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03.02.2022 | 05:08

JinkoSolar, Memiontec, Nordex – Elementare Gewinnchancen!

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Bildquelle: pixabay.com

Feuer, Wasser, Luft und Erde – dies sind nach alter Lehre die bestimmenden Elemente unserer Welt. Die Frage ist, wie wir uns diese in Zukunft nutzbar machen können, ohne uns selbst dabei zu zerstören. Dabei geht es zum einen um zukünftige Einsatzmöglichkeiten, zum anderen aber auch um die Frage, wie wir einen gerechten Zugang für alle Menschen schaffen können, um drohende Verteilungskonflikte abzuwenden. Im Folgenden drei Unternehmen, deren Gewinne auf jeweils einem dieser Elemente basieren.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: Memiontec Holdings Limited | SGXE56008290 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    JinkoSolar – Sonnige Aussichten

    Pro Sekunde setzt unsere Sonne mittels Kernfusion von Wasserstoff zu Helium rund 4 Millionen Tonnen ihrer Masse in energetische Strahlung um. Davon erreicht die Erde während eines Jahres nach Abzug aller Reflexions- und Absorptionsverluste etwa 885x1018Wh Energie. Dies entspricht etwa dem 37.000-fachen der aktuellen Weltstromerzeugung. Davon gelingt es uns mit unseren heutigen Solaranlagen etwa ein Millionstel in elektrische Energie umzusetzen. Diese Zahlen verdeutlichen, wie groß das Potenzial für Solarenergie auch für die Zukunft bleibt.

    Theoretisch wäre eine annähernde Deckung des weltweiten Strombedarfs nur aus Solarenergie möglich. Doch dazu müssten, abgesehen von der Schaffung von entsprechenden Speichermöglichkeiten, zum einen die Produktionskapazitäten für Solarmodule massiv ausgebaut, zum anderen weitere Effizienzsteigerungen bei der Umwandlung von Strahlung in elektrische Energie erzielt werden. An beiden Problemen arbeitet unter anderem das chinesische Unternehmen JinkoSolar, das mit 23 über den Globus verteilten Produktionsstätten zu den weltweit größten und innovativsten der Branche zählt. Im vergangenen Jahr war es JinkoSolar gelungen, den Effizienzgrad von Solarmodulen erstmals über die Schwelle von 25% zu heben.

    Um sein weiteres Wachstum zu finanzieren, hat das Unternehmen kürzlich seine operative Tochter Jiangxi Jinko an die Börse gebracht. Bei einem Ausgabepreis von 5 Yuan (umgerechnet etwa 0,70 EUR) war die Aktie äußerst begehrt und konnte so den ersten Handelstag (26.01.2022) mit einem Plus von rund 111% (10,55 Yuan) abschließen. Insgesamt hatte JinkoSolar 20% der 10 Mrd. ausstehenden Aktien über die Börse verteilt. Der Börsengang war zunächst kritisch beäugt worden, nachdem die Aktie von JinkoSolar selbst im Verlauf des Jahres 2021 rund 20% seines Wertes eingebüßt hatte. Die Anteilsscheine von JinkoSolar konnten nach einem kurzen Einbruch Ende Januar wieder Kurs auf die 40 EUR Marke nehmen.

    Memiontec – Sprudelnde Gewinne

    Der singalesische Experte verfügt über zwanzig Jahre Erfahrung im Fresh- und Wastewatermanagement sowie im Bereich der patentierten Aufbereitungsverfahren auf Basis der Membran-Ionenaustauschtechnologie. Memiontec konnte kürzlich den Start des Verkaufs von Frischwasser nach Fertigstellung der ersten Ausbaustufe des Build-Own-Operate-Transfer-Projektes (BOOT) in der Millionenstadt Pekanbaru (Indonesien) verkünden.

    Die Anlage hat aktuell eine Kapazität von 200 LPS (Liter pro Sekunde) und soll im weiteren Verlauf unter Einbeziehung der Sanierung und Modernisierung der bestehenden Wasseraufbereitungsanlage zunächst auf 500 LPS erhöht werden. Spätestens bis 2026 soll dann eine weitere Anlage mit einer Kapazität von 250 LPS in Betrieb gehen. Der Vertrag mit der nationalen Wasserbehörde PDAM ist auf eine Laufzeit von 25 Jahren ausgelegt und sichert dem Unternehmen so kontinuierliche Mittelzuflüsse.

    Ein zweites BOOT-Projekt in der indonesischen Hauptstadt Jakarta („Hutan Kota“) hat mit 450 LPS bereits die zweite Ausbaustufe erreicht. Insgesamt hat sich Memiontec drei Asset-Ownership-Projekte in Indonesien gesichert. Weitere Projekte verfolgt das Unternehmen – hauptsächlich in Form von Privat-Public-Partnership-Projekten (PPP) mit Kommunen und Industriebetrieben – in China, welches neben Singapur und Indonesien den dritten Standort mit eigener Tochtergesellschaft darstellt.

    Dabei kann der Konzern entspannt in die Zukunft blicken: Für 2022 liegt dem aktuell mit rund 152 Mio. SGD, umgerechnet 100 Mio. EUR, bewerteten Unternehmen bereits ein Auftragsbestand von rund 84 Mio. SGD vor. Die Aktie, deren Kurs sich im Verlauf eines Jahres in etwa verdreieinhalbfachte, ist sowohl an der Singapur Exchange (SGX) als auch in Frankfurt notiert.

    Nordex – Rückenwind oder Gegenwind?

    Nordex, deutsche Nummer drei und weltweite Nummer acht der Hersteller von Onshore-Windkraftanlagen nach installierter Leistung, war im Januar mit einem Volumen von 365,3 Mio. EUR der meistgehandelte SDAX-Titel. Trotz eines angespannten Marktumfelds für Technologietitel, steigender Rohstoffpreise durch weltweite Inflation und gestörte Lieferketten, sowie der Aussicht auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank FED, gelang es den Hanseaten, Investoren nach dem zwischenzeitlichen Erreichen eines neuen 12-Monats-Tiefs zu einem Wiedereinstieg zu bewegen.

    Anleger sehen das Unternehmen kritisch, weil das Geschäft stark unter steigenden Rohstoffpreisen leidet. So konnte der Windanlagenhersteller für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2021 zwar ein starkes Umsatzplus ausweisen (+25%), jedoch belasteten gestiegene Material- und Logistikkosten so stark, dass am Ende ein Verlust von 103,7 Mio. EUR eingefahren wurde. Positiv stimmte die Anleger wiederum der stark gestiegene Auftragseingang, der um 21,8% auf nunmehr 3,22 Mrd. EUR kletterte. Der Börsenwert der Deutschen liegt aktuell bei rund 2,3 Mrd. EUR.


    Feuer, Wasser, Luft – Was ist Ihr Favorit? Alle drei Unternehmen besetzen wichtige Zukunftsthemen. Aktuell steht mit dem Schlagwort „Klimawende“ sicherlich die emissionsfreie Energieerzeugung bei vielen ganz oben auf der Agenda. Vor diesem Hintergrund bietet sich insbesondere der Solarzellenproduzent JinkoSolar an. Auch wenn das große Bild bei Nordex stimmt, werden hohe Rohstoffpreise und Lieferkettenprobleme bei der Aktie zuerst keinen Höhenflug zulassen. Die größten Chancen sehen wir aktuell bei Memiontec. Dabei kommt dem Unternehmen zugute, dass Verträge mit der öffentlichen Hand lange Laufzeiten von bis zu 25 Jahren aufweisen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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