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10.11.2020 | 05:10

Newlox Gold, Agnico-Eagle Mines, Kinross Gold – Gold 2.500 USD in spe…!

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Bildquelle: pixabay.com

Das war ein Schlag ins Gesicht heute! BioNTech stand mit der COVID-19 Impfung vor der Tür – die sicherheitsorientierten Anleger schlugen gleich wieder auf die Edelmetalle ein. So verlor Gold gestern ganze 4,9% auf 1.853,00 USD nach 1952 am Vortag und Silber wurde sogar um 7,9% auf 23,70 USD regelrecht geschlachtet. So wurde schon lange nicht mehr auf die Edelmetalle eingeschlagen. Die papierorientierten Anlagen in Gold folgten der Ansage mit teils erheblichen Abschlägen gen Süden. Aber…die herbstlichen Edelmetallmessen lassen ein Grummeln vermuten. Die meisten Gold- und Silberminen haben ihre Hausaufgaben in den letzten 3 Jahren gemacht und die Produktionskosten nachhaltig gesenkt. „Nachtigall ick hör Dir trapsen“ – wenn da nicht bald 2.500,00 USD draufsteht.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: André Will-Laudien


NEWLOX GOLD VENTURES CORP - Sauberes Gold glänzt mehr

WKN: A1XFBG ISIN: CA65151R1001 Symbol: NGO
Newlox Gold Ventures Corp. hat bekannt gegeben, dass Ryan Jackson, Präsident und CEO der Gesellschaft, auf der Veranstaltung CSE Markets Tech Tuesday das Unternehmen vorgestellt hat.

Newlox R&D entwickelt die sogenannte OAR-Technologie (organisches Königswasser) als ungiftige und wasserfreie Alternative zur Cyanidierung für die Produktion von Gold und anderen Edelmetallen. Kürzlich von Newlox an hochgradigen Golderzproben durchgeführte OAR-Tests haben bei konstantem Druck und normaler Umgebungstemperatur eine Goldausbeute von über 90% ergeben. Derzeit werden Tests durchgeführt, um den Einfluss sowohl der Temperatur als auch der Konzentration der Reagenzien auf die Wirksamkeit der Auslaugung zu untersuchen. Die OAR-Laugung könnte eine paradigmenwechselnde Technologie sein, die nicht nur in der konventionellen globalen Goldminenindustrie Anwendung findet, sondern auch die alternative Bergbau-Industrie endlich in das 21. Jahrhundert bringt, ohne die Umwelt weiter stark zu belasten.

Der Newlox-Kurs hüpfte schon mal auf 0,18 CAD nach oben und könnte laut Chart demnächst aus der Seitwärtsrange 0,12-0,18 CAD ausbrechen. Die Kapitalisierung ist mit rund 15 Mio. CAD immer noch sehr niedrig, aber jetzt ist das Allzeithoch bei 0,19 CAD auch nicht mehr weit entfernt.

AGNICO EAGLE MINES LIMITED - Goldige Dividende voraus

WKN: 860325 ISIN: CA0084741085 Symbol: AE9
Agnico Eagle Mines ist eine internationale Rohstoffgesellschaft mit dem Hauptfokus auf dem Goldgeschäft. Fertigungsstätten unterhält das Unternehmen überwiegend in Kanada und Finnland. Weitere Projekte befinden sich in Mexiko und in den USA. Die von Agnio-Eagle gehaltene LaRonde-Mine in Quebec ist eine der größten Goldlagerstätten in Kanada.

Agnico berichtete am 28. Oktober 2020 über die Ergebnisse des dritten Quartals 2020. Die Einnahmen waren mit 981 Mio. USD sehr stark und erstaunliche 44% höher als im Vorjahr. In den ersten neun Monaten dieses Jahres lag der Nettogewinn bei 306 Mio. USD oder 1,27 USD pro Aktie und damit trotz Corona-Pandemie mehr als doppelt so hoch wie in den ersten drei Quartalen 2019. Das Unternehmen beschloss, die Quartalsdividende auf stolze 0,35 CAD pro Aktie anzuheben, die Ausschüttungs-Rendite beträgt somit aktuell 1,5%. In Zeiten von Minuszinsen ein gern vereinnahmter Betrag.

