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22.09.2020 | 05:50

NEL ASA, Newlox, Shell: goldige Gewinne mit Umweltschutz

  • Gold
  • Umweltschutz
  • Wasserstoff
  • Energie
Bildquelle: pixabay.com

An der Börse wird bekanntlich die zukünftige Entwicklung von Unternehmen gehandelt. Je nach Branche und Geschäftsmodell sind Aktien besonders gefragt oder eben ‚Out‘. Konservative Investoren richten sich üblicherweise nach Bewertungsmodellen, um eingrenzen zu können, wie hoch der Wert einer Aktie unter welchen Prämissen steigen kann. In der Praxis kann man mit theoretischen Berechnungen aber auch falsch liegen, deshalb dienen sie vielmehr als Orientierung. Die beiden klassischen Fälle sind der Boom und Crash. In der einen Situation läuft einem der Kurs davon und in dem anderen Fall kommt die Rendite unter Druck.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Mario Hose


NEWLOX GOLD VENTURES CORP – Gewinne mit Umweltschutz

WKN: A1XFBG ISIN: CA65151R1001 Symbol: NGO
Das kanadische Unternehmen Newlox ist in Europa bislang nur bei wenigen Investoren bekannt. Das Management ist auf die Aufarbeitung von Abraumhalden fokussiert. In Lateinamerika hat Newlox bereits die erste Anlage in Betrieb genommen und reinigt seitdem die Böden vorheriger Bergbauarbeiten. Besonders lukrativ ist die Tätigkeit in Regionen, wo vorher mit einfachen Mitteln nach Gold gesucht wurde. Dieser Abraum kann mit modernen Anlagen besonders ergiebig sein.

Das Ziel von Newlox ist den ökologischen und sozialen Nutzen mit Wirtschaftlichkeit zu kombinieren. Die Gewinnung von Gold aus Abraumhalden ist mit deutlich geringeren Kosten verbunden, als bei Explorationsarbeiten mit anschließender Produktion. Das Unternehmen verfolgt das Ziel mit Projekten jeweils schnellstmöglich auf acht bis 12 Mio. USD Umsatz pro Jahr zu kommen, damit sich die Kosten für die Errichtung der Anlage möglichst schnell amortisieren.

Newlox kann mit der Strategie zur Beseitigung von Altlasten nicht nur mit staatlicher Unterstützung rechnen, sondern plant auch aus eigenen Mitteln organisch zu wachsen. Das Geschäftsmodell ist bei einem Goldpreis von 1.900,00 USD pro Feinunze besonders attraktiv und es dürfte daher nur eine Frage der Zeit sein, bis weitere Investoren auf die Aktie aufmerksam werden und sich der steigende Bekanntheitsgrad auch im Chart widerspiegelt.

NEL ASA – Katastrophaler Wochenstart oder unglaubliche Chance?

WKN: A0B733 ISIN: NO0010081235 Symbol: D7G
Die Woche hat für den norwegischen Anlagenbauer NEL ASA enttäuschend begonnen und die Kurskorrektur aus der Vorwoche setzte sich fort. Als Beschleuniger dieser Entwicklung kann der Rücktritt des Gründers und CEO von Nikola genannt werden. NEL ASA pflegt eine enge Geschäftsbeziehung zu dem US-Unternehmen und Investoren fürchten nun, dass sich die eingeleiteten Veränderungen bei Nikola auch negativ bei dem Ausrüster des Wasserstoff-Ökosystems bemerkbar machen könnten.

Shortseller sind mit dem EX-Nikola CEO Trevor Milton nicht zimperlich umgegangen und haben alle Register gezogen, um dieses Ergebnis herbeizuführen. Ob es ein Schuldeingeständnis ist oder Milton das Unternehmen nur vor weiteren Diffamierungen schützen wollte, das ist noch unklar. In einigen Wochen wissen wir sicherlich mehr, wie es um die Bilanzen bei Nikola und den möglichen Folgen bei NEL ASA steht.

ROYAL DUTCH SHELL PLC A – jetzt liegt im Einkauf der Gewinn

WKN: A0D94M ISIN: GB00B03MLX29 Symbol: R6C
Es gibt derzeit kaum eine spannendere Branche, als die Erdölindustrie. Die Aktie von Shell notiert mittlerweile nicht mehr weit entfernt von dem Niveau, als die Angst vor der Corona Pandemie ihren Höhepunkt erreicht hatte. Während auf der einen Seite die Pharmabranche mit Sondergenehmigungen und Steuergeldern ausgestattet, mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen Covid-19 arbeitet, sind die Erwartungen für den Energiesektor deutlich gesunken. Diese unlogische Verwerfung bietet jetzt und heute eine Einstiegschane in eine entwickelte und vernachlässigte Branche.

