Menü schließen




30.06.2021 | 05:30

SAP, Barsele Minerals, BioNTech – Aktien sind alternativlos

  • Gold
  • Goldmine
  • Impfstoff
  • Cloud
  • SAP
  • Barsele Minerals
  • BioNTech
Bildquelle: barseleminerals.com

Die USA erwarten ein Wachstum von 7% in diesem Jahr und auch in Deutschland werden immerhin 3,7% erwartet. Dieses Wachstum liegt über der aktuell erwarteten Inflation. Als Anleger sollte man vor 2023 keine Angst haben, auch wenn die FED dann zweimal die Zinsen anheben will. Man kann getrost davon ausgehen, dass die Zinsen von diesem historisch tiefen Niveau höchstens marginal steigen, und das wiederum ist ein Zeichen für Volkswirtschaften mit Wachstumsaussichten. Zudem könnte der Boom bei Aktien aufgrund der großen Veränderungen wie E-Mobilität, Klimaneutralität und Co. noch deutlich länger anhalten. In Zeiten großer Veränderungen, wie der Industrialisierung, gab es lange anhaltende Aktien-Haussen. Da Anleihen noch immer kaum Renditen abwerfen, bleiben handelbare Unternehmensanteile hoch attraktiv.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: SAP SE O.N. | DE0007164600 , BARSELE MINERALS | CA0688921083 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    SAP – Quartalszahlen werden die Richtung vorgeben

    SAP gehört erfahrungsgemäß zu den ersten DAX-Unternehmen, die ihre Quartalszahlen vorlegen - und es verspricht spannend zu werden: Finanzchef Mucic hat kürzlich vor den Wechselkursen gewarnt, die sich seit Bekanntgabe der Ergebnisse im ersten Quartal noch einmal verschlechtert hätten. Durch die Stärke des Euro wird das Konzernergebnis belastet, da ein Großteil der Umsätze im Ausland erwirtschaftet werden. Die andere spannende Frage ist, ob es SAP gelungen ist, das Wachstum im Cloud-Geschäft aus dem ersten Quartal aufrecht zu erhalten.

    Es gibt die Hoffnung, dass die Digitalisierungswelle, die durch Corona losgetreten wurde, für volle Auftragsbücher sorgt. Mittelfristig wird sich auch die Cloud-Strategie positiv auswirken, da das Unternehmen für alle Geschäftsbereiche Lösungen anbieten kann. Aktuell spielt das Thema Cybersicherheit eine entscheidende Rolle im Einkauf von Lösungn. Cloud-Lösungen fallen hier durch sehr hohe Sicherzeitsstandards auf, da Updates üblich nur an einer Stelle in der Cloud-Struktur berücksichtigt werden müssen. Einerseits reduziert das zentrale Sicherheits-Management Kosten für den Kunden des Konzerns, andererseits verbessert dies auch wieder die Kundenbindung durch wegfallende Drittanbieter-Lösungen.

    Aktuell verdient SAP den größten Teil mit dem Lizenzgeschäft, aber die Cloud-Dienste sollen bald aufholen und dann zum Gewinntreiber werden. Der Finanzvorstand erhofft sich ab 2023 ein zweistelliges Wachstum beim Ergebnis. Die Aktie ist nach wie vor in einem intakten Aufwärtstrend und versucht zum dritten Mal den Widerstand bei 121 EUR zu brechen. Gelingt dies, liegt die nächste Marke bei 135 EUR.

    Barsele Minerals – besitzt einen Goldschatz

    Barsele Minerals war bis vor ein paar Wochen eine Beteiligungsgesellschaft. Das änderte sich am 12. Mai mit einer Absichtserklärung, die den Kauf der 55% Anteile von Agnico Eagle an dem Barsele Projekt umfasst. Der Kaufpreis liegt bei 45 Mio. USD, sowie 14,9% der Barsele Minerals Aktien, 6 Mio. Warrants und 2% Lizenzgebühr. Damit wäre Barsele Minerals Alleineigentümer des nachgewiesenen Goldvorkommens von 2,5 Mio. Unzen. Die Liegenschaft befindet sich in Nordschweden, umfasst 33.500 Hektar und befindet sich in einem Gebiet mit einer langen Bergbauhistorie. Es befinden sich auch aktive Minen in der Umgebung.

    In den vergangenen Jahren hat der ehemalige Partner über 400 Bohrlöcher mit insgesamt etwa 156.000 Bohrmeter niedergebracht. Daraus wurde die Ressourcenschätzung von 2,5 Mio. Unzen erstellt. Barsele Minerals will in den kommenden 18 Monaten noch einmal 30.000m im Bereich des Hauptvorkommens bohren und so noch mehr Gold nachweisen. Als Ziel wurden 3,5 Mio. Unzen ausgegeben. Sollte dies gelingen, wäre das Gebiet für jeden Goldproduzenten der Welt interessant und das Unternehmen wäre ein potentieller Übernahmekandidat. Bis Ende Juli soll die Transaktion über die Bühne gehen, dies kann sich aber unter bestimmten Voraussetzungen noch um einen Monat verschieben.

    Neben dem Hauptgoldvorkommen gibt es noch ein weiteres Gebiet namens Norra Zone, das über vulkanisches Massivsulfid verfügt und auf dem Agnico bereits erste vielversprechende Proben vorweisen konnte. Das Management ist mit 25% an dem Unternehmen beteiligt und besitzt ein großes Interesse, dieses Projekt zum Fliegen zu bringen. Die Aktie ist nach dem Spike auf 0,82 CAD aufgrund der Meldung auf etwa 0,7 CAD zurückgekommen. Der Aufbau einer ersten Position könnte sich hier lohnen. Wenn die Ziele erreicht werden, ist eine Verdoppelung leicht möglich.

