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11.11.2021 | 04:44

MAS Gold, Deutsche Bank, Commerzbank – Gold, Silber, Inflation – Die explosive Mischung!

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Bildquelle: pixabay.com

Diese Zahl lässt Gold und Silber explodieren! Die Inflationsrate in den USA steigt auf 6,2% – das ist der höchste Stand seit mehr als 30 Jahren. Zurückzuführen ist die Extrem-Teuerung auf die anhaltenden, preistreibenden Faktoren der Corona-Pandemie. Der Goldpreis nahm diese Zahl zum Anlass, um seinen technischen Widerstand bei ca. 1.831 USD zu überwinden. In der Spitze stieg das Edelmetall auf knapp 1.870 USD. Silber folgte auf schnellem Fuß und erreichte einen Anstieg von gut 3,1% auf über 25 USD. Eintagsfliege oder Trendwende, wir untersuchen das Umfeld etwas genauer.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: André Will-Laudien
ISIN: MAS Gold Corp. | CA57457A1057 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001


Plus 6,2% - Diese Inflationszahl hat gesessen!

Dicke Überraschung an der Inflationsfront: Nach 4,9% stieg die aktuelle Monatsrate auf ein Plus von 6,2%. Die politischen Entscheidungsträger stehen somit nach wie vor unter erheblichem Druck. Zum ersten Mal mussten US-Finanzministerin Janet Yellen und FED-Chef Jerome Powell zugeben, dass die Inflation doch hartnäckiger auftritt, als zunächst vermutet. Dennoch geben beide erst mal Entwarnung, wie der US-amerikanische Nachrichtensender "CNBC" berichtet: Die extremen Teuerungsraten seien eindeutig auf die Pandemie zurückzuführen und daher nur von temporärer Natur. Allerdings haben die öffentlichen Haushalte seit Beginn der Pandemie ein wahres Schuldenfeuerwerk abgebrannt. Für Investoren ist die Inflation nun spürbar und das wäre der richtige Nährboden für ein werterhaltendes Edelmetall-Investment.

Initiale Aufwärtsbewegung bei Gold und Silber

Im gestrigen Nachrichten-Mix gab es für Gold und Silber an den Spotmärkten kein Halten mehr. Zum einen fielen wichtige Widerstände, zum anderen ist der Markt für Explorer und Minenbetreiber in den letzten Monaten extrem ausgetrocknet. Die Abgabebereitschaft in den Edelmetall-Märkten machte sich vor allem beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares negativ bemerkbar, dessen gehaltene Goldmenge hat sich seit dem Jahreswechsel von 1.171 auf 975 Tonnen reduziert. Und auch diese Woche standen die Edelmetalle wieder auf der Verkaufsliste. Das ist wohl jetzt vorbei. Aus einem mittelfristigen Blickwinkel macht es Sinn, im Sektor Edelmetalle auch Assets in Betracht zu ziehen, die nicht primär am Spotpreis hängen, sondern einen langfristig möglichen Zielwert implizieren.

MAS Gold – Goldsuche in Saskatchewan

Eine kleine Liegenschaft finden wir im kanadischen Saskatchewan. Diese Provinz glänzt seit Jahren mit guten juristischen Rahmenbedingungen für Rohstoffunternehmen. In einer internationalen Auswertung für über 80 Staaten landete die kanadische Provinz auf dem ersten Rang. Das Unternehmen MAS Gold hat mit der Regierung von Saskatchewan eine Vereinbarung über den Erwerb einer 100-prozentigen Beteiligung an dem etwa 463 Hektar großen Grundstück Contact Lake getroffen, einschließlich der ehemaligen produzierenden Goldmine, die von 1994 bis 1997 von Cameco Corp. im Grünsteingürtel La Ronge betrieben wurde.

Das Minengelände Contact Lake liegt nur 10 km von der Lagerstätte North Lake von MAS Gold entfernt und ist eine wichtige, neue Ergänzung im Hub-and-Spoke-Bergbaukonzept. In diesem Gürtel betreibt MAS Gold fünf verschiedene Goldprojekte, welche durch Testbohrungen bereits Vererzungen zeigen konnten. In ihrem Erscheinungsbild ähnelt die Geologie hochgradigen Regionen in Westafrika, die Ausgangslage ist also hervorragend.

