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05.03.2024 | 05:10

Globex Mining, Rheinmetall, Fisker – Korrektur vor dem Ende

  • Rüstung
  • Elektromobilität
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Die Wirtschaft in Deutschland schrumpft und ein Ende der Abwärtsspirale ist auch im laufenden Jahr nicht zu erkennen. Einzig die noch vor dem Ukrainekonflikt als sozial schädlich titulierte Rüstungsindustrie dient als Wachstumslokomotive, Aktien aus der Branche eilen von einem Hoch zum nächsten. Durch die wachsende und sicherlich auch andauernde Nachfrage nach Rüstungsgütern steigt der Bedarf an kritischen Metallen. Nach einer längeren Korrekturbewegung könnten Kupfer, Lithium und Co. ihr Bodenbildung nun abgeschlossen haben.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Fisker Inc. | US33813J1060 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093

Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall – Der Motor der deutschen Wirtschaft

    Die deutsche Wirtschaft schwächelt und ein Ende der Flaute ist nicht absehbar. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt bereits zum Ende des abgelaufenen Jahres um 0,3 % schrumpfte, erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung auch im ersten Quartal ein weiteres Absinken der Wirtschaftsleistung. Eine der wenigen Branchen, die gerade einen Aufschwung erlebt, ist die Rüstungsbranche. Seit der Invasion Russlands brummt das Geschäft und die Auftragsbücher von Rheinmetall, Hensoldt & Co. platzen aus allen Nähten.

    Gerade der Stellenwert des Aushängeschildes, der Rheinmetall AG, ist seit dem Ukrainekonflikt auch außerhalb Deutschlands erheblich gewachsen. Der jüngste Auftrag stammt von einem europäischen NATO-Staat, der die Düsseldorfer mit der Lieferung von Artillerieraketen für Mehrfachraketenwerfer beauftragte. Dabei beläuft sich das Auftragsvolumen auf über 300 Mio. EUR netto. Hier trägt die strategische Portfolioerweiterung um den Bereich der Raketenartillerie erste Früchte, nachdem erst Mitte Februar im niedersächsischen Unterlüß der Spatenstich für ein neues Werk gesetzt wurde, in dem neben Sprengstoff und Artilleriemunition auch Komponenten für Raketenartillerie produziert werden soll.

    Die Aktie von Rheinmetall legte nach wochenlanger Hausse und Höchstkursen von 436,50 EUR derweil eine Verschnaufpause ein. Ein Rücksetzer in den Bereich um 400 EUR wäre aufgrund der Überverkauftheit demnach mehr als normal.

    Globex Mining – Basiswerte ziehen an

    Die Rahmenbedingungen für ein Ansteigen des inneren Wertes des Portfolios sind aktuell besser denn je beim Rohstoffinkubator aus Kanada. Neben der Tatsache, dass sich Gold nahe an seinem Allzeithoch befindet, zieht auch das Edelmetall Silber weiter an. Zudem bildeten Industriemetalle wie Kupfer oder Lithium nach einer längeren Korrektur einen Boden, der auf eine langfristige Gegenbewegung hindeuten könnte.

    Um über 5 % auf 0,83 CAD angesprungen ist auch der Aktienkurs von Globex Mining. Damit konnte der Wert seinen seit Dezember etablierten Abwärtstrend durchbrechen. Nächstes kurzfristiges Ziel dürfte die 200-Tagelinie bei 0,88 CAD darstellen. Darüber hinaus liegt ein erster markanter Widerstand bei 0,96 CAD.

    Dass das mit 45,87 Mio. CAD bewertete, schuldenfreie Unternehmen deutlich höheres Potenzial besitzt, zeigt ein Blick auf das breit diversifizierte Portfolio mit sage und schreibe 247 Projekten, die sich an Orten mit geringem politischem Risiko im Osten Kanadas, Deutschland und den USA befinden. Dabei umfasst das Spektrum der Beteiligungen 123 Edel-, 68 Basis- sowie 56 Spezialmetalle und Industrieminerale, die existenziell zum Erreichen der Klimaziele sind.

    Einen regelmäßigen Cash Flow erhält Globex Mining aus Einnahmen aus Lizenzgebühren, dem Verkauf oder der Verpachtung von Schürfrechten sowie der anteiligen Vereinnahmung von verkauften Mineralien. Per Ende Februar 2024 waren 100 Liegenschaften an Lizenznehmer vergeben. Überdies ist der Lizenznehmer für die Exploration der Projekte verantwortlich und übernimmt sämtliche Kosten.

    Neben dem stets wachsenden Portfolio besitzt das von Bergbauveteran Jack Stoch geleitete Unternehmen mehr als 25 Mio. CAD an Cash, Aktien und marktfähigen Wertpapieren. Die neueste Akquisition ist der Erwerb von acht nicht patentierten Gold-Silber-Claims mit einer Gesamtfläche von 66,88 ha. Das Projektgebiet befindet sich am nordwestlichen Rand des historischen Crescent-Bergbaubezirks am Westhang der McCullough Mountain Range. Globex hat bereits erste Feldarbeiten, einschließlich geologischer Kartierungen durchgeführt und insgesamt 65 Gesteinsproben auf dem Grundstück Red Star und zwei Proben außerhalb des Grundstücks entnommen.

    Fisker – Rettung aus Japan?

    Gibt es doch noch einen Hoffnungsschwimmer für das krisengebeutelte Unternehmen aus Los Angeles? Spekulationen zu Folge könnte die Rettung aus Japan kommen. Gemäß Angaben von Reuters soll sich Nissan um eine Beteiligung bemühen. Eine solche Partnerschaft könnte Nissan die Möglichkeit bieten, in den Markt für elektrische Pick-up-Trucks einzusteigen, während Fisker aus finanzieller Sicht die Insolvenz abwenden könnte. Spekulationen zufolge könnte Nissan eine Investition von über 400 Mio. USD in die Truck-Plattform von Fisker tätigen, mit dem Ziel, ab dem Jahr 2026 einen darauf basierenden Pick-up in den Vereinigten Staaten zu fertigen.

    Aus alleiniger Kraft dürfte Fisker keine Chance auf ein Überleben haben. Trotz einschneidender Maßnahmen des Managements, darunter die Entlassung von rund 15 % der Mitarbeiter, verzeichnete der Elektroautobauer im vierten Quartal einen Nettoverlust von 463 Mio. USD bei Erlösen in Höhe von 200 Mio. USD.

    Im Anschluss an die mögliche Rettung zog die Aktie um mehr als 50 % auf 0,58 USD an, gab jedoch am gestrigen Montag die Hälfte der Gewinne ab und notiert aktuell bei 0,48 USD. Ein Investment gleicht hier einem Roulette-Spiel.


    Rheinmetall konnte sich einen weiteren dreistelligen Mio. Auftrag sichern. Durch die steigenden Edelmetallpreise sowie der Bodenbildung bei weiteren Rohstoffen dürfte sich der innere Wert der Beteiligungen von Globex Mining signifikant erhöhen. Fisker könnte in letzter Minute vom japanischen Automobilkonzern Nissan gerettet werden.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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