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25.01.2023 | 04:44

Last Generation Aufschwung 2023? TUI, Lufthansa, Alerio Gold, Aurelius – Chancen über Chancen!

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Bildquelle: pixabay.com

Das Jahr 2023 hat sich in den ersten Wochen von seiner freundlichen Seite gezeigt. Trotz Höchststände in den Indizes gibt es aber Licht und Schatten. So hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) jüngst in einer Umfrage herausgefunden, dass die Verbraucher in Deutschland mit deutlich mehr Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung ins neue Jahr gehen. Damit steigt der GFK-Konsumklima-Index zum vierten Mal in Folge. Die Neigung, sich Dinge anzuschaffen, bleibt dennoch auf sehr niedrigem Niveau. Der Neuanschaffungs-Indikator fiel damit um 2,4 Punkte auf minus 18,7 Zähler. Nach wie vor ist die Verunsicherung angesichts von Krisen und Inflation sehr ausgeprägt, vor allem erwarten viele Haushalte in den kommenden Monaten deutlich höhere Heizkostenabrechnungen. Hierfür legen sie Geld auf die Seite, das für andere Ausgaben fehlt. Aktien werden jedoch gekauft, wir nennen ein paar Beispiele.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: Alerio Gold Corp. | CA01450V1040 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG000 , AURELIUS EQ.OPP. O.N. | DE000A0JK2A8

Inhaltsverzeichnis:


    TUI und Lufthansa – Aus dem Keller gestartet

    Laut GFK ist die Ausgabenlaune in Deutschland noch nicht auf das Niveau von vor der Corona-Krise zurückgekehrt. Schlimmer als gedacht liegen die Erwartungen der privaten Haushalte aktuell weit unter den Indexwerten aus 2017 bis 2019. Zwei Aktien aus dem Tourismus-Sektor erscheinen aus dem Blickwinkel „Reise- und Luxusausgaben“ sehr interessant, denn schon im Nach-COVID-Jahr 2022 zeigten sich neue Reisegewohnheiten der Bevölkerung. So wird weniger geflogen, mehr im eigenen Land Urlaub gemacht und der Trend geht in Richtung „Nachhaltigkeit“ – von Nachholeffekten wegen der Pandemie abgesehen.

    Der Reisekonzern TUI hat in Schweden zum Angriff auf Booking.com geblasen. Kunden können dort über ein Portal direkt Hotels und andere Unterkünfte buchen. Damit nicht genug: Der Verkauf solcher Einzelangebote soll auf weitere Länder ausgedehnt werden. Wegen des Debakels um seinen Großaktionär und Oligarch Mordaschow ist der Konzern auf neue Geldgeber angewiesen. TUI will sich im Februar von seinen Aktionären eine weitere Kapitalerhöhung genehmigen lassen, um die verbliebenen Staatshilfen aus der Corona-Krise zurückzuzahlen. Insgesamt 2 Mrd. EUR hat der Reisekonzern bereits in den letzten 2 Jahren durch Kapitalerhöhungen eingesammelt. Vorher wird es aber eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 10:1 geben. Der deutsche Staat hatte TUI im Jahr 2020 wegen des Zusammenbruchs des Reisegeschäfts mit insgesamt 4,3 Mrd. EUR gestützt, um eine Pleite zu verhindern. Durch die Kapitalerhöhung sollen rund 730 Mio. EUR an verbliebenen stillen Einlagen des Bundes, eine Optionsanleihe sowie aufgelaufene Zinsen zurückgezahlt werden. Die Aktie ist vorerst aus dem Tal der Tränen zurückgekehrt und legte seit Oktober sogar wieder 70% zu. Der Langfristinvestor liegt aber noch ordentlich hinten.

    Die Lufthansa hat alle Corona-Themen abgeschüttelt und baut seinen Flugbetrieb nun krisensicherer auf. Nach einer 50%-Rallye belasten aktuell die angekündigten Streiks von Verdi. Das gewogene Kursziel von 5 Analysehäusern liegt bei 9,04 EUR. Aktuell traut man der Kranich-Airline wohl keinen wirklichen Turnaround zu. Mit einem 2024e KGV von 9,4 ist die Aktie nach der jüngsten Verteuerung wieder fair bewertet. Wenn die Reisebranche wieder auflebt, hat der Wert mittelfristig weitere 50% Potenzial. Dazu muss es allerdings erst mal in der Breite kommen.

    Alerio Gold Corp. – Goldsuche in Guyana

    Überrascht hat im Jahr 2022 der Rohstoffmarkt. Zuerst ging es massiv nach oben und gegen Herbst kam es zu einer starken Korrektur. Während die Industriemetalle so bis 40% korrigierten, verloren Gold und Silber etwa 25%. Zwischenzeitlich hatten beide Edelmetalle einen Angriff nach oben gestartet, es wurden Höchststände von 2.050 bzw. 26 USD erreicht. Es spricht im derzeitigen Umfeld viel dafür, dass 2023 wieder ein Jahr für die Edelmetalle werden könnte. Zum einen wird Gold von vielen Vermögensverwaltern als Inflationsschutz gekauft, zum anderen steigt die physische Nachfrage seit Mitte des Jahres 2022 wieder merklich an.

