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21.04.2021 | 04:48

RYU Apparel, Aston Martin, LVMH – Den richtigen Style im Boom finden!

  • Luxus
  • E-Commerce
Bildquelle: pixabay.com

Verrückte Börsentage sind das! Kaum hatte Coinbase die Notiz an der NASDAQ erlangt, gipfelten die Kryptowährungen bei gigantischen Umsätzen und die Börse legt den Rückwärtsgang ein. Alles was in einem Monat aufgesattelt wurde, hatte der Bitcoin in nur 48 Stunden wieder verloren. Aber Volatilität ist derzeit ein bekanntes Phänomen und…bislang ist ja noch alles gut gegangen. Die Technologiewerte halten die noch Fahne oben, so konnte der NDX stattliche 15% in nur 6 Wochen gutmachen, die neue Höchstmarke lautet nun 14.065 Punkte. Nun wird es allerdings zittrig in luftiger Höh, denn die letzte wirkliche Korrektur liegt auch schon wieder 2 Monate zurück. Wir blicken heute auf die Style- und Luxusbranche, denn sie ist durch ihre Ertragsstabilität oft geeignet, die Volatilität im Portfolio zu senken.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
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Inhaltsverzeichnis:


    RYU Apparel – Mit Vollgas & Style im Markt

    WKN: A2P9Z6 ISIN: CA74979J4072 Symbol: RYAA
    RYU Apparel oder „Respect Your Universe“ hat das erste halbe Jahr seit Notizaufnahme gut gemeistert. Die Marke wurde komplett neu positioniert, die Generation Z ist begeisterter Kunde geworden. Der Online-Auftritt von RYU ist aufregend modern, die Protagonisten stellen attraktive Wunschbilder für eine medial geprägte Gesellschaft bereit. Perfektes in-szene setzen, so schön hat man die Häuserfronten von Toronto oder New York noch nie erlebt. Es ist die Philosophie von Vorstand Cesara Fazari eine emotional geladene Marke zu schaffen, durch die Kombination von Bild & Ton, perfekt dynamisch, hipp und mitreißend komponiert. So positioniert man einen neuen Brand.

    Im Bereich Social Media benützt man Influencer und bekannte Testemonials für die werblichen Auftritte – der Gruppensog könnte nicht besser erzeugt werden. Als die Marke Nike in 1971 startete, gab es diese fantastischen Vermarktungsmöglichkeiten noch nicht, aber ein Element funktionierte auch schon damals: Mundpropaganda! In dieser Woche liegt der Fokus auf dem US-ReBranding. Per Instagram wirbt man derzeit für ein Casting zur Teilnahme in einem RYU-Commercial, eine perfekte Kampagne für eine junge, selbstbewusste Zielgruppe. Dynamik zeigt auch der CEO Fazari, er hat es mit seinen Plänen eilig, denn das Langfrist-Umsatzziel 2030 soll eine Milliarde USD sein.

    Schätzungen zufolge, ist der globale E-Commerce Umsatz im Jahr 2020 wegen der Pandemie um etwa 20% gewachsen und wird einen weltweiten Umsatz von 4,2 Bio. USD erreichen, bis 2023 wird diese Zahl laut eMarketer nochmals um 50% anwachsen. RYU ist als frische Marke mit hoher Brand-Awareness bestens positioniert, dieses Wachstum in seine Bücher zu bekommen.

    Der Aktienboom hatte RYU Anfang Dezember aus dem Dornröschenschlaf gerissen, mit dem Kurs ging es von 0,15 auf über 0,25 CAD nach oben. Aufgrund der covidbedingten Öffnungseinschränkungen in den Flaggschiff-Stores konsolidiert der Wert derzeit auf etwa 0,11 CAD. Dies ist eine super Möglichkeit, bei „Respect Your Universe“ wieder an Bord zu gehen.

    Aston Martin – Wenn der Stromer den V8 auf die Rennstrecke verbannt

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    Der britische Traditionshersteller Aston Martin plant ab 2030 reine Verbrenner nur noch für die Rennstrecke zu produzieren. Elektroautos und Hybridfahrzeuge sollen dann 95% des Absatzes ausmachen, heute ist dieser Anteil noch nicht mal existent. Für die Zukunft erteilt Aston Martin dem klassischen Verbrennungsmotor überraschend eine klare Absage und setzt voll auf die Elektrifizierung seiner Modelle. Wer hätte das gedacht!