Gestern brach der Kurs mit einem sinkenden Goldpreis jäh nach unten und verlor im Tagesverlauf 9,3%. Die Gesellschaft hat einen Marktwert von aktuell 21 Mrd. USD bei einem Kurs von 76,3 USD, das Jahreshoch ist bei 89,2 USD. Wer einen Standardwert sucht, kann mit der Agnico auf reduziertem Niveau fündig werden.

KINROSS GOLD CORPORATION - Kurskorrektur trotz Goldquartal

WKN: A0DM94 ISIN: CA4969024047 Symbol: KIN2
Bei dem in Toronto ansässigen Unternehmen Kinross Gold Corp stiegen die Einnahmen aus Metallverkäufen im Jahresvergleich um 29% auf 1,13 Mrd. USD, was die durchschnittlich höher realisierten Goldpreise im Verkauf widerspiegelt. Kinross ist kein großer Freund von Vorwärtsverkäufen und profitiert daher mehr an steigenden Goldpreisen als die Konkurrenten. Die freie Liquidität beträgt nun 2,5 Mrd. USD im Konzern.

Der durchschnittliche realisierte Goldpreis stieg im dritten Quartal um 30% auf 1.908 USD pro Unze, im Vergleich zu 1.476 USD pro Unze im Vorjahresquartal. Anleger sollten beachten, dass die Gewinnspanne von Kinross Gold pro verkaufter Unze Gold um 60% gestiegen ist und den Anstieg des realisierten Goldpreises um 30% deutlich übertraf. Kinross unterstreicht damit die operativen Fortschritte der letzten Jahre. Dank der starken Metallverkäufe und der Margenexpansion verdreifachte sich der Gewinn von Kinross Gold im dritten Quartal auf 0,25 USD pro Aktie, während der operative Cashflow im Jahresvergleich um ganze 86% stieg.

Das Unternehmen geht davon aus, dass seine Produktion von heute 2,3 bis ins Jahr 2023 auf 2,9 Mio. Unzen ansteigen wird, die Pipeline an Projekten scheint ergiebig zu sein. Die Aktien von Kinross Gold sind im bisherigen Jahresverlauf um etwa 82% gestiegen, sehen jedoch an der Bewertungsfront weiter attraktiv aus. Der Goldschürfer wird auf Sicht von 12 Monaten mit einem Multiplikator des Unternehmenswerts zum EBITDA von 4,1 gehandelt, was deutlich niedriger ist als der Durchschnitt der Vergleichsgruppe von 6,9. Auch Kinross korrigierte gestern um 7,5% - gute Dinge werden manchmal eben auch günstiger.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

Mehr zum Autor


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von André Will-Laudien vom 24.11.2020 | 05:50

Scottie Resources, Bitcoin, Tesla: Raketenantrieb gefragt!

  • Gold
  • Kryptowährungen
  • Elektromobilität
  • Wachstum

Gold wurde gestern abermals von Analystenseite abgewählt und erreichte mit 1.831,00 USD ein 3-Monats-Tief. Die Deutsche Bank hat jüngst Zahlen zur Performance auf den traditionellen Märkten und dem Kryptomarkt nach der optimistischen Entwicklung hin zu einem Impfstoff gegen Covid-19 veröffentlicht. Neben unterschiedlichen Wertzuwächsen an den Aktienmärkten mit Anstiegen zwischen 5 und 15% wurde auch der Bitcoin als einer der größten Gewinner identifiziert. Die Attraktivität von Bitcoin als alternative Absicherung nimmt nach Ansicht der Analysten der Deutsche Bank weiterhin zu. Man erwartet weitere Anstiege, allerdings sollten wir die vielen Spekulanten nicht vergessen, die dem Raketen-Trend wohl ohne Skrupel hinterherjagen.