John Jeffrey ist der CEO von Saturn Oil & Gas aus Kanada und brachte es in einer Mitteilung auf den Punkt, als er ankündigte, dass es sich für ihn in diesem Marktumfeld mehr lohnt eine Akquisition zu tätigen, als selbst nach Öl zu bohren. Es wird also nur eine Frage der Zeit sein, bis die Öl-Produzenten wieder im Fokus der Investoren stehen. Erdöl wird noch viele Jahrzehnte benötigt, aber die aktuelle Krise werden zahlreiche Öl-Unternehmen aufgrund der Schuldenlast nicht überstehen. Vor diesem Hintergrund sind Aktien von Saturn Oil & Gas oder Shell in diesem Marktumfeld besonders spannend.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Kommentar von Nico Popp vom 27.11.2020 | 05:50

Varta, Royal Helium, NEL ASA: Nach dem Hype ist vor dem Hype

  • Batterie
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  • Wasserstoff

Die Welt steht vor einer ganzen Reihe von Revolutionen. Die Digitalisierung verändert Geschäftsmodelle und die Art und Weise, wie wir arbeiten und kommunizieren. Neue Energiequellen revolutionieren die Mobilität. Die Aktie von Varta hat zwischen April und Oktober eine beeindruckende Performance aufs Parkett gelegt und mehr als 150% Rendite erwirtschaftet. Zuletzt kam der Wert allerdings wieder ein wenig zurück. Grund genug, dem Unternehmen ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Varta stellt Mikrobatterien her, wie sie beispielsweise in Hörgeräten oder anderen haushaltsnahen Geräten zum Einsatz kommen. Bis Ende kommenden Jahres will Varta seine Kapazitäten in diesem Bereich sogar noch ausbauen. Auch bei der Qualität legt Varta eine Schippe drauf und plant, die Energiedichte weiter zu steigern. So will man sich von der Billig-Konkurrenz abheben.

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Kommentar von André Will-Laudien vom 24.11.2020 | 05:50

Scottie Resources, Bitcoin, Tesla: Raketenantrieb gefragt!

  • Gold
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  • Wachstum

Gold wurde gestern abermals von Analystenseite abgewählt und erreichte mit 1.831,00 USD ein 3-Monats-Tief. Die Deutsche Bank hat jüngst Zahlen zur Performance auf den traditionellen Märkten und dem Kryptomarkt nach der optimistischen Entwicklung hin zu einem Impfstoff gegen Covid-19 veröffentlicht. Neben unterschiedlichen Wertzuwächsen an den Aktienmärkten mit Anstiegen zwischen 5 und 15% wurde auch der Bitcoin als einer der größten Gewinner identifiziert. Die Attraktivität von Bitcoin als alternative Absicherung nimmt nach Ansicht der Analysten der Deutsche Bank weiterhin zu. Man erwartet weitere Anstiege, allerdings sollten wir die vielen Spekulanten nicht vergessen, die dem Raketen-Trend wohl ohne Skrupel hinterherjagen.

Es scheint aber auch fundamental eine steigende Nachfrage zu geben, speziell den Bitcoin dort einzusetzen, wo früher Gold zur Absicherung diverser Dollar- oder Inflationsrisiken verwendet wurde. Der Bitcoin und auch andere TOP10 Kryptos konnten allein in diesem Monat schon zwischen 20-50% zulegen, der Run ähnelt der Entwicklung in den Jahren 2017-2018. Gold und Silber hingegen zeigen charttechnisch weiterhin Konsolidierungsbedarf an, viele Investoren schichten ihre Sicherheitsanlagen wohl derzeit in andere Bereiche um. Lang sollte diese Abwärtsbewegung aber nicht mehr anhalten, außer der Bitcoin erreicht tatsächlich das Kursziel 100.000,00 USD des bekannten Bitcoin-Bullen Max Keiser. Dann stehen uns wohl noch mehrere Raketen-Starts alla Cape Canaveral ins Haus. Wenn nicht, besteht natürlich erheblicher technischer Korrekturbedarf, welcher wegen des 24 Std-Handels auch mal über Nacht zuschlagen kann.

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Kommentar von Nico Popp vom 20.11.2020 | 05:10

E.ON, RWE, Defense Metals: Energie-Investments – von langweilig bis spekulativ

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Wie die Experten des Investmenthauses Clearbridge Investments schreiben, könnte die Welt vor einer Phase des Aufschwungs stehen. Maßgeblich für diese Entwicklung könnten neben den Maßnahmen der Notenbanken auch die Investitionen in Infrastruktur sein. Wie die Experten betonen, würden bereits Investitionen von 100 Mrd. USD rund eine Million Jobs schaffen. Jeder Dollar der investiert wird, zahle sich zudem auf Sicht von Jahrzehnten mehrfach aus und trage zum Wachstum bei. Anders als in den vergangenen Jahren, dürften von diesem Wachstum nicht nur die klassischen Tech-Titel profitieren, sondern auch traditionelle Branchen, wie etwa Versorger.

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