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18.05.2021 | 06:08

QMines, Leoni, Siemens Energy – Top-Picks zum Thema Energiewende

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  • Gold
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Bildquelle: pixabay.com

Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Deutschen die Energiewende für notwendig erachtet. Der Klimawandel offenbart sich in immer extremeren Wetterverhältnissen: außergewöhnliche Kälte- und Hitzeperioden, massive Überschwemmungen und immer ausgeprägtere Dürren machen den Menschen weltweit zu schaffen. Dass eine weitere Verschärfung des Problems nur durch eine Begrenzung des CO2-Ausstosses abgemildert werden kann, gilt unter den meisten Experten als unstrittig. Davon profitieren Unternehmen massiv, welche die dafür benötigten Ressourcen bereitstellen. Im Folgenden drei Kandidaten mit einem 'Durch-die-Decke'-Potenzial.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Carsten Mainitz


QMines Ltd. – Kupfer- und Gold Explorer notiert nach erfolgreichem IPO in Australien jetzt auch in Frankfurt

Nur wenige Tage nach seinem erfolgreichen Börsendebüt an der australischen ASX, bei dem der Gold- und Kupferexplorer QMines über 11,5 Mio. AUD von Investoren einsammeln konnte, notieren die Anteilsscheine des Unternehmens seit letztem Dienstag nun auch in Frankfurt. Einer der Gründe war nach Auskunft des Unternehmens das rege Interesse europäischer Fonds und Privatanleger beim IPO vor gut zwei Wochen. Das Unternehmen aus der Provinz Queensland hat sich auf die Exploration und Erschließung von Gold- und Kupfervorkommen spezialisiert, zwei Metalle, die für die weltweite Energiewende sowie für die damit verbundenen Technologien wie Solar- und Windenergie, aber auch die Elektromobilität unersetzlich sind.

Dabei verfolgt das Unternehmen das Ziel, zu Australiens erstem emissionsneutralen Explorationsunternehmen (Zero Carbon) zu werden. Dafür besitzt QMines die alleinigen Rechte an vier Projekten im fortgeschrittenen Erschließungsstadium mit einer Gesamtfläche von rund 1.000 qkm, darunter mit Mt. Chalmers ein Vorzeigeprojekt, das aus einer historischen Mine besteht, die bereits zwischen 1898 und 1982 in Betrieb war. Während dieser Zeit wurden dort rund 1,6 Mio. Tonnen Erz abgebaut. Erste Schätzungen sehen heute noch eine abgeleitete Ressource von 3,9 Mio. Tonnen bei Gehalten von 1,15% Kupfer, 0,81 g/t Gold und 8,4 g/t Silber. Mit dem Geld aus dem Börsengang soll nun zügig die weitere Exploration vorangetrieben werden. Dazu sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre weitere Bohrungen zwischen 32.000 bis 62.000 m erfolgen.

QMines verfügt momentan über eine Marktkapitalisierung von rund 32 Mio. AUD. Der Kupferpreis jedenfalls, der momentan kräftig steigt, sollte der Investmentstory Auftrieb geben. Zusätzlich verfügt QMines neben den qualitativ hochwertigen Projekten über ein kompetentes Management. Die Aussichten für den Titel sind daher und angesichts der aktuellen Entwicklungen der Rohstoffpreise sehr verlockend.

LEONI AG – Endlich wieder schwarze Zahlen

Neben Rohstoffen benötigt die Energiewende auch die entsprechende „Hardware“. Wichtige Komponenten sind zum Beispiel elektrische Kabel sowie Bordnetze für Fahrzeuge. So gesehen muss ein Konzern wie die LEONI AG, der gleich beide Komponenten produziert, ebenfalls zu den Gewinnern zählen. Folgerichtig kletterte der Aktienkurs von Oktober 2020 bis Februar 2021 um über 200%. Leider waren die Geschäftszahlen des Unternehmens, bedingt durch Portfoliounschärfen und nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie, eher suboptimal, sodass viele Anleger die Nerven verloren und verkauften.

Aber seit letzter Woche gibt es Anlass aufzuatmen. Mit der Verkündung der Geschäftszahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres gelang LEONI der Befreiungsschlag. Offensichtlich haben die Spar- und Sanierungsmaßnahmen gefruchtet: Während im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 67 Mio. EUR angefallen war, konnten die Franken nun einen Gewinn von 28 Mio. EUR ausweisen. Auch für den Rest des Jahres rechnet die Unternehmensführung mit einem kräftigen Umsatzanstieg. Trotz weiterer Herausforderungen, wie der aktuellen Halbleiterknappheit. Dazu beitragen sollen verstärkte Sparmaßnahmen sowie zusätzliche Portfolioveränderungen, so wie der bereits erfolgte Verkauf der LEONI Schweiz AG im ersten Quartal. Für uns macht diese Strategie Sinn, und wir gehen davon aus, dass das Unternehmen zu den Profiteuren der Energiewende zählen wird. So gesehen macht es Sinn, die Aktie im Portfolio zu haben. Insbesondere, wenn man langfristig orientiert ist.

Siemens Energy AG – Zahlen rechtfertigen Kursrückgang nicht

Seit dem Börsenstart im letzten September hat die Aktie von Siemens Energy eine Achterbahnfahrt hingelegt: Nachdem die Aktie zunächst vom Ausgabepreis von rund 22 EUR auf ihr Allzeittief bei knapp 18 EUR im Oktober gefallen war, trat in den folgenden drei Monaten quasi eine Kursverdopplung ein. Nach einer lange anhaltenden Korrekturphase, ist das Papier nun wieder bei einem Preis von rund 24 EUR angekommen. Wer gehofft hatte, dass der Aufstieg in den DAX die Talfahrt hätte stoppen können, wurde bitter enttäuscht. Immerhin konnte das Papier am vergangenen Freitag intraday rund 4% gutmachen. Ist die Talsohle damit erreicht?

Mit den Geschäftszahlen sind die zurückliegenden Kursbewegungen jedenfalls nicht zu erklären. So konnte der Konzern für das zweite Quartal des Geschäftsjahres einen Anstieg des Auftragseingangs von 39% auf 10,5 Mrd. EUR vermelden, der Quartalsüberschuss lag bei 31 Mio. EUR, nach einem Vorjahresverlust. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen von einem Umsatzwachstum von 3% bis 8% aus. Sechzehn Analysten widmen sich aktuell der Aktie. Deren Kursziel liegt im Mittel bei 36,48 EUR, zehn empfehlen die Aktie zum Kauf, fünf raten zum Aufstocken und lediglich einer spricht sich für ein Halten aus. Auch wir gehen davon aus, dass der Kurs in nächster Zeit steigen wird. Alle Daten weisen in diese Richtung. Abgesehen davon, dass das Geschäftsfeld, in dem sich Siemens Energy bewegt, sicherlich ein großes Wachstumspotenzial in den nächsten Jahren aufweisen wird. Darum: lasst das Rennen beginnen!


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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