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03.02.2021 | 04:50

Xpeng, Q&M Dental, SAP – Unglaubliche Wachstumschancen!

  • Wachstum
Bildquelle: pixabay.com

Eine Überraschung des vergangenen Jahres war der plötzliche Boom der Börsengänge, vor allem in den USA. Dieser Trend dürfte sich im anlaufenden Jahr noch beschleunigen. Der Börsenstart des Tochterunternehmens von SAP macht Lust auf mehr. Lust auf mehr bekommt auch die asiatische Mittelschicht. Durch die enorm wachsende Kaufkraft explodiert der Konsum. Branchen wie Wellness und Ästhetik stehen in den nächsten Jahren vor einem ungeahnten Hype.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner


Q&M Dental – Vom Boom profitieren!

WKN: A1JXY2 ISIN: SG2E73981531 Symbol: QMBN
Chinas Wirtschaft wächst, und dies schneller und deutlicher als in anderen Teilen der Erde. Das hat zur Folge, dass mit der Zeit auch das Lohnniveau, vornehmlich der Mittelschicht, angehoben wird. Im Moment sieht man, vor allem in südostasiatischen Ländern, eine Erhöhung des Lebensstandards. Der Konsum wird angeheizt. Die Nachfrage nach Reisen, Konsumgütern sowie Wellness und Ästhetik wächst. Das in Singapur niedergelassene Unternehmen Q&M Dental Group profitiert enorm vom explodierenden Markt der Dentalästhetik und Zahnmedizin. Die Dentalgruppe ist dort der mit Abstand größte Anbieter von zahnmedizinischen Leistungen und betreibt 114 Zahnarztpraxen, 5 medizinische Kliniken und 3 Vertriebsgesellschaften für zahnmedizinisches Zubehör und Ausrüstung in Singapur, Malaysia und China. Mit Hilfe von 230 Zahnärzten und über 400 Mitarbeitern betreut die Q&M Dental Group mehr als 600.000 Patienten.

Ebenfalls führend ist das börsennotierte Unternehmen, das im Augenblick einen Börsenwert von 219,87 Mio. EUR aufweist, im Bereich Forschung. So wurde in einem Joint Venture mit international führenden Organisationen eine Plattform aufgebaut, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Grunderkrankung des Patienten identifizieren und die geeignetste Behandlungsmethode vorschlagen kann.
Für 2021 steht weiteres Wachstum im Vordergrund, welches Corona bedingt bereits verschoben werden musste. So plant das Management der Q&M Dental Group die Expansion nach Malaysia und China sowie die Eröffnung zehn weiterer Zahnkliniken. Das sehr interessante Unternehmen wird neben der Hauptbörse in Singapur auch in Deutschland gehandelt.

Xpeng – Bombastischer Sprung

WKN: A2QBX7 ISIN: US98422D1054
Die Absatzzahlen für den Monat Januar lesen sich für das chinesische Elektroauto-Startup fantastisch. So konnte Xpeng 6.015 Fahrzeuge ausliefern. Dies entspricht einem Anstieg von 470% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zusammengesetzt hat sich der Gesamtabsatz aus 3.710 Einheiten des P7 sowie 2.305 G3. Im Gesamtjahr 2020 konnte man ebenfalls eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielen. So wurden insgesamt 27.041 Units ausgeliefert, 112% mehr als im Jahre 2019. Wie wir bereits im Januar berichteten, stehen die Zeichen bei Xpeng weiter auf Wachstum. So wurde dem chinesischen Autobauer von fünf Großbanken Chinas, darunter drei der Regierung sehr nahestehenden Finanzinstitute, ein Finanzierungsrahmen von insgesamt 2 Mrd. USD zugesagt.

Auch beim Konkurrenten Nio wurde wieder ein Rekordmonat verzeichnet. So konnte man insgesamt 7.225 Fahrzeuge ausliefern, ein Plus von satten 352,1% gegenüber dem Januar 2020. Dabei wurden 2.720 Units vom ES6, dem 5-Sitzer-Elektro-SUV, und 1.660 Einheiten vom ES8, dem 6- bis 7-Sitzer-Elektro-SUV des Unternehmens abgesetzt. Im Monat Dezember wurden 7.007 Einheiten vertickt. Hier sieht man jedoch gegenüber den Vormonaten das erste Mal eine Verlangsamung des Wachstums.

SAP – Die Tochter tanzt!

WKN: 716460 ISIN: DE0007164600 Symbol: SAP
Es ist vollbracht! Die Tochter der Walldorfer wurde erfolgreich an die Nasdaq geführt. Die Aktien von Qualtrics wurden im Börsengang für rund 30,0 USD je Stück verkauft, hinzu kamen 550 Mio. USD durch den besprochenen Einstieg des US-Finanzinvestors Silver Lake. Am Ende des ersten Handelstags schloss die Qualtrics-Aktie am Vorabend bei 45,50 Dollar mit einem Plus von knapp über 50%. Mit dem Anteilsverkauf klingelt es in den Kassen von SAP. Rund 2,5 Mrd. USD konnten mit dem Gang an die Börse erlöst werden, davon sollen laut Unternehmensmeldungen 500 Mio. USD dem Datenspezialisten Qualtrics als Liquiditätsspritze zukommen. Der Rest, rund 1,9 Mrd. USD, fließt an die deutsche Mutter. Mit dem eingenommenen Kapital plant man Schulden zu senken. Ebenfalls wäre durch dem Sondereffekt eine Erhöhung der Dividende möglich.