Es scheint aber auch fundamental eine steigende Nachfrage zu geben, speziell den Bitcoin dort einzusetzen, wo früher Gold zur Absicherung diverser Dollar- oder Inflationsrisiken verwendet wurde. Der Bitcoin und auch andere TOP10 Kryptos konnten allein in diesem Monat schon zwischen 20-50% zulegen, der Run ähnelt der Entwicklung in den Jahren 2017-2018. Gold und Silber hingegen zeigen charttechnisch weiterhin Konsolidierungsbedarf an, viele Investoren schichten ihre Sicherheitsanlagen wohl derzeit in andere Bereiche um. Lang sollte diese Abwärtsbewegung aber nicht mehr anhalten, außer der Bitcoin erreicht tatsächlich das Kursziel 100.000,00 USD des bekannten Bitcoin-Bullen Max Keiser. Dann stehen uns wohl noch mehrere Raketen-Starts alla Cape Canaveral ins Haus. Wenn nicht, besteht natürlich erheblicher technischer Korrekturbedarf, welcher wegen des 24 Std-Handels auch mal über Nacht zuschlagen kann.

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Kommentar von André Will-Laudien vom 19.11.2020 | 05:40

Triumph Gold, Impala Platin, First Majestic Silver: Edelmetalle für Bidens Schuldenpolitik!

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Die Verteuerung aller Vermögensgegenstände wird unter Ökonomen als „Asset Inflation“ bezeichnet. Gemeint ist die generelle Verteuerung von allen Vermögens-Anlage-Vehikeln wie z.B. Anleihen, Aktien, Edelmetalle oder Immobilien. Wir machen kein Geheimnis daraus: ALLE der genannten Gegenstände werden mit neu geschaffenem Geld bezahlt, die Liquidität im System sorgt quasi permanent dafür, dass Vermögensgegenstände („Assets“) praktisch einer ständigen und fortwährenden Verteuerung unterliegen. Aktien beispielsweise stiegen seit 2009 im Schnitt um 9% pro Jahr, Anleihen gemessen am Bund-Future notieren mit Minus-Renditen und einer satten Real-Negativverzinsung auf einem 100-Jahreshoch, ja und die Immobilien haben sich in den letzten 20 Jahren in guter Lage im Wert mehr als verdreifacht. In München beispielsweise beträgt der durchschnittliche, gewichtete Quadratmeterpreis bei Wohnungsneubauten ca. 8.500 EUR (Spanne 5.000-16.000 EUR) – im Jahr 2000 lag dies noch bei 2.850 EUR. Nun kommen wir zu den Edelmetallen am Beispiel Gold: Das gelbe Metall kostete in 2005 rund 400 USD die Unze und steht heute bei 1.875 USD ein plus von 370% in 15 Jahren. Wir schauen genauer in die Welt der Edelmetalle.

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Kommentar von Nico Popp vom 19.11.2020 | 05:10

AngloGold Ashanti, Blackrock Gold, Newmont: In Gold investieren – aber wie?

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Gold-Anleger befinden sich in einer komfortablen Situation: Das Edelmetall hat von seinen Höchstständen ein wenig verloren, zeigt aber dennoch große relative Stärke an der Marke von 1.900 Dollar je Unze. Obwohl die Nachricht von Impfstoffen kurzfristig etwas Druck aus den Märkten genommen hat, bleibt das große Bild für Gold-Investoren intakt. Die Jahrhundertkrise erfordert Billionen schwere Maßnahmen. Diese Geldflut erhöht ihrerseits das Risiko weiterer Krisen und könnte die Inflation treiben. Entgegen der Meinung vieler Anleger ist es nicht die Inflation, die den Goldpreis treibt, sondern deren Erwartung. Für gesteigerte Inflationserwartungen gibt es angesichts der bereits erfolgten und noch im Raum stehenden Maßnahmen von Regierungen und Notenbanken allen Grund. Doch wie gelingt ein Investment in die zu erwartende Gold-Hausse?

Während Großmutter noch Barren und Münzen unter dem Bett versteckt hat, können heutige Anleger zu Gold-ETCs greifen. Diese verbriefen in der Regel physisches Gold und lassen sich zudem zu attraktiven Gebühren im Depot verwahren und aktiv handeln. Rendite-Jäger greifen dennoch bevorzugt zu Gold-Aktien. Der Grund: Titel wie AngloGold Ashanti, Blackrock Gold oder Newmont bieten in der Regel einen Hebel auf den Goldpreis. Je nachdem wie sich ein Unternehmen entwickelt, werden auch die Goldreserven im Boden bewertet.

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