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18.05.2021 | 05:10

Commerzbank, Theta Gold Mines, Deutsche Telekom – Hier steckt enormes Aufholpotenzial

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Bildquelle: pixabay.com

Lange Jahre fristete die „Volksaktie“ der Deutschen Telekom ein Schattendasein. Während sich andere DAX-Titel in den vergangenen Jahren teilweise vervielfachen konnten, verharrte das Telekommunikationsunternehmen seit mehr als 5 Jahren in einer Seitwärtsbewegung. Aktuell stehen die Chancen, getrieben durch die hervorragende Entwicklung der US-Tochter, gut, aus der Lethargie auszubrechen. Vergleichbar ist die technische Lage bei Gold. Ein Ausbruch aus dem seit August gebildeten Abwärtstrend könnte das Edelmetall in neue Höhen katapultieren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
ISIN: AU0000035701 , US2515661054 , DE000CBK1001


Deutsche Telekom – Ausbruch steht bevor

Mit 17,21 EUR lag die Aktie der Deutschen Telekom gestern mit 2,4% im Plus und nur knapp unter ihrem Jahreshoch bei 17,40 EUR. Ein Überwinden würde den Weg für das 2017-er Hoch bei 18,14 EUR freimachen. Mit einem Ausbruch würde die DTAG einen mehr als 20 Jahre existierenden Hochpunkt durchbrechen, was dem Kurs noch einmal einen deutlichen Schub verleihen sollte. Abgesichert ist der Wert durch eine breite Unterstützungszone im Bereich um 16,50 EUR.

Der Grund für den starken Anstieg war eine Heraufstufung der britischen Barclays Bank. So hoben die Experten die Aktie der Bonner auf „overweight“ und erhöhten das Kursziel auf 23,00 EUR. Angetan hat den Barclays-Analysten vor allem die Sparte Wholesale, in der die Telekom mit anderen Telekommunikationsanbietern oder Resellern Geschäfte macht.

Rückenwind bekommt das Unternehmen ebenfalls von seiner Tochter T-Mobile US, die in den Vereinigten Staaten führend im Zukunftsmarkt der 5G-Netze ist. So erreicht das aktuell noch im Aufbau befindliche 5G-Netz von T-Mobile US knapp 300 Millionen Menschen. Gegenüber dem nächsten Verfolger AT&T bedeutet dies eine doppelt so hohe Netzabdeckung. Bei den Zahlen zum ersten Quartal toppte der drittgrößte Telekom-Konzern der USA die Analystenschätzungen. Der Umsatz erreichte 19,8 Mrd. USD bei einem Gewinn von 933 Mio. USD, was einem Gewinn pro Aktie von 0,74 USD entspricht.

Theta Gold Mines – Starke Marge

Auch der Goldpreis steht vor dem Comeback. Nach dem März-Tief und dem Ausbilden eines doppelten Bodens bei 1.680 USD ging es aufgrund zunehmender Inflationssorgen der Anleger wieder steil nach oben. Aktuell notiert der Preis je Unze bei 1.863 USD und hat gestern die mittelfristige Abwärtstrendlinie bei 1.855 USD durchbrochen. Nächstes Ziel ist das Niveau um 1.875 EUR. Neben dem wieder erstarkten Goldpreis rücken auch interessante, unterbewertete Goldminenaktien in den Vordergrund.

Die Aktie von Theta Gold Mines sticht hierbei aus mehreren Gründen heraus. Zum einen steht das Unternehmen spätestens 2022 vor dem Übergang von einem Junior-Explorationsunternehmen zu einem Goldproduzenten. Zum anderen wartet Theta Gold Mines mit im Branchenvergleich sehr niedrigen Produktionskosten auf, die aktuell 50% unter dem aktuellen Goldpreis liegen.

Das Unternehmen besitzt über 62.000 Hektar Goldabbaurechte, die den Großteil der Eastern Transvaal Gold Fields ca. 350 km östlich von Johannesburg abdecken. Durch die Ausrichtung auf hochgradige, oberflächennahe Gold-Riff-Lagerstätten auf den Goldfeldern Pilgrims Rest und Sabie Gold Fields, plant das Management durch den Einsatz moderner Bergbau- und Goldverarbeitungstechniken über 350.000 Unzen Gold zu produzieren. Insgesamt besitzt Theta Gold Mines 43 historische Minen. Um einen dauerhaften Cash-Flow zu generieren, wird Zug um Zug mit der Entwicklung von zunächst drei oberflächennahen Minen begonnen.

Zukünftig soll auch unter der Erde nach dem gelben Edelmetall geschürft werden. Eine Vormachbarkeitsstudie für den Untertagebau wurde Mitte April fertiggestellt. Die Aktie von Theta Gold Mines wird seit kurzem neben dem Nasdaq OTCQX Best Market auch in Frankfurt gehandelt. Mehr als 60% sind in den Händen institutioneller Investoren. Der Kurs liegt aktuell bei 0,18 USD. Analysten von Zacks Small Cap Research gaben der Aktie ein „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 0,69 USD.

Commerzbank – Ist das die Trendwende?

Viel Schmerz mussten die krisengeplagten Investoren der Commerzbank in den letzten Jahren ertragen. Seit 2007, als das Papier noch Splitt-bereinigt um die 280 EUR notierte, verlor die Aktie über 95% an Wert. Mit den Zahlen zum ersten Quartal, die aufgrund der guten Bedingungen an den Kapitalmärkten, dem sich erfreulich entwickelnden Privatkundengeschäft sowie der durchgeführten Kosteneinsparungen auch für die Analysten überraschend positiv ausfielen, keimt nun wieder verhaltene Hoffnung auf eine Trendwende auf.

Während Analysten im Durchschnitt einen Verlust in Höhe von 131 Mio. EUR erwartet hatten, präsentierte der seit Jahresbeginn 2021 amtierende Vorstandsvorsitzende Manfred Knof einen Konzernnettogewinn in Höhe von 133 Mio. EUR. Der Quartalsgewinn kam vor allem deshalb überraschend, weil die Bank wegen Restrukturierungen, wie angekündigt, 465 Mio. EUR für Abfindungen an mehr als 10.000 nicht mehr benötigte Mitarbeiter zurückstellte.

Durch die erfreulichen Quartalszahlen erhöhte die Deutsche Bank ihr Kursziel von 6,00 EUR auf 6,50 EUR. Das Urteil wurde auf „Halten“ belassen. Nach einer Kursverdopplung seit den Tiefstständen im April des vergangenen Jahres, notierte die Aktie im gestiegen Handelsverlauf bei 6,40 EUR. Ein Ausbruch über den Widerstand bei 6,80 EUR würde der Aktie Auftrieb in Richtung 8,00 EUR geben. Kurzfristig sehen wir aufgrund der Überkauftheit jedoch eine kurze Verschnaufpause im Bereich um 6,00 EUR.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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