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30.12.2020 | 05:15

Encavis, dynaCERT, PNE – nachhaltige Performance-Raketen für 2021

  • Nachhaltigkeit
Bildquelle: pixabay.com

Nachhaltigkeit entwickelt sich unaufhaltsam zu einem wichtigen Kriterium im Investmentprozess. Der Rahmen für nachhaltige Investments wird durch die Auslegung der ESG-Definitionen abgesteckt. Übersetzt steht die Abkürzung ESG für Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Aber wer nachhaltig investiert, muss nicht zwingend auf Rendite verzichten. Wir stellen Ihnen drei erstklassige Investment-Chancen vor.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Carsten Mainitz


ENCAVIS AG – produziert mehr Energie als ein Atomkraftwerk

WKN: 609500 ISIN: DE0006095003 Symbol: CAP
Encavis ist ein größerer unabhängiger Stromerzeuger. Dabei wird der Strom ausschließlich aus Erneuerbaren Energien gewonnen. Die Gesellschaft erwirbt und betreibt Solarparks und (Onshore) Windparks und ist in zehn Ländern Europas aktiv. Durch garantierte Einspeisevergütungen oder langfristige Stromabnahmeverträge werden stabile und planbare Erträge erzielt. Über die Encavis Asset Management AG bietet der Konzern seine Expertise institutionellen Investoren an.

Encavis investiert generell konservativ. Ein Engagement erfolgt nur in Solar- und Windparks, die sich in der Bauphase befinden, schlüsselfertig oder bereits im Betrieb sind. Mittlerweile haben die Hamburger ein beachtliches Portfolio mit einer Leistung von 1,8 GW aufgebaut. Zum Vergleich: ein mittelgroßes Kernkraftwerk verfügt über eine Nennleistung von 1,4 GW und kann damit rund 3,5 Mio. Haushalte versorgen. Gut 2/3 der von Encavis erzeugten Energie wird durch Photovoltaik generiert. In Bezug auf das ganze Portfolio beträgt die durchschnittliche Dauer der garantierten Einspeisevergütung 13 Jahre, was eine hohe Planungssicherheit verspricht.

Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern bei Vorlage der Q3-Daten. Encavis will den Umsatz auf über 280 Mio. EUR (Vorjahr: 273,8 Mio. EUR) steigern. Aktuell ist der SDAX-Konzern mit rund 3 Mrd. EUR bewertet. In ihrer aktuellen Studie empfehlen die Analysten der DZ Bank die Aktie mit einem Kursziel von 25,10 EUR zum Kauf. Das sind satte 20% Aufwärtspotenzial.

DYNACERT INC – die richtigen Antworten aufdrängende Fragen

WKN: A1KBAV ISIN: CA26780A1084 Symbol: DMJ
dynaCERT hat sich im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit ganz dem Thema der Emissionsreduktion verschrieben. Das in Toronto ansässige Unternehmen produziert und vertreibt „Carbon Emission Reduction Technology“ für den Einsatz in Verbrennungsmotoren. Die Gesellschaft hat eine patentierte Wasserstofftechnologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren entwickelt. Damit können Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß deutlich reduziert werden.

Die Technologie wird bereits vielfältig im Markt eingesetzt bei Straßenfahrzeugen, Stromerzeugungsanlagen, Bergbau- und Forstmaschinen, Schiffen und Eisenbahnlokomotiven. Eine wichtige Kundengruppe sind nordamerikanische Fuhrparkbetreiber. Für deren LKWs bietet das CleanTech Unternehmen Umrüstsets an, die sich relativ schnell amortisieren. Zusätzlich können mit einer ebenfalls vom Unternehmen angebotenen Software Kraftstoffeinsparungen gemessen werden. In Zukunft soll die Lösung um weitere Features erweitert werden.

Die innovativen Produkte der Kanadier besitzen viel Potenzial. Denn die Reduktion von Emissionen ist nicht nur aus der Perspektive der Nachhaltigkeit wünschenswert. Mit der Bepreisung von Emissionen wird ein zusätzliches Argument für eine wachsende Nachfrage nach dynaCERT-Lösungen geliefert.

PNE AG – nach Kursverdopplung ausgereizt?

WKN: A0JBPG ISIN: DE000A0JBPG2 Symbol: PNE3
Seit Mitte der 90er-Jahre ist die PNE-Gruppe erfolgreich in der Windenergie-Branche tätig. PNE-bildet die gesamte Wertschöpfungskette von Entwicklung, Projektierung, Realisierung, Finanzierung, Betrieb, Vertrieb und Repowering von On-Shore-Windparks ab. Zudem werden Windparks auf See bis zur Baureife entwickelt. 2019 durchbrach die Gesellschaft die Marke von 3.000 MW installierter Nennleistung. Derzeit ist die PNE-Gruppe in Europa, Südafrika und Nordamerika aktiv.

Zukünftig will sich PNE wesentlich breiter aufstellen. Vision ist die Wandlung zu einem „Clean Energy Solutions Provider“, d.h. zu einem Anbieter von Lösungen aus unterschiedlichen Erneuerbaren Energien. Neben der Windenergie sollen auch Photovoltaik sowie Speicherlösungen und Power-to-Gas-Technologien mit einem Schwerpunkt bei Wasserstoff Gegenstand der Geschäftstätigkeit sein. Zudem soll der geografische Aktionsradius deutlich erweitert werden.

Für das laufenden Geschäftsjahr bestätigte PNE die operativen Gewinnziele mit einem EBITDA in Höhe von 15 bis 20 Mio. EUR und mit einem EBIT in Höhe von 5 bis 10 Mio. EUR. Die 9M-Zahlen zeigten aufgrund weniger Projektveräußerungen einen Verlust. Die Gesellschaft ist aktuell mit rund 620 Mio. EUR bewertet. Die Aktie hat sich 2020 auf 8 EUR verdoppelt. Zieht man die Meinung der Analysten von First Berlin zu Rate, dann ist der Titel ausgereizt. Wir meinen aber, wer sich die mittelfristigen Perspektiven vor Augen führt, erkennt weiteres Aufwärtspotenzial.


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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