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18.11.2020 | 05:50

NIO, Tesla, dynaCERT: Die Zukunft mobilisieren!

  • Mobilität
  • Diesel
  • Wasserstoff
  • Batterie
Bildquelle: pixabay.com

Die gute Nachricht für die Autozulieferer ist, dass Elektrofahrzeuge immer noch nur einen kleinen Prozentsatz des Automarktes ausmachen - zumindest vorerst. Die schlechte Nachricht ist, dass die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen eine große Herausforderung für die Automobilzulieferer darstellt. Da diese Autos viel weniger Teile haben als jene mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, sehen sich die Hersteller von Auspuff- und Kraftstoffsystemen sowie traditionellen Getrieben mit erheblichen Störungen konfrontiert, da die E-Mobilität mit ungeahnten Schritten vorangaloppiert. Knackpunkt für die Stromer ist nach wie vor die Ladeplatzverfügbarkeit- und der eingeschränkte Mobilitätsradius. Aber das ändert sich ja bald rapide, wenn die Corona-Hilfstöpfe erstmal in die grüne Infrastruktur fließen.

Trotzdem wird das E-Fahrzeug durch staatliche Emissionsstandards und Anreize gehörig angeheizt, insbesondere in den USA, England, Frankreich, Deutschland und China. Aber die Batteriegetriebenen werden solange keine signifikante Bedrohung für die Verbrenner darstellen, bis die Betriebskosten in etwa gleich hoch sind. In vor allem ärmeren Gegenden des Planeten sowie in unzugänglichen Zonen gibt es keine Alternative zum Verbrenner, das wird in der öffentlichen Diskussion komplett ausgeblendet. Während die Kosten für E-Autos mit der Verbesserung der Technologie zwar weiter sinken, sind sie bisher noch lange nicht wettbewerbsfähig. Dennoch, wenn man die Zeichen der Zeit sieht, haben die Autofirmen schon jetzt Milliarden in elektro-bezogene Technologie investiert, die Weichen der Zukunft sind somit gestellt.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA26780A1084 , US88160R1014 , US62914V1061

Inhaltsverzeichnis:


    NIO – Das Wunder von Shanghai

    WKN: A2N4PB ISIN: US62914V1061 Symbol: N3IA
    Die Verkäufe des in den USA börsennotierten chinesischen Elektroauto-Trios steigen, wobei NIO auf dem besten Weg ist, im nächsten Jahr 100.000 Einheiten zu verkaufen, gefolgt von Li Auto und XPeng mit jeweils 50.000 erwarteten Einheiten, sagen Branchen-Analysten. In einem Online-Bericht von China Merchants Securities ist zu lesen, die Reaktion des Marktes auf die Modelle ES6 und EC6, Li ONE und XPeng P7 sei durchwegs positiv gewesen.

    Aus den für Oktober veröffentlichten Verkaufszahlen geht auch hervor, dass die monatlichen Verkäufe von NIO 5.055 Einheiten erreichten, während Li Auto und XPeng jeweils die 3.000 Einheiten überschritten haben.
    Treiber ist wohl die Börsennotiz in Form von ADRs in den USA. Nachdem NIO, XPeng und Li Auto nun alle in den quotiert sind – man könnte fast glauben, das wäre eine Bedingung, verzeichnen die drei Strom-Kraftpakete nach erheblichen Startschwierigkeiten einen raschen Anstieg der Verkäufe. Chinas Absätze in den neuen Technologien scheinen sich im Jahr 2020 abermals zu beschleunigen und man schafft es damit die Auswirkungen von Covid-19 abschütteln.

    Von 2018 bis 2019 blieben Chinas Verkäufe von Elektrofahrzeugen bei etwa 1,05 Mio. Einheiten. Es war im Juli dieses Jahres, als die Absatzzahlen anfingen nach oben zu schnellen und es beschleunigt weiter.
    Die inländischen Verkäufe beliefen sich im Oktober auf 16,0 Mio. Einheiten, 105% über Vorjahr, das lässt hoffen. Ob man in den USA schon schnell an die Tesla Absätze anschließen kann ist indes fraglich, denn der Amerikaner handelt nach dem Prinzip „Buy America First“ – ganz nach Trump. NIO hat einen Marktwert 61 Mrd. USD bei einem Kurs von 45 USD, das ist ein Anstieg von +1.900% seit 01.04.2020. Wo soll das noch enden?

    Tesla – Automobilwert auf Abwegen

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    Tesla hat in den letzten Jahren stets erklärt, dass man davon ausgeht, dass ihre Energieabteilung irgendwann über 50% der Unternehmenseinnahmen ausmachen wird. In dem Maße, wie die Welt von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien übergeht, sind die Möglichkeiten enorm und nehmen praktisch auch ständig zu. Doch trotzdem werfen Analysten den Wert immer wieder zu den Fahrzeugherstellern in die Bewertungskiste - weit gefehlt!

