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18.01.2022 | 04:44

Lufthansa, TUI, Desert Gold – Explosiver Turnaround zum Jahresstart 2022!

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Bildquelle: pixabay.com

Nun gab es doch keinen Ausverkauf in 2021. Zwar setzte der DAX im Oktober und November zum Absturz an, und die 200-Tage-Linie wurde sogar mit 14.850 Punkten beide Male deutlich unterschritten. Dennoch hielt der Markt diese Linien. Die Crash-Propheten wurden allesamt wieder ganz still und zum Jahresende standen wieder knapp 16.000 Punkte auf dem Zähler. Wer hätte das gedacht – zweimal eine satte 1.200 Punkte-Umkehr, als wäre nichts gewesen. Hohe Inflationszahlen und Omikron-Befürchtungen konnten die hohe Liquidität bislang nicht aus dem Markt drücken. Zu Jahresanfang 2022 deutet sich jetzt der Rebound einiger verprügelter Titel an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG000

Inhaltsverzeichnis:


    Lufthansa – Der Platzhirsch kämpft um seine Slots

    Die deutsche Kranich-Airline hat sich durch die riesige Kapitalerhöhung in 2021 erstmal ein wenig Luft zum Atmen im internationalen Luftverkehr verschafft. Trotzdem bleibt die Konkurrenz-Situation für einen Vollprogramm-Anbieter unheimlich schwierig.

    Um auch nach der Pandemie ein attraktives Strecken-Portfolio anbieten zu können, ringt Lufthansa gerade um eine Minimum-Auslastung bei seinen Slots in Europa. Die irische Ryanair verspottete den deutschen Konkurrenten für die sogenannten „Geisterflüge“, denn die Iren sind an weiteren Start- und Landerechten interessiert. Um die Start- und Landerechte an Flughäfen sichern zu können, hat Lufthansa jüngst 18.000 mögliche Leerflüge angekündigt.

    Der irische Billigflieger Ryanair appellierte zugleich an die EU-Kommission, nicht oder wenig genutzte Routen anderweitig zu vergeben. Die Vergabe von Start- und Landerechten ist in Europa an die Auslastung von Flügen gebunden, denn bisher galt, dass eine Fluggesellschaft ein Zeitfenster für einen Start oder eine Landung nur dann dauerhaft behalten kann, wenn sie es in mindestens 80% der Fälle auch nutzt. Wegen der zahlreichen Flugausfälle während der Pandemie wurde diese Regel aber ausgesetzt.

    Billigflieger wie Ryanair beschwerten sich, weil sie ihrerseits Interesse an den Slots haben. Seit März 2021 müssen Fluggesellschaften ihre Zeitfenster zu 50% nutzen, um sie behalten zu können – das wird von vielen Fluggesellschaften als unrealistisch betrachtet, da der Flugverkehr weiter stark durch die Pandemie eingeschränkt ist. Harte Auflagen, aber gerecht. Denn dauerhaft sollten Airlines nur am Himmel präsent sein, wenn die Maschinen auch ausreichend voll sind. Schon allein aus Gründen des Klimaschutzes verlangt Fliegen heute eben mehr Flexibilität bei Flugreisenden.

    Die Lufthansa-Aktie startete gut ins neue Jahr 2022 und legte in den ersten zwei Wochen um 20% zu. Das ist genau der Verlust, der im Gesamtjahr 2021 zu Buche stand. Dennoch, die Airline dürfte trotz aller Querelen um Start- und Landerechte seinen Tiefpunkt hinter sich haben.

    Desert Gold Ventures – Das sind super Bohrergebnisse aus Westafrika

    Geduld wird belohnt. Gleich zum Jahresstart gibt es tolle Nachrichten aus Westafrika. Das kanadische Unternehmen Desert Gold Ventures Inc. ist ein Goldexplorer, der sich auf Vorkommen im afrikanischen Staat Mali konzentriert. Viele große Player sind dort aktiv, das Land steht in den Goldvorkommen auf vorderen Plätzen und zeigt sich von seiner Regierung sehr freundlich zu den Bergbau-Unternehmen.

    Desert Gold hat nun einen Teil der 410 qkm umfassenden Liegenschaft namens SMSZ näher untersucht und liefert gute Ergebnisse. Die Liegenschaft ist das größte zusammenhängende, nicht-produzierende Landpaket in dieser Region des Landes. Die ersten nachgewiesenen und angedeuteten Mineralressourcen von 8,47 Mio. Tonnen mit 1,14 g/t Au sowie vermutete Mineralressourcen von 20,7 Millionen Tonnen mit 1,16 g/t Au liefern 310.300 bzw. 769.200 Unzen Gold. Mit dieser Messung ist Desert Gold in die Liga der Millionen-Unzen Projekte aufgestiegen. Dabei enthielt die erste Mineralressource eine grubenbeschränkte Goldmineralisierung aus fünf Vorkommen, alle in einem Radius von 12km voneinander entfernt.