Dem äußerst erfahrenen Team um den Bergbauveteran Jim Engdahl ist für die Zukunft einiges zuzutrauen. Denn er konnte bereits die Goldlegende Eric Sprott an Bord holen und pflegt mit den Altaktionären ein erstklassiges Verhältnis. Jüngst konnten so über eine vorzeitige Warrant-Ausübung 2,6 Mio. CAD eingeworben werden. Die aktuell 126 Mio. Aktien führen zu einer Bewertung von 13,3 Mio. CAD. MAS Gold ist mit diesen Parametern eine interessante Beimischung für das Minen-Depot.

Deutsche Bank – Die Inflation ist laut CEO Sewing kein temporäres Problem

Auch der Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat sich besorgt über den derzeitigen Inflationsanstieg geäußert. "Für mich ist der momentane Anstieg der Inflationsraten nicht nur ein temporäres Phänomen", sagte Sewing im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Man müsse aufpassen, was mit der Inflation geschieht, mahnte er. "Das muss man sich vorstellen wie bei einem mehrstöckigen Haus: Wir sind nun in einer höheren Etage angelangt, und da werden wir erst einmal bleiben." Nun seien die Notenbanken gefordert, darauf zu achten, dass die Entwicklung nicht aus dem Ruder laufe. "Sie müssen den Weg aus ihrer sehr lockeren Geldpolitik herausfinden", sagte Sewing. "Und zwar besser früher als später." Die wirtschaftliche Lage ist in seinen Augen trotz der momentanen Lieferengpässe robust. "Auch 2022 werden wir ein solides Wirtschaftswachstum sehen", glaubt der Deutsche-Bank-Chef. Seit Wort in Gottes Ohr und ein guter Seitenhieb auf die viel zu expansive Geldpolitik der Notenbanken.

Das von ihm geleitete Institut meldete für das 3. Quartal gemischte Zahlen. Unter dem Strich erreichte die Deutsche Bank einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 554 Mio. EUR, dies ist ein Anstieg von 15% gegenüber Vorjahr. Die Gesamteinnahmen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 6 Mrd. EUR, das ist nur ein kleiner Anstieg von 2%. Der Markt handelte die Aktie zuerst 5% höher, dann fiel der Kurs aber wieder auf die 11 EUR-Marke zurück. Technisch interessant wird es erst ab Überwindung der 12,5 EUR-Marke. Die ist aber noch ganze 15% entfernt. Beobachten!

Commerzbank – Seit langem wieder in den schwarzen Zahlen

Mitten im Umbau kehrt die Commerzbank wieder in die Gewinnzone zurück und stellt nun auch für das Gesamtjahr 2021 schwarze Zahlen in Aussicht. Geringere Gesamtkosten und deutlich weniger Belastungen durch faule Kredite sorgten dafür, dass das Frankfurter Geldhaus im 3. Quartal unter dem Strich 403 Mio. EUR verdienen konnte, noch vor Jahresfrist stand ein Verlust von 60 Mio. EUR zu Buche.

Vor Veröffentlichung der Zahlen hatten Analysten noch einen Nettoverlust von mehr als 100 Mio. EUR erwartet. An der Börse kam der verbesserte Ausblick sehr gut an, die Aktie kletterte zeitweise um 8% auf 6,98 EUR – genau dort ist nun die neue Jahresbestmarke angesiedelt. Wenn der Wiederstand hier signifikant überwunden werden kann, sollte es weitere Zugewinne in der seit Jahren verprügelten Aktie geben. Nehmen sie den Wert auf die engere Watchlist, der technische Ausbruch über 7 EUR sollte jedoch für einen mittelfristigen Einstieg abgewartet werden.


Das Schreckensgespenst „Inflation“ macht die Runde. Die Edelmetallmärkte jubilieren, die Zinsen machen einen leichten Satz nach oben. Bankwerte sollten von einer höheren Zinsmarge profitieren können, Gold- und Minenwerte hängen an den mittelfristigen Bullion-Preisen. Eher mittelfristige Chancen auf Edelmetallfunde schlummern in der MAS Gold-Aktie.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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