    Seit dem „Battery Day“ sollte klar sein - Tesla ist es auch ein Energieunternehmen und entwickelt sich zur Technologieschmiede im Bereich Power & Mobility. Aber es ist nicht nur die einfache Energiespeicherung in Batterien, die dem Unternehmen enorme Umsatzauswirkungen eröffnet. Tesla ist in den Markt der Stromerzeugung eingetreten, in dieser neuen Welt unternimmt Tesla sogar Schritte hin zu einem dezentralen Stromversorgungsunternehmen, das die gesamte Klaviatur der erneuerbaren Energien bedient. Zukünftig wird dies ein weiterer sehr bedeutender Faktor für das Umsatzwachstum sein, wenn das Unternehmen seine Vorteile der vertikalen Integration weiter ausbaut.

    Die aktuellen Finanzergebnisse zeigen das sprunghafte Wachstum. Die Entwicklung der Batterieproduktion bildet dabei die Grundlage. Neue wertschöpfende Software-Angebote bieten einen weiteren Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Hardware-Produzenten. Es liegen umfangreiche Aufträge vor, die in den nächsten Quartalen ausgeliefert werden sollen. Dies eröffnet Tesla einen Weg zu einem weiteren halsbrecherischen Umsatzwachstum, ganz abgesehen von seiner Automobilsparte, vorausgesetzt es dimensioniert das eigene Angebot in die dann vorliegende Nachfrage. Beispiele wie Berlin-Brandenburgs Gigafactory sind ein Baustein dieser Strategie – deutsche Technologieunternehmen haben die schrillenden Glocken bereits erhört.

    Die Marktkapitalisierung von Tesla beträgt mit dem gestrigen 12%-Kurssprung wegen der S&P500-Aufnahme jetzt bereits bombastische 422 Mrd. USD, ganz nebenbei: Alle anderen Automobilunternehmen zusammen bringen 325 Mrd. USD auf die Waage. Der Beweis liegt somit auf der Hand: Tesla ist kein Automobil-Unternehmen, es ist die Zukunft – soweit beurteilt das die Börse.

    dynaCERT – Verbrennung ja, aber bitte sauber!

    WKN: A1KBAV ISIN: CA26780A1084 Symbol: DMJ
    dynaCERT produziert und vertreibt Technologien zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen bei der Verwendung in Verbrennungsmotoren. Mit einer speziellen Elektrolyse versorgt man die Verbrennungskammer von Dieselfahrzeugen mit zusätzlichem Wasserstoff und verbessert die Kraftstoffnutzung bei höher Leistung. dynaCERT Inc. ist damit bereits führend in der Cleantech-Branche etabliert und forscht munter weiter.

    Seit einiger ZeitZugleich bietet dynaCERT seine HydraLytica™ Technologie, welche Kraftstoffeinsparungen in Echtzeit für Nutzer messbar macht, um so auf die wachsenden Bedürfnisse der Industrie zu reagieren. Der Konkurrenzdruck in der Logistik-Branche ist so groß, dass schon eine marginale Kostensenkung im einstelligen Bereich zu enormen Wettbewerbsvorteilen führt, weil man seine Frachtleistungen gegenüber der Konkurrenz zum einen günstiger und zum anderen auch noch „grüner“ verkaufen kann. Logistikunternehmen nutzen die Software für das Lkw-Management und auf diese Weise expandiert dynaCERT zusammen mit der FreightTech-Branche immer schneller. In den nächsten Jahren dürfte das geschätzte Marktwachstum in etwa 7-10% per annum betragen, für dynaCERT als Technologie-Partner dürfte es noch wesentlich schneller voran gehen, weil der Modernisierungsbedarf sich durch die gesamte Branche zieht.

    Charmant an der HydraGEN™ Technologie ist auch die Möglichkeit, innovative firmeneigene FreightTech Managementlösungen durch ein monatliches Abonnementprogramm zu entwickeln. Ein großer Vorteil ist dabei, bereits bestehende und in der Anschaffung teure Nutzfahrzeugflotten aus Bussen und Lastkraftwagen zu überschaubaren Kosten nachrüsten zu können und auch bei stetig steigenden Umweltauflagen durch Neulizenzierung weiter zu betreiben.

    Der Aktienkurs bewegt sich seit einigen Tagen um die 0,50 CAD-Marke und handelt regelmäßig über 1 Mio. Stücke pro Tag – die aktuelle Kapitalisierung von nur 188 Mio. CAD spiegelt nicht das Potenzial der Technologie wieder, wenn die „grüne Welle“ das letzte Regionalparlament erreicht hat.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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