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30.06.2021 | 05:10

JinkoSolar, Kodiak Copper, BASF – Vorsicht: Dieser Markt wird explodieren!

  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Aufgrund der Energiewende befindet sich der Rohstoffsektor in einem historischen Umbruch. Durch eine CO2-Reduzierung in Wirtschaft und Verkehr verlieren Kohle, Gas und Rohöl zukünftig an Bedeutung, dafür steigt die Nachfrage nach Metallen wie Kupfer exorbitant an, um die Kapazitäten für die Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien auszubauen. Kupfer ist und bleibt aufgrund der chemischen Eigenschaften unersetzlich bei der Elektrifizierung der globalen Wirtschaft. 2020 stieg das Angebotsdefizit auf 560.000 Tonnen, den höchsten Wert seit einem Jahrzehnt. Und die Elektrifizierung des Verkehrs steht erst am Anfang.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
ISIN: KODIAK COPPER CORP. | CA50012K1066 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007


Kodiak Copper – Geschwindigkeit erhöht

In Deutschland lag der Anteil der Elektroautos im vergangenen Jahr gerade einmal bei 1,2%. Nun forcieren die Automobilbauer, allen voran Volkswagen, die Transformation vom Verbrenner hin zum batteriebetriebenen Fahrzeug. Laut Branchenkreisen sollen 2030 bereits mindestens 25% E-Autos über die deutschen Straßen rollen, was einer Anzahl von 11,55 Mio. Einheiten gleich kommt. Rund 83 kg Kupfer benötigt ein elektrisch betriebenes Auto, und damit rund viermal so viel wie ein Automobil mit Verbrennungsmotor.

Dadurch entsteht ein massiver Nachfrageüberhang. Demgegenüber steht ein knappes Angebot. Durch die niedrigen Kupferpreise in der vergangenen Dekade wurden mehrere Kupferminen stillgelegt und Investitionen in neue Kupferprojekte waren kaum zu beobachten. Somit eröffnete Goldman Sachs kürzlich eine Studie mit der Überschrift: „The copper market is unprepared for this critical role!“ Die wenigen aussichtsreichen Minen-Projekte werden in den nächsten Jahren als Gewinner hervorgehen, mit überproportional wachsenden Erlösen sowie folglich auch steigenden Aktienkursen.

Weit fortgeschritten ist das kanadische Unternehmen Kodiak Copper, das sich auf ein Portfolio von Kupfer-Porphyr-Projekten in Kanada und den USA fokussiert, die sich alle im kompletten Eigentum befinden. Das Flagschiff ist das Kupfer-Gold-Porphyr-Projekt MPD, ein umfassendes, konsolidiertes Landpaket mit einer Fläche von 147 km² im ertragreichen Quesnel Trough im südlichen Zentrum der kanadischen Provinz British Columbia, wo das Unternehmen bereits 2020 hochgradige Mineralisierungen innerhalb einer breiten mineralisierten Ummantelung entdeckt hat.

So wurde in der der Gate-Zone des Projektes eine bedeutsame Kupfer-Gold-Mineralisierung auf einer Mächtigkeit von 350m (Ost-West), einer Länge von über 100m (Nord-Süd) und bis in eine Tiefe von 800m durchschnitten, die in alle Richtungen offen ist. In direkter Nähe zu MPD befinden sich die produzierenden Minen von Copper Mountain, Highland Valley und New Afton.

Im Gesamtjahr 2021 plant Kodiak Copper, insgesamt 30.000m in den Zielgebieten zurückzulegen. Durch das üppige Cash-Polster von 14 Mio. CAD konnte das Programm bereits komplett durchfinanziert werden. Die Bohrungen in diesem Jahr konzentrieren sich bisher auf die Erweiterung der Gate Zone, wo Kodiak eine hochgradige Kupfer-Gold-Entdeckung am nördlichen Ende einer 1km langen Bodenanomalie machen konnte. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, wurde nun ein zweites Bohrgerät mobilisiert.

Aktuell konsolidiert der Kupferpreis, der vor Kurzem durch das Überschreiten von 10.000 USD je Tonne ein neues Mehrjahreshoch erreichte, im Bereich um 9.300 USD je Tonne. Die Aktie von Kodiak Copper erreichte Mitte Mai ein Jahreshoch bei 2,34 CAD und fiel aufgrund der kurzfristigen Marktschwäche in den Widerstandsbereich bei 1,70 CAD zurück. Somit ergibt sich auf aktuellem Niveau noch einmal eine interessante Einstiegschance, um am langfristigen Boom des Kupferpreises zu partizipieren.

JinkoSolar – Stark im Markt

Boom hat es im Chart des chinesischen Produzenten für Solarzellen, Solarmodule und Montagesysteme JinkoSolar gemacht. Mit einem Plus von knapp 23% und einem Kurs von 52,85 USD ging die Aktie am Montagabend aus dem US-Handel. Grund für den Hype waren die besser als erwarteten Zahlen zum ersten Quartal. So stiegen die Auslieferungen an Solarprodukten um 33,7% auf 5.354 Megawatt an. Der Umsatz sank zwar um 6,4% auf 7,94 Mrd. CNY. Ohne den Verkauf eines Werks in Mexiko wäre dieser jedoch um 9% geklettert. Das Nettoergebnis fiel im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 221,09 Mio. CNY, blieb aber dennoch im positiven Bereich.

Gegenüber dem vierten Quartal 2020 konnte JinkoSolar zudem seine Bruttogewinnmarge von 16,0 auf 17,1 % steigern. Zum Ende des letzten Quartals verfügte das Unternehmen noch über 7,04 Mrd. CNY an Cash. Im zweiten Quartal erwartet JinkoSolar eine Bruttomarge von 12 bis 15%. Für das Gesamtjahr 2021 wird ein Absatz an Solarwafern, -zellen und –modulen von 25 bis 30 Gigawatt prognostiziert.

Neben den gut ausgefallenen Zahlen gab das chinesische Unternehmen gestern bekannt, dass es seine 73,28%-Tochter Jiangxi Jinko, die Solar-Einheit des Unternehmens, an Chinas 'Stark-Markt', die Shanghai Stock Exchange (SSE), bringen will.

BASF – Freund der Analysten

Die starke Entwicklung von BASF ist auch den Analysten nicht verborgen geblieben. Die am Ende des nächsten Monats veröffentlichten Quartalszahlen dürften einige positive Überraschungen bereithalten. So bestätigen die Experten der Deutschen Bank die Kaufempfehlung für den DAX-Wert und belassen das Kursziel bei 88,00 EUR. Noch beeindruckter von den Ludwigshafener ist das US-Analysehaus Bernstein Research. Diese hoben das Kursziel von bisher 105 auf nunmehr 108 EUR an. Grund für die positiven Aussichten sei der Anstieg der Nachfrage nach Chemieprodukten und die positiven Trends bei den Verkaufspreisen.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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