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26.05.2021 | 05:10

Nel ASA, Triumph Gold, Palantir – Die Inflation kommt!

  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Nach Ansicht der Bundesbank, könnte die Inflationsrate in Deutschland zum Jahresende auf 4% steigen. In den Vereinigten Staaten lag diese bereits im April bei 4,2%. Laut den Notenbankern hänge dies mit der Normalisierung der Wirtschaft nach der Corona-Krise und Lieferengpässen zusammen und dürfte nur ein vorübergehendes Phänomen bleiben. Anstatt mit Zinserhöhungen entgegenzuwirken, geht das muntere Gelddrucken weiter. Vor ausufernden Preissteigerungen können sich Anleger schützen. Noch nie waren die Voraussetzungen so günstig wie jetzt, um in Gold zu investieren.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
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Inhaltsverzeichnis:


    Triumph Gold – Mit den Großen investieren

    Die Staatsschulden steigen, die Druckerpressen laufen weiter heiß. Dazu kommen extrem gestiegene Rohstoffpreise, die die Inflation weiter befeuern. Neben dem Kauf von physischem Gold in Barren und Münzen bieten sich auf aktuellem Niveau Goldminenaktien an, die durch die Korrektur des Goldpreises wieder auf einem fundamental günstigen Niveau notieren. Eine interessante Einstiegschance bietet aktuell das Explorationsunternehmen Triumph Gold. Der Wert korrigierte seit seinem Allzeithoch im vergangenen August von 0,48 CAD auf aktuell 0,20 CAD. Seit Monaten bildet die Aktie auf dem Niveau zwischen 0,18 CAD und 0,20 CAD einen Boden. Ein Ausbruch über den Widerstand von 0,22 CAD würde deutliches Kurspotenzial bieten.

    Fundamental ist das kanadische Bergbauunternehmen bereits in den Fokus der großen Player geraten. Neben dem Branchengiganten Newmont, der mit 12,8% beteiligt ist, hält auch der chinesische Zijn Mining Fund 9,8% der Anteile. Insgesamt bilden institutionelle Anleger mehr als 40% der Anlegerstruktur ab.

    Das zu 100 % unternehmenseigene, über Straßen zugängliche Vorzeigeprojekt Freegold Mountain liegt im Dawson Range und beherbergt die drei NI 43-101-konforme Minerallagerstätten Nucleus, Revenue und Tinta Hill. Das Projekt deckt einen umfangreichen Bereich der Verwerfungszone Big Creek ab, einer Struktur, die in direktem Zusammenhang mit einer epithermalen Gold- und Silbermineralisierung sowie einer goldhaltigen Porphyr-Kupfermineralisierung steht. Das Grundstück Big Greek, welches Gold und Kupfer beherbergen soll, besteht aus 258 aneinandergrenzenden Quarz-Bergbau-Claims im Whitehorse Mining District von Yukon.

    Die Bohrprogramme sollen hier im Frühjahr beginnen. Mit rund 5 Mio. CAD an Cash ist Triumph Gold für das Gesamtjahr durchfinanziert. Eine gute Möglichkeit, von einem langfristig steigenden Goldpreis überproportional zu profitieren.

    Nel ASA – Herbe Enttäuschung

    Nachdem der Kurs des Wasserstoffspezialisten Nel ASA seit Monat den Gang Richtung Süden kennt, kommt es für die Norweger nun auch von Nachrichtenseite knüppeldick. Nachdem im letzten Quartal des vergangenen Jahres noch eine Zusammenarbeit mit Iberdrola für den Bau einer 20 MW PEM-Elektrolyseanlage für ein „grüner Dünger“-Projekt in Spanien vermeldet wurde, setzt das spanische Energieunternehmen nun lieber auf den Nel-Konkurrenten Cummings.

    Die US-Amerikaner vermeldeten zudem gestern, dass man in Kooperation mit Iberdrola auch eine 500 MW Anlage mit Ausbaureserve auf 1 GW bauen will. Dies wäre die größte Elektrolyseanlage für grünen Wasserstoff in Spanien. Die Pläne von Cummings beinhalten auch, dass bei dem Projekt die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt werden soll, wodurch Nel Asa aus dem Spiel wäre. Der Kurs sackte gestern im Tagesverlauf auf 1,68 EUR mit einem Minus von über 8% ab.

    Charttechnisch ist die breite Unterstützungsmarke bei 1,60 EUR nun extrem wichtig. Fundamental sehen wir in Nel ASA aufgrund der hohen Bewertung und einem Börsenwert von 2,43 Mrd. EUR immer noch einen Verkaufskandidaten mit großem Konsolidierungspotenzial.

    Palantir – Weiterer Prestigeauftrag

    Die Wachstumsmaschine Palantir Technolgies läuft weiterhin auf Hochtouren. Bis 2025 ist eine jährliche Steigerung im Umsatz von mindestens 30% das erklärte Ziel von CEO Alex Karp. Dafür entwickeln die US-Amerikaner Unternehmensplattformen für den Einsatz in Organisationen mit komplexen und sensiblen Datenumgebungen. Die Kunden kommen aktuell je zur Hälfte aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor, und dies branchenübergreifend. Neben der Entdeckung neuer Medikamente, wie bei der Covid-Bekämpfung, ist die Software auch vom Bau von Fahrzeugen bis hin zur Terrorismusbekämpfung anwendbar. Nun vermeldete Palantir einen weiteren, prestigeträchtigen Auftrag.

    Keine geringeren als die United States Space Force und die United States Air Force unterstützt das Unternehmen aus Denver, Colorado, indem es Software für die kritischen Missionen des Department of the Air Force (DAF), des Space and Missile Systems Center's Cross-Mission Ground & Communications Enterprise (SMC/ECX) und des NORAD-NORTHCOM bereitstellt. Der Vertrag hat einen Gegenwert von 32,5 Mio. USD. Das Projekt Brown Heron des Department of the Air Force wird Palantir nutzen, um der Führungsebene der U.S. Air Force eine sich ständig verbessernde Analyseplattform für die Einsatzbereitschaft zur Verfügung zu stellen, indem unterschiedliche Datenquellen aus dem gesamten Dienst integriert werden.

    Bereits im vergangenen Jahr arbeitete das Datenanalyseunternehmen mit den Streitkräften des Landes zusammen. Die Aktie von Palantir stieg nach der Meldung und notierte gestern im Handelsverlauf mit über 4% im Plus bei 21,96 USD. Charttechnisch hellt sich das Bild bei Kursen über 23 USD deutlich auf. Ein extrem spannender Wert im Zukunftsmarkt Data Mining.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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