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2021-12-21 05:10

BioNTech, Memiontec, Bayer – Katastrophale Zustände

  • Wasser
Bildquelle: pixabay.com

Es steht außer Frage, dass die Corona-Pandemie mit allen Mitteln bekämpft werden muss. Dennoch gibt es außer dem Virus und der Frage nach Impfen, Testen oder Boostern noch weitaus schlimmere Probleme auf dem Planeten Erde. Lesen Sie in den täglichen Top-News zum Beispiel, dass rund 2,2 Mrd. Menschen keinen nachhaltig sicheren und sofort verfügbaren Zugang zu Trinkwasser haben? Oder dass jährlich 361.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen sterben, die durch schmutziges Wasser und verunreinigte Lebensmittel verursacht werden? Das Thema Wasser wird in den nächsten Jahren einen immer größeren Stellenwert in den Schlagzeilen einnehmen. Bereits jetzt können Sie in die Gewinner von morgen investieren.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Memiontec Holdings Limited | SGXE56008290 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    Memiontec – Stark wachsende Geschäfte

    Der globale Wasserverbrauch steigt unaufhörlich weiter. Durch veränderte Konsumgewohnheiten, das Bevölkerungswachstum sowie die fortlaufenden Industrialisierung liegt dieser rund sechs Mal höher als im letzten Jahrhundert und steigt pro Jahr um 1% weiter an. Dagegen sorgt laut Wissenschaft die Klimaerwärmung dafür, dass das kostbare Gut immer knapper und die Qualität immer schlechter wird.

    Trotz der Technisierung ist auf dem Sektor des Wassermanagements noch zu wenig passiert. Bis zu 90% aller Abwässer weltweit werden unbehandelt abgelassen und belasten Umwelt und Trinkwasservorräte. Eine der wenigen Unternehmen, die sich seit Jahrzehnten mit diesem Thema beschäftigt, ist die in Singapur ansässige börsennotierte Memiontec Holdings. Der Börsenwert des neben Singapur auch in Frankfurt notierten Konzerns liegt bei rund 110 Mio. EUR. Neben vollen Auftragsbüchern in Höhe von knapp 60 Mio. EUR bietet Memiontec seinen Anteilseignern eine jährliche Dividende in Höhe von 25%, die in den nächsten Jahren weiterwachsen soll.

    Seit rund 20 Jahren entwickelt der Pionier Komplettlösungen für das Wasser- und Abwassermanagement in China, Indonesien und Singapur. Staatliche Einrichtungen, wie der Infrastrukturentwickler Jakpro oder die nationale Wasserbehörde Indonesiens PDAM zählen ebenso zur Kundschaft wie private Unternehmen aus unterschiedlichsten Industriezweigen Asiens. Dabei wird die komplette Wertschöpfungskette mit einem Vier-Säulen-Modell angeboten, was die Skalierungseffekte deutlich nach oben treibt.

    Neben der Bereitstellung von Gesamtlösungen inklusive Wartungsverträgen und dem Vertrieb von modularen und kundenspezifischen Systemen und Ausrüstungen sind die Segmente „Build-Own-Operate-Transfer“ (BOOT) und „Transfer-Own-Operate-Transfer“ (TOOT) die langfristigen Gewinntreiber. Durch Kooperationen mit einer Laufzeit von meist mehr als 25 Jahren mit öffentlichen und privaten Partnern wird in die Instandhaltung von Wasseraufbereitungs-Infrastrukturen investiert. Neben den Einnahmen aus den Betriebs-, Wartungs- und Serviceleistungen generiert Memiontec durch den Vertrieb von gereinigtem Wasser langfristige und wiederkehrende Erträge.

    Durch den Abschluss von weiteren Kooperationen will Memiontec weiterwachsen. Auch Akquisitionen sind laut dem Management jederzeit möglich. Zudem soll die Expansion nach China ausgebaut werden. Nach einer kurzen Verschnaufpause im Bereich um 0,40 EUR konnte der Aktienchart wieder mit größerem Volumen nach oben drehen. In Hinblick auf das große Thema Wasserknappheit ist es fast zwingend, sich dieses Unternehmen näher anzusehen.

    BioNTech – Ausbruch steht bevor

    Ebenfalls konsolidieren musste die Aktie des Impfstoffherstellers BioNTech. Nach einem Zwischenhoch Ende November bei 373,58 USD Ende November ging es steil auf das Ausbruchsniveau bei 260 USD zurück. Seither bildet der Chart ein steigendes Dreieck aus, das bei einem Überwinden bei 289,82 USD ein Kaufsignal generieren dürfte und ein Anlaufen des November-Hochs zur Folge haben dürfte.

    Operativ scheint weiterhin alles in Butter. Neben dem neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach machte auch die Europäische Union Inventur und sieht aufgrund der zu erwarteten steigenden Infektionszahlen aufgrund der Omikron-Variante größeren Bedarf. So wurden weitere 20 Mio. Dosen des Comirnaty-Vakzins geordert. „Diese Dosen kommen zu den bereits geplanten 195 Millionen Dosen von BioNTech-Pfizer hinzu. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Lieferungen im ersten Quartal auf 215 Millionen“, so die EU-Kommission.

    Bayer AG – Licht und Schatten

    Glyphosat belastet weiterhin das Geschehen der Bayer AG. So droht den Leverkusenern ein milliardenschweres Kapitalanleger-Musterverfahren. Die Rechtsanwaltsgesellschaft Tilp, die über 250 institutionelle Investoren vertritt, lässt das Oberlandesgericht Köln feststellen, ob Bayer bei der Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto wesentliche Risiken verschwiegen habe. Dadurch sehen sich die Investoren getäuscht und fordern Schadenersatz, wobei sich die Ansprüche auf mehr als 1 Mrd. EUR belaufen würden. Bayer weist die Klage zurück und betont, der Konzern sei "seinen Veröffentlichungspflichten nachgekommen".

    Neben dem Rattenschwanz, den Bayer seit der Monsanto-Übernahme hinter sich herzieht, gibt es auch positive Schlagzeilen. So steht das Diabetes-Medikament Finerenon vor EU-Zulassung. Der Aktienkurs konnte sich seit seinen Tiefstständen bei 43,90 EUR etwas erholen, steht jedoch aktuell vor einem markanten Widerstand bei 47 EUR, wodurch sich ein Engagement eher nicht aufdrängt.


    Corona ist das vorherrschende Thema in der Gesellschaft. Dabei werden Probleme wie die Wasserknappheit, die in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen wird, vergessen. Memiontec entwickelt seit über 20 Jahren Systeme für die Wasseraufbereitung. BioNTech wird für Anleger kurzfristig interessant, bei Bayer drängt sich aktuell kein Investment auf.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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