Zufrieden war das Gros der Analysten mit den Zahlen zum vierten Quartal 2020. Demnach reduzierte sich der Umsatz der Walldorfer um 6,3 Prozent auf 7,54 Mrd. EUR. Der Gewinn stieg um 17,7% auf 1,91 Mrd. EUR an. Für 2021 rechnen die Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 3,82 EUR. Bei der Dividende soll wie im letzten Jahr 1,80 EUR pro Anteilsschein ausgeschüttet werden. Vor allem die Stabilisierung des Cloud- Geschäfts konnte die meisten Analystenhäuser zufriedenstellen. So beließ die britische Investmentbank Barclays die Einstufung auf „overweight“ mit einem Kursziel von 134 EUR. Auch charttechnisch hat sich das Bild bei SAP aufgehellt. Sollte der Widerstand von 110 EUR, an dem die Aktie in der vergangenen Woche noch scheiterte, nachhaltig überwunden werden, dürfte die Kurslücke nach dem Zahlendebakel zum dritten Quartal bei 123 EUR relativ zügig geschlossen werden.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Kommentar von Carsten Mainitz vom 06.01.2021 | 04:50

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Scottie Resources, Bitcoin, Tesla: Raketenantrieb gefragt!

  • Gold
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  • Wachstum

Gold wurde gestern abermals von Analystenseite abgewählt und erreichte mit 1.831,00 USD ein 3-Monats-Tief. Die Deutsche Bank hat jüngst Zahlen zur Performance auf den traditionellen Märkten und dem Kryptomarkt nach der optimistischen Entwicklung hin zu einem Impfstoff gegen Covid-19 veröffentlicht. Neben unterschiedlichen Wertzuwächsen an den Aktienmärkten mit Anstiegen zwischen 5 und 15% wurde auch der Bitcoin als einer der größten Gewinner identifiziert. Die Attraktivität von Bitcoin als alternative Absicherung nimmt nach Ansicht der Analysten der Deutsche Bank weiterhin zu. Man erwartet weitere Anstiege, allerdings sollten wir die vielen Spekulanten nicht vergessen, die dem Raketen-Trend wohl ohne Skrupel hinterherjagen.

Es scheint aber auch fundamental eine steigende Nachfrage zu geben, speziell den Bitcoin dort einzusetzen, wo früher Gold zur Absicherung diverser Dollar- oder Inflationsrisiken verwendet wurde. Der Bitcoin und auch andere TOP10 Kryptos konnten allein in diesem Monat schon zwischen 20-50% zulegen, der Run ähnelt der Entwicklung in den Jahren 2017-2018. Gold und Silber hingegen zeigen charttechnisch weiterhin Konsolidierungsbedarf an, viele Investoren schichten ihre Sicherheitsanlagen wohl derzeit in andere Bereiche um. Lang sollte diese Abwärtsbewegung aber nicht mehr anhalten, außer der Bitcoin erreicht tatsächlich das Kursziel 100.000,00 USD des bekannten Bitcoin-Bullen Max Keiser. Dann stehen uns wohl noch mehrere Raketen-Starts alla Cape Canaveral ins Haus. Wenn nicht, besteht natürlich erheblicher technischer Korrekturbedarf, welcher wegen des 24 Std-Handels auch mal über Nacht zuschlagen kann.

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Kommentar von Nico Popp vom 21.10.2020 | 05:50

Orange, Total, Osino Resources: Wie profitieren vom Wachstum in Afrika?

  • Afrika
  • Investments
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  • Edelmetalle

Afrika ist ein Boom-Kontinent: Viele Rohstoffe locken Investoren an und die junge Bevölkerung drängt immer besser ausgebildet in Zukunftsbranchen. Da ist es kein Wunder, dass auch viele Unternehmen aus Europa und Nordamerika in Afrika gute Geschäfte machen. Dass der Kontinent mehr zu bieten hat, als viele Menschen noch immer glauben, hat Mobilfunkanbieter Orange erkannt. Der drittgrößte Telekommunikationsriese Europas hat während der vergangenen Jahre aggressiv in Afrika zugekauft. Inzwischen entfallen mehr als 13% der Umsätze auf Afrika und den Nahen Osten. Statt nur auf Telefonie, agiert Orange in Afrika als eine Art Bank. Dank einer App können Menschen Zahlungen vornehmen – das ist sicherer und flexibler als Bargeld und kommt vor allem bei der jungen Bevölkerung gut an.

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