    BioNTech – neue Studie birgt Risiken

    BioNTech gilt als der beliebteste Impfstoff und ist 'Made in Germany'. Die Aktionäre durften sich seit Börsenstart über ständig steigende Kurse freuen. Jeder Rücksetzer wurde zum Kauf genutzt. Das ist auch den guten Nachrichten zu verdanken. Denn trotz aller Mutationen, auch der Delta Variante, soll der Impfstoff helfen. Das sagte Unternehmensgründer Sahin auf der kürzlich abgehaltenen Hauptversammlung. Das Unternehmen analysiert laufend die Wirksamkeit gegen neue Mutanten.

    Zusätzlich bedeutet der Fehlschlag des Mitbewerbers Curevac vorerst einen Konkurrenten weniger auf dem Markt. Seit Mitte letzter Woche ist der Aufwärtstrend gestoppt, was an den Medienberichten liegt, die von einer langen Wirksamkeit des Impfstoffs ausgehen. Der Stand bisher war, dass man voraussichtlich alle sechs Monate eine Auffrischung benötigen würde. Eine Studie, die im Nature Magazin veröffentlicht wurde, geht von einem deutlich längeren Schutz aus, was weniger Absatz beim Impfstoff bedeuten würde.

    Davon unabhängig muss man die große Palette an weiteren Medikamenten in der Entwicklung sehen. Zweiundzwanzig befinden sich aktuell in der Pipeline. Der Impfstoff hat den Weg geebnet, um auch Durchbrüche bei unterschiedlichsten Krankheiten zu erreichen. Vor dem Hintergrund ist die Aktie ein Wert mit viel Phantasie. Trotzdem muss man mit Rückschlägen rechnen, wie bei der Diskussion um die Aufhebung der Patente. Aktuell sollte man sich den weiteren Verlauf anschauen, da die Studie für Unsicherheit sorgen könnte.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 12.05.2022 | 05:55

    BioNTech, BYD und Desert Gold: Aktien für den Rebound

    • Edelmetalle
    • Gold
    • Barrick Gold
    • Desert Gold
    • Elektromobilität
    • Biotech

    Kommt jetzt der Rebound? Nach den heftigen Kursverlusten der vergangenen Tage und Wochen scheint der Markt jedenfalls reif für eine Gegenbewegung. Auch wenn dafür etwas mehr Volumen in den Markt kommen müsste. Doch dann sollten insbesondere Unternehmen, die operativ nicht enttäuscht haben profitieren. Zu dieser Gruppe zählt beispielsweise BioNTech. Das Unternehmen hat überzeugende Zahlen veröffentlicht und Analysten sehen bis zu 50% Kurspotenzial. Auch der Kurs von BYD sollte wieder Gas geben. Schließlich scheint der schnelle Wechsel hin zum Elektro-Pureplay zu gelingen und HSBC hat das Kursziel angehoben. Gold war in der aktuellen Korrektur kein sicherer Hafen. Doch auch hier lohnt sich der Blick auf ausgebombte Aktien. Zu ihnen gehört Desert Gold Ventures. Der Explorer hat ein neues Bohrprogramm gestartet und sich eine Finanzierung gesichert.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 06.05.2022 | 06:00

    Barrick Gold, Edgemont Gold, Rio Tinto – starten Gold Aktien jetzt wieder durch?

    • Barrick Gold
    • Edgemont Gold
    • Rio Tinto
    • Gold
    • Kupfer
    • Eisenerz
    • Lithium
    • Silber

    Mit Start der Ukraine Krise schnellte der Goldpreis in die Höhe, doch seit dem 8. März befinden wir uns in einer Konsolidierung. Momentan sieht es so aus, als wenn die 200-Tagelinie hält und es von hier aus wieder aufwärts gehen könnte. Doch schauen wir auf die Gründe für die Schwäche des Goldpreises. Da ist zum einen der starke Dollar, der naturgemäß auf den Goldpreis drückt und zum anderen klettern die Anleiherenditen in den USA wieder. Nachdem die FED am 4. Mai bekannt gab, die Zinsen nicht stärker als 0,5 Prozentpunkte anheben zu wollen, was ursprünglich befürchtet wurde, sprang der Goldpreis wieder an. Die Nachfrage nach physischem Gold bleibt ohnehin hoch. Wir sehen uns drei Unternehmen aus dem Goldsektor an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 04.05.2022 | 06:00

    K+S, Globex Mining, BHP Group – Rohstoff Aktien für den nächsten Superzyklus

    • K+S
    • Globex Mining
    • BHP Group
    • Kali
    • Düngemittel
    • Gold
    • Silber
    • Kupfer
    • Lithium
    • Nickel
    • Zink
    • Erdöl
    • Eisenerz

    Die Dekarbonisierung fordert ihren Tribut. Will man aus den fossilen Brennstoffen aussteigen benötigt man Alternativen. Diese Alternativen aber erfordern Rohstoffe, die teilweise nicht ausreichend vorhanden sind. Die Folge sind steigende Preise. Goldman Sachs und Wells Fargo sehen die Rohstoffe am Beginn eines Superzyklus, was bedeutet, dass die Rallye bei den Rohstoffen länger als zehn Jahre dauern wird. Das knappe Angebot wird nun noch zusätzlich von der Ukraine Krise und Lieferkettenproblemen, die in Chinas Häfen sichtbar sind, torpediert. Das ist schlecht für die Industrie, aber gut für die Produzenten von Rohstoffen. Wir sehen uns heute drei Unternehmen an, die von einem Superzyklus profitieren könnten.

    Zum Kommentar