    Desert Golds Präsident & CEO Jared Scharf kommentierte: "Die Veröffentlichung dieser ersten Mineralressourcenschätzung ist ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen und stellt einen großartigen Ausgangspunkt dar. Wir glauben, dass das Unternehmen mit weiteren Bohrarbeiten diese Ressourcen erheblich erweitern und neue Gebiete wie die Entdeckung Gourbassi North West entwickeln kann. Wir erwarten ein arbeitsreiches Jahr mit einem Bohrprogramm von mehr als 20.000m und haben hohe Erwartungen zu den Ergebnissen.“

    Das Unternehmen schloss ebenso sein vor Kurzem bekanntgegebenes Bohrprogramm in Gourbassi North West ab. 72 Bohrlöcher über insgesamt 2.890m wurden entlang der ersten prognostizierten Streichlänge von 1,5 km ausgeführt. Die Veröffentlichung der Analyseergebnisse wird in den kommenden Wochen erwartet.

    Die Desert-Aktie (DAU) erreichte mit den Meldungen schon mal das Kursniveau von 0,145 CAD, mit einem weiterhin inflationsgetriebenen Goldpreis sollte in 2022 auch die Überwindung der 0,20 CAD gelingen. Dann wäre technisch auch der Chart wieder nach oben frei. Nehmen Sie Stücke vom Markt, denn die nächsten Bohrergebnisse werden sicherlich einen weiteren Schub erzeugen.

    TUI – Die Hoffnung für das Touristikjahr 2022 lebt wieder auf

    Der angeschlagene europäische Touristik-Marktführer TUI geht nach Jahren des Schrumpfens neue Wege und will wieder wachsen. Für die geplante Expansion nach der Pandemie wird TUI auch neue Finanzierungswege einschlagen. So sollen neue Liegenschaften nicht mehr nur selbst finanziert werden, sondern auch durch Investoren, die in ferne Länder diversifizieren wollen. Hierfür sollen spezielle Investitionsfonds aufgelegt werden.

    TUI plant, in den kommenden Jahren mehr als 100 neue Hotels zu bauen, hinzukommen sollen trotz aktueller Flaute auf See auch bis zu sechs neue Kreuzfahrtschiffe. Ein Blick auf die Bilanz verrät dem geneigten Investor aber eine hohe Verschuldungsquote, derartige Investitionen werden sich also nur durch die Hilfe von Eigenkapitalgebern stemmen lassen. Ob sich das für TUI unter dem Strich rechnen wird, ist eine Frage der Kapitalkosten, welche wiederum nach den dann vorherrschenden Risikofaktoren in der Touristik berechnet werden.

    Laut einer Vorabmeldung der WirtschaftsWoche bestätigte Strategie-Vorstand Peter Krüger bereits das Interesse diverser Investoren. Das neue System wäre laut Krüger eine "Win-Win-Konstellation", denn TUIs ausgesprochene Expertise für Top-Locations, die eigene Vermarktung und hauseigene Airlines, sorgen für die entsprechende Auslastung. Damit würde bei den Investoren auch die entsprechende Rendite im Portfolio generiert werden. Die kreativen Finanzierungsideen von Strategievorstand Krüger klingen vielversprechend. Immerhin arbeitete er bis 2017 als Investmentbanker bei der Deutschen Bank, er sollte sein Finanzhandwerk also beherrschen.

    Technisch ist die Situation bei der TUI-Aktie nun sehr interessant. Als Unterstützung bietet sich die Zone 2,50 bis 2,70 EUR an, ein Kaufsignal wird schon oberhalb von 3,20 generiert. Wer spekulativ investiert, legt einen engen Stop bei 2,85 EUR und lässt die Gewinne einfach laufen.


    Zu Jahresbeginn ändert sich das Szenario, denn Investoren verfügen über neue Investitionsbudgets und das Jahr 2021 wird ad acta gelegt. Deshalb darf es in gewisser Höhe auch gerne mal spekulativer zugehen. Alle drei vorgestellten Titel verfügen über mehr als 50% Potenzial – wir sind gespannt, wer zum Halbjahr 2022 das Rennen macht. Desert Gold ist zwar klein, aber ein möglicher Überraschungstitel für die nächste Goldhausse.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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