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15.12.2021 | 04:44

Infineon, Nevada Copper, Nvidia – Die High-Tech Industrie in der Kupferfalle!

  • Kupfer
  • Hightech
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Bildquelle: pixabay.com

Kupfer ist wegen seiner extremen Leitfähigkeit ein essenziell wichtiges Metall für die Hightech-Industrie. Seit 2019 liegt schon ein Angebotsdefizit vor, in den Jahren 2020 bis 2021 hat sich der Preis bereits verfünfacht. Eine von der International Copper Association (ICA) in Auftrag gegebene Studie zu Kupfer zeigt, dass bis 2030 mehr als 250.000 Tonnen Kupfer pro Jahr als Teil der Wicklungen in elektrischen Fahrmotoren in Elektrofahrzeugen auf der Straße verwendet werden. Der Anstieg der Kupfernachfrage folgt der Entwicklung des globalen Automobilmarktes, denn bis 2030 werden Elektro- und Plug-in-Hybridautos rund 19% des Gesamtmarktes ausmachen. Wie schließt sich die Lücke?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: NEVADA COPPER CORP. | CA64128F7039 , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004 , NVIDIA CORP. DL-_001 | US67066G1040

Inhaltsverzeichnis:


    Nevada Copper – Es geht los in Pumkin Hollow

    Nevada Copper ist ein kanadischer Kupferproduzent und Eigentümer des Kupferprojekts Pumpkin Hollow in Nevada. Pumpkin Hollow verfügt über beträchtliche Reserven und Ressourcen vor allem in Kupfer, Gold und Silber. Zu den beiden vollständig genehmigten Projekten gehören eine hochgradige Untertagemine und die zugehörige Aufbereitungsanlage, die sich nun in der Produktionsphase befinden. Des Weiteren arbeitet das Management an der Realisierung eines Mega-Tagebauprojekts, das mit neuen Bohrungen in 2022 auf eine Machbarkeitsstudie zusteuert.

    Bei Nevada Copper gab es ein Betriebsupdate und einen Überblick über die im zweiten Halbjahr 2021 erreichten Meilensteine in der Untertagemine Pumpkin Hollow. Das Unternehmen arbeitete intensiv an der Beschleunigung des operativen Hochlaufs sowie der Abbaugeschwindigkeit. Die Management-Systeme wurden im zweiten Halbjahr 2021 komplett neu aufgesetzt und arbeiten jetzt sehr effizient. Die Produktivität stieg zwischen Oktober und November um 31 % von 1,75 auf 2,29 Fuß pro Personenschicht, was zu einer erheblichen Verbesserung der Betriebseffizienz und zu Kostensenkungen führte. Die Erschließungsraten lagen im Dezember schon um 50 % höher als im August. Der Mühlenbetrieb hat während des gesamten Jahres 2021 eine Ausbeute von 90% geliefert, wobei die Chargenverarbeitung die Marke von 4.700 Tonnen pro Tag erreichte. Die gesamte unterirdische Belüftungsinfrastruktur wurde bis in den Sommer fertiggestellt.

    Im November 2021 hatte das Unternehmen ein öffentliches Aktienangebot in Höhe von 125 Mio. CAD abschließen können, wobei ein erheblicher Teil der Mittel von ausgewählten Unternehmen des Bergbausektors und institutionellen Anlegern bereitgestellt wurde. Die langfristigen Schulden werden im laufenden 4. Quartal 2021 um etwa 30% reduziert. Auch die Energieversorgung soll auf nachhaltiges Wirtschaften umgestellt werden, denn Pumpkin Hollow verfügt über ausreichend Sonne und Land, um ein großes Solarprojekt umzusetzen. Die Scope-1-Kohlenstoffemissionen könnten so über die gesamte Lebensdauer der Mine um etwa 10% der geschätzten Gesamtemissionen reduziert werden. Die Unternehmens-News lesen sich derzeit wirklich gut.

    Die Aktie von Nevada Copper hat nach der großen Kapitalerhöhung etwas an Boden verloren. Nach dem Rollback im Sommer steht der Wert nun bei 0,56 CAD. Das entspricht einer Marktkapitalisierung von 250 Mio. CAD. Ein Einstieg auf diesem Niveau sollte sich im nächsten Jahr bereits auszahlen.

    Infineon – Die nationale ID-Karte für Vietnam

    Die COVID-Pandemie hat internationale Chiphersteller und Hightech-Betriebe stark unter Druck gebracht. Infineon musste vor Kurzem seine Umsatzprognose sogar leicht senken, weil die Rohstoffknappheit zu Produktionsengpässen führt. Die Auftragslage ist aber unverändert gut. So hat der deutsche Chiphersteller eine Zusammenarbeit mit der MK Group unterzeichnet, um in Vietnam elektronische Personalausweise mit Spezialfunktionen herzustellen.

