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28.07.2021 | 05:08

ProSiebenSat.1, Aspermont, Facebook – Mit stark-skalierbaren Geschäftsmodellen gewinnen!

  • Medien
Bildquelle: pixabay.com

Mit stark-skalierbaren Geschäftsmodellen, bei denen einmal produzierter Content beliebig oft weiterverkauft werden kann, können Gesellschaften eine hohe Rentabilität erzielen, was sich in aller Regel in einem steigenden Aktienkurs niederschlägt. Für die Vermarktung von Werbung an eine große Masse oder eine spezielle Zielgruppe gilt das Gleiche. Die nachfolgenden drei Unternehmen passen in dieses Bild und stehen für gute Perspektiven. Wer ist der Favorit?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , PROSIEBENSAT.1 NA O.N. | DE000PSM7770 , FACEBOOK INC.A DL-_000006 | US30303M1027


PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE – IPO von Tochtergesellschaften?

Zuletzt konnten die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 von Medienberichten des "Manager Magazin" profitieren. Danach soll das Medienunternehmen planen, die wichtigsten Tochtergesellschaften spätestens bis 2022 an die Börse zu bringen. Der MDAX-Konzern zählt mit führenden Entertainment-Marken, einem Produktionsgeschäft und einem stark wachsenden Commerce-Portfolio zu einem der diversifiziertesten Medienunternehmen Europas. Die NuCom Group ist ein schnell wachsender E-Commerce-Player mit bekannten Portfoliounternehmen aus den Bereichen Verbraucherberatung, Partnervermittlung, Erlebnisse sowie Beauty & Lifestyle.

Sollte das IPO kommen, würde die Aktie zweifelsohne davon profitieren. Vielleicht erhöht sich dann auch die Wahrscheinlichkeit einer Fusion mit dem italienischen Großaktionär Mediaset, der 12% an den Bayern hält. Bislang lehnt der ProSiebenSat.1-Vorstand ein Zusammengehen mit dem Medienunternehmen des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ab.

Die operative Entwicklung zeigt derweil wieder nach oben. Wie der Konzern berichtete, liegen die Werbeerlöse wieder „auf dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie". Für das Gesamtjahr stellt der Konzern einen Umsatz von mindestens 4,25 Mrd. EUR in Aussicht. Dies entspricht einer Steigerung von 5% und mehr im Vergleich zum Vorjahr. Zudem soll ein um Sondereffekte bereinigtes Betriebsergebnis von mindestens 750 Mio. EUR erzielt werden.

ASPERMONT LIMITED – günstige Einstiegsgelegenheit

Eine noch relativ unbekannte Small Cap-Perle aus Down Under ist Aspermont. Die Gesellschaft ist der führende Mediendienstleister für die globale Rohstoffindustrie und publiziert die beiden dienstältesten, regelmäßig erscheinenden Publikationen für den Bergbau-Sektor, das Mining Journal und das Mining Magazine. Die Umstellung von Print auf Medien dauerte lange Zeit und erwies sich als ziemlich schwierig.

Letztendlich führte die digitale Transformationsstrategie zum Erfolg. Die Gesellschaft agiert im B2B-Markt. D.h. Unternehmenskunden können hochwertige Inhalte kostenpflichtig im Rahmen eines XaaS-(Anything as a Service)-Modells erwerben. Durch die Skalierung klingelt die Kasse bei Aspermont. Immer mehr Kunden fragen die Dienstleistungen von Aspermont nach. Zudem planen die Australier das vielseitige Modell um neue Geschäftsbereiche und Länder zu erweitern. Die Gesellschaft verfügt mit einer Datenbank von mehr als 7 Mio. ausgewählten Kontakten in Führungspositionen über ein riesiges Asset. Ziel ist, die Daten zu versilbern d.h. zu monetarisieren

„Content“ steht zwar im Mittelpunkt des XaaS-Modells, aber zusätzlich entstehen große Potenziale durch das Cross-Selling. Zudem hat die Gesellschaft während der Corona-Pandemie die neue Sparte Virtual Event & Exhibition (VEE) geschaffen und damit einen Volltreffer gelandet. Innerhalb kürzester Zeit konnte Aspermont für seine VEE-Plattformen auch abseits des Bereichs Mining punkten und mehr als 100 neue Geschäftskunden gewinnen.

Seit einiger Zeit konsolidiert der Aktienkurs. Angesichts des enormen Potenzials, das profitable Geschäft noch stärker zu skalieren, ist die aktuell mit 70 Mio. AUD bewertete Gesellschaft ein interessantes Investment. Zudem sind die Australier schuldenfrei.

FACEBOOK INC – einfach beeindruckend

Das größte soziale Netzwerk der Welt nutzen heute drei Milliarden Menschen. Täglich werden mehr als 100 Milliarden Nachrichten auf Facebook verfasst. Auch über den Messenger-Dienst WhatsApp ist der Konzern in unserem täglichen Leben präsent. Zudem nutzen mehr als 200 Mio. Unternehmen die Plattform. Zum Börsengang 2012 erschien es noch fraglich, ob die US-Amerikaner den Kundenstamm auch monetarisieren können.

Es hat sich schnell gezeigt, wie profitabel das werbefinanzierte Geschäftsmodell ist. Analysten prognostizieren für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 116 Mrd. USD und einen Gewinn von rund 38 Mrd. USD. Momentan notieren die Anteilsscheine um die 370 USD, womit Facebook knapp die Schallmauer einer Börsenwertung von 1 Billion USD geknackt hat. Angesichts einer marktbeherrschenden Stellung ist ein KGV von 28 oder 29 in diesem Jahr nur eine unbedeutende Randnotiz. Störfeuer kann eigentlich nur aus der regulatorischen Ecke kommen.


Alle drei Unternehmen besitzen eine gute, teilweise dominante Marktposition. Alle verfügen über skalierbare Geschäftsmodelle und die Aktien über Aufwärtspotenzial. Während bei ProSiebenSat.1 ein IPO der Tochtergesellschaften sicherlich für steigende Kurse sorgen sollte, sind es bei Facebook schlichtweg die unangefochtene Marktführerschaft und die hohe Marktdurchdringung. Aspermont steht dagegen noch am Anfang, das große Potenzial auszuschöpfen. Schon bald dürfte der Kurs wesentlich höher notieren.


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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