralockeren Geldpolitik durch die Zentralbanken ist Geschichte. Während die Teuerungsrate im Mai in den USA auf 8,6% explodierte, ist die FED gezwungen, weitere Zinsschritte einzuläuten. Nach Erhöhung des Leitzinses um einen halben Prozentpunkt im vergangenen Monat gehen Experten von weiteren Schritten zwischen 0,5% und 0,75% aus. Gegen weitere drastische Zinsschritte spricht dagegen das Abwürgen des Wirtschaftsmotors sowie das erhöhte Risiko einer Rezession. Aufgrund dieser Tatsache dürften Goldaktien langfristig profitieren, auch wenn sie in der aktuellen Marktschwäche mit nach unten gezogen werden.

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