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31.05.2021 | 05:30

Steinhoff, Osino Resources, Barrick Gold – Von Zockeraktien und Goldperlen

  • Gold
  • Kupfer
  • Namibia
  • Steinhoff
  • Osino Resources
  • Barrick Gold
Bildquelle: pixabay.com

Wie legt man sein Geld am besten an? Darüber streiten sich die Geister. Die einen wollen den schnellen großen Gewinn und sind bereit dafür große Verluste hinzunehmen. Dieser Weg ist für die meisten Anleger aber psychologisch schwer zu verkraften. Dann gibt es die Wachstumsorientierten, die bereit sind, kalkulierbare Risiken einzugehen und größere Profite zu machen. Die letzte Gruppe investiert konservativ und will sich über Dividenden langfristig ein passives Einkommen zulegen. Man scheut die Risiken. Passend zu dieser Kategorisierung, haben wir uns heute drei Aktien aus einem spannenden Umfeld herausgesucht. "Hat der Rohstoff-Superzyklus begonnen?", titelte unlängst die FAZ.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: NL0011375019 , CA68828L1004 , CA0679011084

Inhaltsverzeichnis:


    Steinhoff – es bleibt spannend

    Seit Monaten wird die Frage diskutiert, ob es Steinhoff gelingt, den Bilanzskandal hinter sich zu lassen, der das Unternehmen beinahe zu Fall gebracht hätte. Das Unternehmen befindet sich nach wie vor in der Restrukturierung und man nutzt auch sehr geschickt Freiheiten in der Bilanzierung. Die Beteiligung Pepco wurde erfolgreich an der Warschauer Börse platziert und in den Börsenhandel gebracht. Neben Einnahmen von etwa 900 Mio. EUR wurde der Wert der Beteiligung in den Büchern von Steinhoff deutlich nach oben korrigiert.

    Eine weitere wichtige Rolle bei den Vergleichsverhandlungen mit den Gläubigern spielt die Tochter Pepkor, die 50% der Forderungen abdecken soll. Im April wurde ein Immobiliendeal zwischen der Steinhoff International Holding und Pepkor abgesegnet, bei der Steinhoff unter dem Strich einen Buchgewinn von etwa 50% auf die vorherige Pepkor Bewertung ausweisen konnte. Die Zahlen von Pepkor waren sowohl beim Umsatz mit +8,1%, als auch beim operativen Gewinn mit +18,5% stark.

    Aktionäre warten aktuell auf den 4. Juni, an dem sich das Gericht in Amsterdam den Anträgen von Hamilton und Lancaster widmen wird. Steinhoff bleibt also weiterhin eine heiße Wette, die nur von sehr spekulationsfreudigen Investoren eingegangen werden sollte. Kommt Steinhoff wieder auf die Beine, winken größere Kurssprünge, aber es ist auch ein Totalverlust möglich.

    Osino Resources – großes Potential

    Osino Resources wird von einem erfahrenen Management Team geführt, das bereits im Jahr 2011 das damalige Namibia-Projekt Auryx Gold für 160 Mio. USD an B2 Gold verkaufte. Das neue Gebiet des Hauptprojektes ist 6.577 km² groß und trägt den Namen Twin Hills. Es liegt nördlich der Landeshauptstadt und profitiert von der guten Infrastruktur und einer bergbaufreundlichen Regierung.

    Nach den ersten Funden bei Twin Hills, wurde für 2021 eine beschleunigte Projektentwicklung beschlossen, da sich in der Nähe bereits zwei produzierende Goldminen befinden. Am 26. Mai gab das Unternehmen bekannt, dass bereits 32.893m von 42.000m In-Fill-Löcher gebohrt sind. Von den geplanten 25.000m Explorationsbohrungen sind bereits schon 17.889m abgeschlossen und man konnte Gold bis zu 2,66g pro Tonne nachweisen. Aktuell stehen noch mehr als 130 Untersuchungsergebnisse aus. Diese sollten in spätestens zwei Monaten vorliegen.

    Das Unternehmen besitzt eine große Explorationspipeline, Twin Hills ist da erst der Anfang. Als Plus darf auch die Aktionärsstruktur angesehen werden. 34% sind in institutioneller Hand, 38% halten Insider und nur 28% Retailer. Dazu steigt aktuell der Goldpreis. Wer in Gold investieren möchte, ist hier langfristig sicherlich gut aufgehoben.

    Barrick Gold – profitiert von den hohen Rohstoffpreisen

    Barrick Gold, einer der größten Goldproduzenten der Welt, gab am 5. Mai Ergebnisse für das erste Quartal 2021 bekannt. Das Unternehmen steigerte seinen Gewinn um 78 %. Der Umsatz belief sich im ersten Quartal auf knapp 2,96 Mrd. USD, was einer Steigerung von 8,8 % entspricht. Von Januar bis März 2021 betrug der Nettogewinn aufgrund der hohen Gold- und Kupferpreise 507 Mio. USD, verglichen mit 285 Mio. USD im Vorjahresvergleich.

    Die Goldproduktion ging um 12% auf 1,1 Mio. Unzen zurück. Trotzdem sollen die Produktionsziele für 2021 erreicht werden. Das Unternehmen konnte sich bei vielen ESG-Kennzahlen verbessern und das Porgera Projekt kann den Betrieb wiederaufnehmen. Es gab auch einige vielversprechende Bohrergebnisse aus dem Explorationsprogramm.

    Als Sahnehäubchen bekommen die Aktionäre neben einer Quartalsdividende von 0,09 USD ein Drittel der 750 Mio. USD Kapitalrückflussausschüttung in Höhe von 0,14 USD pro Aktie. Der Stichtag für den Erhalt dieser Sonderausschüttung war der 28. Mai. Die Aktie von Barrick Gold hat den Abwärtstrend der Konsolidierung gebrochen und wird bei steigendem Gold- und Kupferpreis sicherlich höhere Kurse sehen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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