    Diese neuen Super-ID-Karten verfügen über spezielle Sicherheitschips, die einen vollelektronischen Personalausweis möglich machen und künftig zur Identifizierung von Bürgern in Vietnam eigesetzt werden. Die Regierung führt diese Ausweise ein, um Online-Behördendienste anbieten zu können. Das soll lange Wartezeiten und Schlangen vor Ämtern künftig vermeiden. Sicherheitschips und ein neues Betriebssystem sollen dafür sorgen, dass der elektronische Personalausweis mit seinen biometrischen Daten und digitale Signaturen besser geschützt sind. Nutzer können diese Karte dann auch für die Authentifizierung bei Behörden und Banken verwenden. Infineon liefert hierfür entsprechende Halbleiter und Sicherheitscontroller, die auf der 40-nm-Sicherheitschip-Technologie basieren.

    Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Infineon jüngst von 45 auf 49 EUR angehoben und ihre Einstufung auf "Buy" belassen. „Mit Blick auf 2022 bleibt die Aktie des Halbleiterkonzerns ein bevorzugter Branchentitel“, schreibt Analyst Francois-Xavier Bouvignies. Derzeit machen sich aber Bedenken über das zukünftige Wachstum breit, denn die Infineon-Aktie steigt seit November nicht mehr. Charttechnisch sollten sie daher Bestände bei 39,50 EUR ausstoppen, denn es droht ein Rückgang unter die Ausbruchslinie vom Spätsommer bei etwa 37,50 EUR.

    Nvidia – Mit spezieller KI für Digitalisierung und Augmented Reality

    Bei Nvidia handelt es sich um einen Dauerläufer in Sachen Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Zur Digitalisierung kommt das enorme Entwicklungsfeld des „Metaverse“. Für diejenigen, die sich noch nicht damit beschäftigt haben: Darunter versteht man per Definition einen kollektiven virtuellen Raum, der durch die Konvergenz von virtuell erweiterter physischer Realität und physisch persistentem virtuellen Raum entsteht. Ein klassisches Beispiel für die erste Art des „Metaverse“ ist das Erstellen einer künstlichen Welt, in der man seinen eigenen Avatar individuell gestalten und sich frei bewegen kann, wie im Spiel „Roblox“ sehr gut verdeutlicht. Die zweite Art wird Augmented Reality genannt. Hierbei wird die tatsächliche Realität um Zusatzwissen erweitert.

    Für das genannte „Metaverse“ benötigt man eine hohe Rechenleistung, weil dort riesige digitale Welten erstellt werden und da kommt Nvidia mit seinen Produkten ins Spiel. Die Hochleistungs-GPUs und CPUs des Unternehmens sind dementsprechend breit gefragt, gerade in Kombination mit den hohen Investitionen von Microsoft, Amazon und Alphabet in die neuen virtuellen Welten.

    Die Protagonisten im Wettlauf um diesen riesigen Markt sind Facebook bzw. Meta, Epic, Roblox und Microsoft. Die Nvidia-Aktie hat sich zuletzt auf fast 900 USD hinaufgeschwungen, dann wurde sie 1:3 gesplittet. Bei der Marktkapitalisierung bringt sie nun knapp 700 Mrd. USD auf die Waage. Interessant ist nach der ersten 15%-Korrektur nun der Chart, denn die nächste Haltelinie ist erst bei rund 228 USD auszumachen. Eine Long-Spekulation ist Nvidia daher nur noch sehr langfristig.


    Hightech-Branchen benötigen Kupfer. Das ist aber knapp und teuer. Für Infineon und Nvidia ist der technische Trend bereits angeschlagen, die Aufwärtstrends könnten sehr kurzfristig drehen. Bei Nevada Copper bietet sich eine langfristige Chance als neuer Kupfer-Player im Rohstoffmarkt.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    All-In gehen ist an der Börse extrem risikoreich. Denn auf lange Sicht liegt man mit seinen Einschätzungen nicht immer richtig und so kann ein schlechter Trade die gute Performance schnell einreißen. Der bessere Ansatz wäre sein Portfolio zu diversifizieren. Man verteilt sein Investment auf beispielsweise 10 verschiedene Unternehmen. Da reichen schon zwei große Gewinner, um mehrere Totalverluste mehr als aufzufangen. Wer noch mehr Sicherheit will, fügt seinem Depot Aktien hinzu, die bereits diversifiziert aufgestellt sind. Drei Unternehmen dieser Art beleuchten wir heute näher.

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