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11.11.2022 | 05:01

Globex Mining, Deutsche Telekom, Meta Platforms - stürmische Zeiten und ein Ruhepol

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Bildquelle: pixabay.com

Die Deutsche Telekom AG hat ihre Q3-Zahlen verkündet. Gewinn bringt den Bonnern zur Zeit das USA Geschäft, was hauptsächlich am starken US-Dollar und dem dortigen Kundenwachstum liegt. Doch in Zeiten von Rezession und Inflation bleibt der Konsum oft aus. 11.000 ehemalige Meta Mitarbeiter werden wohl von nun an den Gürtel etwas enger schnallen, auch wenn Mark Zuckerberg ihnen noch ein paar Monate weiter Gehalt zahlt. Seine Pläne sind ambitioniert, der KI-Ausbau steht an erster Stelle. Da tut es gut, Felsen in der Brandung wie Globex Mining genauer zu betrachten. Das Unternehmen besitzt 217 Areale mit wertvollen Rohstoffen, Edelmetallen und mehr, die in der Computer- und Telekommunikationsindustrie Verwendung finden...

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508 , FACEBOOK INC.A DL-_000006 | US30303M1027 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093

Inhaltsverzeichnis:


    Globex Mining - nähere Betrachtung lohnt

    Rohstoffe wie Edelmetalle und Seltene Erden sind in Wirtschaftszweigen wie Telekommunikation, Automotive und Erneuerbare Energien heiß begehrt. Aufgrund des Bärenmarktes suchen Investoren Halt in echten Werten wie Gold. Doch die globale Zinswende hat negative Auswirkungen auf den Preis von Gold, der noch im März zu 2.000 USD je Feinunze (31,1g) zu haben war. Mittlerweile bewegt sich der Goldpreis bei rund 1.706 USD. Eine Möglichkeit der Diversifizierung im Bereich der Edelmetalle bietet Globex Mining. Mit über 60 Jahren Branchenerfahrung besitzt das kanadische Unternehmen mehr als 200 Grundstückspakete, die alle über Ressourcen oder Reserven, mineralisierte Bohrabschnitte, Mineralienvorkommen, ungeprüfte geophysikalische Ziele oder eine Kombination davon verfügen. Die Areale befinden sich in Kanada und den USA.

    Das Geschäftsmodell der Globex Mining ermöglicht seinen Aktionären, in allen Bereichen der Rohstoff-Wertschöpfungskette Mehrwert zu generieren. Das geschieht durch den Erwerb von Grundstücken, deren Exploration, damit verbunden Optionen oder Joint Ventures. Globex Mining investiert jährlich mindestens 1,5 Mio. CAD in die Exploration der eigenen Grundstücke. Darüber hinaus unterstützen sie ihre Optionspartner, indem sie an den Explorationen teilhaben und investieren. Ein Blick auf das Grundstücksverzeichnis lässt erahnen, wie diversifiziert das Unternehmen mit seinen 217 Projekten aufgestellt ist: u.a. 111 Edelmetalle-Projekte mit Gold, Silber, Platin, Palladium. 62 Buntmetalle und Polymetalle mit Kupfer, Zink, Blei, Nickel sowie 44 Sondermetalle und Minerale, die Lithium, Kobalt, Seltene Erden, uvm. beinhalten. Die aktuelle Investorenpräsentation von November 2022 gibt einen genauen Überblick über das Unternehmensportfolio. Bei dieser breiten Diversifikation in der Nische der Rohstoffe ist Globex Mining für die Nachfrage aus den einzelnen Wirtschaftsbereichen mehr als gut aufgestellt.

    Deutsche Telekom Aktie: USA-Geschäft sorgt für Umsatz

    Es ist der starke US-Dollar, der dem USA-Geschäft der Deutschen Telekom AG zugutekommt. Der Gesamtumsatz des Bonner Konzerns beläuft sich im dritten Quartal auf 19,3 Mio. EUR, im Vergleich zum Q3 2021 ist das eine Steigerung von 15,9%. In Europa ist das Geschäft leicht rückläufig, mit 2,8 Mio. EUR Umsatz fiel der Wert um 1,1% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Unternehmen hat wie alle anderen am Standort Deutschland mit stark gestiegenen Energiepreisen zu kämpfen, die zu höheren Energie-, Transport- und Herstellungskosten führen.

    Kein Wunder, dass sich das Unternehmen verstärkt auf operative Maßnahmen im internationalen Ausland fokussiert, vornehmlich der Ausbau des Kundengeschäftes seiner Mobilfunktochter T-Mobile US. Diese Sparte konnte im dritten Quartal 1,6 Mio. neue Vertragskunden gewinnen, davon 854.000 Telefonie-Kunden.Auch im Bereich Highspeed-Internet, also dem Internetzugang via Mobilfunk, ist das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs: Insgesamt 578.000 Kunden entschieden sich im dritten Quartal für dieses Angebot; insgesamt nutzen 2,1 Mio. Kunden das Produkt. Doch in Relation zu den Nutzerzahlen von Hauptkonkurrent Verizon mit 142,8 Mio. Nutzern in Q4 2021 hat der Deutsche Löwe zwar gut gebrüllt, doch Investoren sollten immer einen Blick auf die börsennotierten Peers in der Branche werfen und die Verhältnismäßigkeiten der veröffentlichten Zahlen hinterfragen.