    Mit Hilfe von Investoren wie Mercedes-Benz möchte man die Umstellung und Neuausrichtung des Unternehmens weiter voranbringen. Längst überfällig sagen die Klimaschützer, todtraurig argumentieren die Rennsport- und Klassik-Fans. Aber wenn es nach dem Willen des Aston Martin Vorstandsvorsitzenden Tobias Moers geht, soll im Jahr 2024 bereits jeder vierte oder fünfte Neuwagen ein E-Auto sein. In den danach folgenden Jahren wird der Anteil von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen dann linear ansteigen, erwartet der CEO von Aston Martin.

    Im aktuellen Jahresbericht 2020 des Unternehmens wird deutlich gemacht, dass es nach 2030 benzingetriebene Fahrzeuge nur noch für die Rennstrecke oder für Klassik-Enthusiasten gibt, diese sollen dann aber lediglich 5 Prozent der jährlich verkauften Fahrzeuge ausmachen. Den Großteil des Absatzes werden dann Elektroautos sowie Hybridfahrzeuge darstellen.

    Im Showroom ist von den Plänen noch wenig sichtbar. Als derzeit einziges Modell hat Aston Martin den Supersportwagen Valkyrie mit Hydridtechnik ausgestattet. Im Rahmen einer strategischen Kooperation liefert Mercedes-Benz bereits seit 2013 Verbrennungsmotoren und Komponenten von E-Antrieben an Aston Martin aus. Die Aktie konnte sich nach der Restrukturierung seit Oktober 2020 schnell verdoppeln und hängt nun etwa 22 EUR fest. Trotz voll gedrücktem Gaspedal ist der 007-Ausstatter noch nicht über den Berg. Ob die neue Strategie hilft ist fraglich, man sollte statt der Aktie wohl eher noch ein schickes Auto der alten Bauart erwerben.

    LVMH – Die Welt des Luxus nun auch in der Blockchain

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    Eine der bekanntesten Luxus-Konzerne ist die französische Holding LVMH. Dahinter verbergen sich die wohlklingenden Luxus-Marken Louis Vuitton Moët Hennessy. Der Weltkonzern wurde 1987 gegründet, die einzelnen Marken haben freilich schon mehrere hundert Jahre Tradition in sich vereint. Mit einem Umsatz von 54 Mrd. EUR und einer Kapitalisierung von 317 Mrd. EUR ist LVMH ein großer Wert aus dem EuroStoxx50.

    Wie gestern bekannt wurde, gründet die Traditionsmarke Cartier nun ein Blockchain-Consortium mit Prada und LVMH. Ziel ist die Schaffung einer intelligenten Lösung für den Konsumenten, die Herkunft und Echtheit aller erworbenen Luxus-Schmuckstücke in der Blockchain nachzuverfolgen, denn hier ist die höchste Fälschungssicherheit gegeben. Die angebotene Technologie ermöglicht den Kunden nun den direkten Zugriff auf die Produkthistorie und den Nachweis der Authentizität. Ein großer Fortschritt für eine von Plagiaten geplagte Branche.

    Der Konzern hatte letzten Donnerstag Hauptversammlung, Hauptthema war die gezeigte Widerstandsfähigkeit in der Pandemie und die außerordentliche Performance der Sparte „Uhren und Schmuck“, welche von der Marke Tiffany beflügelt wurde. Die für 15,8 Mrd. USD erworbene amerikanische Marke konnte Anfang dieses Jahres vollständig in den Konzern integriert werden. Für das erste Quartal innerhalb von LVMH verzeichnete das Label ein Umsatzwachstum von 9%. Diese Entwicklung führte dazu, dass die Uhren- und Schmucksparte von LVMH einen Umsatzsprung von 132% erzielte. Die LVMH-Aktie ist seit Jahren ein Fels in der Brandung und seit März 2020 zu einer regelrechten Rakete geworden. Sie notiert mit aktuell 611 EUR nur knapp unter ihrem Allzeithoch. Hier macht Luxus in jeder Richtung Spaß!


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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