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09.08.2021 | 05:10

Plug Power, Silver Viper, Xiaomi – Der Druck wächst

  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Die Federal Reserve ist in der Klemme. Aufgrund positiver Arbeitsmarktdaten - die US-Wirtschaft hat im Juli so viele Arbeitsplätze geschaffen wie seit einem Jahr nicht mehr - erwartet das Gros der Marktteilnehmer einen baldigen Schwenk bei der Geldpolitik. Durch die Angst vor Zinserhöhungen brachen die Edelmetalle Gold und Silber drastisch ein. Doch sind die Währungshüter aufgrund der Rahmenbedingungen überhaupt in der Lage, die Zinsen deutlich zu erhöhen? Wohl eher nicht, was langfristig sowohl die Gold-als auch Silberkurse haussieren lassen dürfte.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
ISIN: SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283341029 , XIAOMI CORP. CL.B | KYG9830T1067 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020


Silver Viper – Hohe Nachfrage

Die niedrigen Zinsen von historischen 0,0%, dazu Anleihekäufe in unbegrenztem Ausmaß sowie Konjunkturpakete in schwindelerregenden Billionen-Summen. Das Ziel von Politik und Wirtschaft, sowohl die notleidenden Staaten als auch Unternehmen mit Subventionen und billigem Geld zu stützen, geht im Moment auf. Die Wirtschaft erholt sich, die Arbeitslosenquote sinkt nach dem Einschlag zu Beginn der Corona-Pandemie. Damit wird die Überschuldung nicht gelöst, das Problem wird nur zeitlich nach hinten geschoben. Die Schuldenblase bläht sich immer weiter auf.

Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen sind sowohl der FED als auch der EZB wichtiger als die Preisstabilität des Geldes. Aufgrund dieser Tatsache ist es schwierig bis unmöglich, die ultralockere Geldpolitik zu beenden und mit plötzlichen, drastischen Zinsanhebungen zu reagieren. Die Folge wäre ein Kollaps mehrerer hoch verschuldeter Staaten sowie Unternehmen. Deshalb sehen wir auf aktuellem Niveau sowohl bei Gold als auch Silber langfristig attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Auch wenn aus rein charttechnischer Sicht aus der kurzfristigen Sicht ein Downside-Risiko von geschätzten 5% besteht, sollten erste Positionen bei Gold- und Silberminen in das Depot gelegt werden.

Eine attraktive Investmentmöglichkeit bietet sich aktuell bei Silver Viper, die im Bundesstaat Sonora im Nordwesten Mexikos nach Gold und Silber schürfen. Dort betreibt der Junior-Explorer, der von der Belcarra Group geführt wird, das ehemals zu Pan American Silver gehörende La Virginia Gold-Silber-Projekt mit einer Fläche von über 6.880 Hektar und ist zu 100 % in Besitz der Konzessionsflächen an der Claim-Gruppe Rubi-Esperanza.

Durch das 27.000m lange Bohrprogramm mit insgesamt mehr als 100 Bohrungen im vergangenen Jahr, konnte die von Pan American Silver übernommene Projektdatenbank auf insgesamt 80.000m erweitert werden. Auch die Ressourcenschätzung wurde dadurch signifikant erhöht. Bei Silver Viper rechnet man nun mit Ressourcen von 154.300 Unzen Gold und 6.929.000 Unzen Silber und abgeleiteten Ressourcen von 246.300 Unzen Gold und 12,49 Mio. Unzen Silber.

Durch den erfolgreichen Gang an den Kapitalmarkt, das Unternehmen holte sich dort 6 Mio. CAD, soll nun die „El Rubi-Zone“, die sich rund 5km nördlich der historischen Abbaufläche befindet, erforscht werden. Das erfahrene Management rechnet mit überdurchschnittlich hochgradigen Funden. Überdies wird geschätzt, dass die El Rubi-Zone sowohl seitlich als auch in der Tiefe offen ist und mit weiteren Bohrungen erweitert werden kann. Ein durchlaufender Newsflow in diesem Jahr sollte dadurch garantiert sein. Durch die Korrektur der Aktie, die in der Szene als potenzieller Übernahmekandidat gilt, ergibt sich auf aktuellem Niveau bei 0,50 CAD ein attraktives Einstiegsniveau.

Xiaomi – Wie am Schnürchen

Die Wachstumsstory des chinesischen Technologieunternehmens Xiaomi geht ungebremst weiter. Nachdem bei den weltweiten Smartphone-Verkäufen bereits im vergangenen Monat der US-Gigant Apple überholt werden konnte, konnte Xiaomi bei den Juli-Zahlen den bis vor Kurzem noch unangefochtenen Platzhirschen Samsung Electronics vom Thron stoßen. Laut Counterpoint Research stieg der Absatz von Xiaomi im Vergleich zum Vormonat um 26%, was einem Marktanteil von 17,1% gleichkommt. Profitieren konnte Xiaomi hauptsächlich durch die Probleme des einstigen Krösus Huawei, die mit einem Absatzminus von 84% abgeschlagen nur noch auf dem fünften Platz rangieren.

Die Aktie von Xiaomi steht nach dem erfolgreichen Test des Widerstandes bei 2,70 EUR vor einem weiteren Kaufsignal und notiert aktuell bei 2,91 EUR. Ein Durchbruch der 3,10 EUR-Marke würde neues Potenzial erschließen, das bis zum Test des Allzeithochs bei 3,80 EUR führen dürfte.

Plug Power – Optimistisch in die Zukunft

Nach den Querelen wegen falsch eingereichter Bilanzen, scheint aktuell wieder die Sonne bei Plug Power. Die vergangene Woche veröffentlichten Zahlen zum zweiten Quartal nahmen Marktteilnehmer positiv zur Kenntnis. Obwohl der Verlust je Aktie mit 0,18 USD höher ausfiel, als von Analysten geschätzt, feierte man vor allem den Rekordumsatz, der sich in den Monaten April bis Juni auf 125 Mio. USD belief.

Zudem steuerte die Prognoseerhöhung, die jetzt Buchungen in Höhe von 500 Mio. USD für das laufende Geschäftsjahr vorsieht, zur positiven Stimmung bei. Das Management von Plug Power plant zudem den weiteren Ausbau aller Geschäftsbereiche und geht für das Jahr 2022 von einem Bruttoumsatzvolumen von 750 Mio. USD aus. Nach einer starken Markteröffnung am vergangenen Freitag, wurde die Aktie abverkauft und kämpft mit der Unterstützung bei 25,90 EUR. Kurzfristig würden wir aktuell von einem Investment abraten.


Auch wenn durch den positiven Arbeitsmarktbericht Druck auf Gold und Silber kam, sehen wir langfristig steigende Kurse bei den Edelmetallen. Minenaktien wie Silver Viper dürften überproportional am Preisanstieg partizipieren. Während der neue Smartphone-König Xiaomi kaufenswert ist, würden wir bei Plug Power trotz der Prognoseanhebung erst einmal abwarten.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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