    T-Mobile US hat im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr einen Service-Umsatz von 15,3 Mrd. USD verzeichnet. Dies entspricht einem Anstieg um 4,2%. Das bereinigte EBITDA AL belief sich auf 6,7 Mrd. USD und damit 0,9% weniger als im Vorjahresquartal.

    Ein Risiko für den Konzern ist das Nutzerverhalten in den USA. US-Amerikaner sind es gewohnt, Tarife und Verträge zu wechseln, genau wie ihre Häuser. So könnten diese in günstigere Tarife wechseln. Auch könnten mehr Zahlungsausfälle auftreten, da im Land der unbegrenzten Möglichkeiten viel auf Kredit basiert und zudem die pandemiebedingten Hilfsprogramme der Regierung auslaufen. Des Weiteren wird mit steigenden Zinsen in den USA, in Europa und in Deutschland gerechnet, was ebenfalls zu weniger Konsum führen kann. Wo die Inflation grassiert, wird gespart oder der Cent zweimal umgedreht.Es bleibt ein durchwachsener Ausblick für die Bonner, auch, weil Lieferkettenausfälle weiterhin das Geschäft negativ beeinflussen können.

    Meta - Gesundschrumpfung führt zu 11.000 Entlassungen

    Einer wasserkopfartigen Hydra gleich blähte sich der ehemalige Facebook Konzern in den vergangenen Jahren auf. Das werbefinanzierte Modell, andauerndes Nutzerwachstum, Zukäufe wie Instagram und WhatsApp ermöglichten Mark Zuckerberg immer kühnere Pläne. So soll sein virtuelles Metaverse der Marktplatz der unbegrenzten Möglichkeiten werden, mit eigener Währung und weiteren wunderbaren Werbewelten für seine B2B-Kunden.

    Doch Investoren reagierten besorgt auf die steigenden Kosten und Ausgaben von Meta, als das Unternehmen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 19% auf 22,1 Mrd. USD zulegte. Als das Unternehmen Ende Oktober eine lauwarme Prognose für die anstehenden Ergebnisse des vierten Quartals abgab, reagierten die Anleger mit einem massiven Verkauf und die Aktie fiel um fast 20%.

    Zuckerberg verkündete die Entlassungen in einer digitalen Botschaft: "Heute teile ich einige der schwierigsten Veränderungen mit, die wir in der Geschichte von Meta vorgenommen haben", so Zuckerberg. "Ich habe beschlossen, die Größe unseres Teams um etwa 13% zu reduzieren und mehr als 11.000 unserer talentierten Mitarbeiter zu entlassen. (...) Ich glaube, dass wir als Unternehmen heute stark unterschätzt werden. Milliarden von Menschen nutzen unsere Dienste, um sich zu vernetzen, und unsere Gemeinschaften wachsen weiter. Unser Kerngeschäft gehört zu den profitabelsten, die je aufgebaut wurden, und wir haben ein riesiges Potenzial für die Zukunft. Und wir sind führend in der Entwicklung der Technologie, die die Zukunft der sozialen Vernetzung und der nächsten Computerplattform definieren wird. Wir leisten historisch wichtige Arbeit. Ich bin zuversichtlich, dass wir, wenn wir effizient arbeiten, stärker und widerstandsfähiger denn je aus diesem Abschwung hervorgehen werden."

    Analysten sehen die Reduktion der Mitarbeiter um 13% als einen Tropfen auf dem heißen Stein, doch als Schritt in die richtige Richtung. Der Ausbau der KI und der Vernetzung der Daten steht im Vordergrund. Das bedeutet auch mehr Speicherkapazität, mehr Technik und mehr Nachfrage an Rohstoffen, die in den Serverfarmen ihren Einsatz finden.

    Anscheinend spricht sich das europäische Modell der Mitarbeiter-Benefits auch in den USA herum: Die betroffenen Ex-Mitarbeiter erhalten 16 Wochen Gehalt plus zwei zusätzliche Wochen für jedes Dienstjahr, so Zuckerberg. Meta wird die Krankenversicherung für sechs Monate abdecken.


    Meta stopft erste Ausgabelöcher und die starten meist beim Headcount. 11.000 Mitarbeiter müssen ihren Hut nehmen und sich neue Jobs suchen. Die Anleger begrüßten den Schritt von CEO Zuckerberg und die Aktie stieg um 7% an. Der Ausbau der KI bedarf noch einiger Kraftanstrengung, doch angesichts der Milliarden von Nutzern weltweit ist Meta nach wie vor gut aufgestellt, trotz schnelllebiger Konkurrenz von TikTok & Co. Die Deutsche Telekom AG hingegen vermeldet ein sehr mildes Wachstum, was hauptsächlich auf dem USA Neukundenzuwachs in der Sparte T-Mobile US beruht. In Europa ist der Konzern nach wie vor den hohen Energiekosten ausgesetzt, auch Lieferengpässe sind an der Tagesordnung. Eine angenehme Ruhe strahlt hingehen Globex Mining aus. Das Unternehmen hat 217 Rohstoff-Areale mit unterschiedlichsten Metallvorkommen in verschiedensten Explorationsphasen. Angesichts der Summe der Projekte und dem Shareholder-Value entlang der Wertschöpfungskette ist ein Blick in ihre Investoren-Unterlagen von Vorteil.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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