    Im Nordosten von Südamerika liegt das Land Guyana, das bislang hauptsächlich von Landwirtschaft und Bergbau geprägt war. Jüngst wurden vor der Küste Guyanas aber riesige Ölfelder mit einem geschätzten Gesamtvolumen von 8 bis 13 Mrd. Barrel Öl entdeckt. Das lockt weitere Rohstoffunternehmen als Investoren ins Land. Mit einem BIP-Anstieg von über 20% in 2022 wird der Staat die Welttabelle im Prosperitätszuwachs mitanführen. Das aufstrebende Land ist reich an Bodenschätzen wie Bauxit, Diamanten oder Gold. Das gelbe Metall hat in der jüngeren Vergangenheit mit 35% einen bedeutenden Anteil an den Exporten ausgemacht, die Produktion sollte nach einem Rekord in 2021 auch in 2022 wieder über 650.000 Unzen landen.

    Die Alerio Gold Corp. (ALE) ist ein kanadisches Explorationsunternehmen, das sich in Guyana einige Lizenzen für Goldprojekte namens Tassawini, Harpy und Puruini gesichert hat. Dabei sticht das Tassawini-Goldprojekt deutlich hervor, denn hier wurden schon über 30 Mio. CAD in minennahe Infrastruktur investiert. Gut 47.500 Bohrmeter sind bereits historisch absolviert worden und alle Bergbau-Genehmigungen sind auch an Bord. Im Boden vermutet werden insgesamt etwa 500.000 Unzen Gold, die auf einer Fläche von 1.381 Hektar an die Oberfläche geholt werden könnten.

    Momentan legt der neue CEO Allan Fabbro seinen Fokus auf die kommenden Fernerkundungsarbeiten, welche Merkmale unter der Oberfläche liefern sollen. Dabei werden auch die neuen Methoden der digitalisierten Oberflächen-Erkundung (DEM) eingesetzt, um die bestehende Ressourcenschätzung zu erneuern. Alerio Gold wird nach einer Finanzierung in 2023 mit der Exploration durchstarten. Mit aktuell 73,2 Mio. Aktien und einem Kurs von 0,07 CAD ist das Unternehmen derzeit zu einem Schnäppchenwert von rund 5 Mio. CAD zu haben. Es würde nicht wundern, wenn Majors nicht längst einen Blick auf die Aktie gerichtet hätten.

    Aurelius Equity Opportunities – Downgrade in den Freiverkehr bringt Trouble

    Die Aurelius Gruppe ist ein europaweit aktiver Investor, der sich auf „Lucky Buys“ spezialisiert hat. Dabei wird angestrebt, Übernahmen unter dem Preis des Eigenkapitals zu tätigen, um nach einer erfolgreichen Restrukturierung davon zu profitieren. Seit der Gründung im Jahr 2006 hat sich Aurelius allerdings von einem lokalen Turnaround-Investor zu einem internationalen Multi-Asset-Manager entwickelt. Kernelement der Investmentstrategie ist die operative Unterstützung der Portfoliofirmen mit einem Team von rund 100 eigenen Operating Taskforce Experten.

    Die Holding aus München hat überraschend angekündigt, einen Segmentwechsel vom qualifizierten Open Market m:access in München in den allgemeinen Open Market durchzuführen. Denn es wurde festgestellt, dass der finanzielle und regulatorische Aufwand in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist. Auch wenn das Management die ausgeprägteren Aktionärsrechte und Transparenzmaßnahmen sicherlich weiter berücksichtigen wird, erstaunt dieser Schritt sehr wohl. Denn viele Unternehmen schaffen es gar nicht, in den qualifizierten Markt vorzustoßen. Die Aktionäre sind nicht begeistert und schickten den Wert mit minus 40% nach unten.
    Wenn nicht im Portfolio auch noch Abschreibungen lauern, wären Kurse zwischen 13 bis 16 EUR langfristige Einstiegsniveaus. Im Jahr 2021 erreichte das Unternehmen immerhin als „Best European Turnaround Investor“ den Silber-Award. Setzen sie den Wert auf die Watchlist, eine erste Position macht auf dem aktuellen Niveau durchaus Sinn.


    Der Konsument ist von der hohen Inflation verschreckt. Das belastet konsumnahe Branchen und auch das Reisegeschäft. In dieser Gemengelage könnte der Fokus der Investoren auf Edelmetalle gelenkt werden, denn sie bieten langfristigen Werterhalt. Alerio Gold besitzt eine tolle Liegenschaft in Guyana und ist aktuell selten günstig.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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