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01.09.2021 | 04:05

First Majestic Silver, Aztec Minerals, CureVac, Valneva – Chancen über Chancen!

  • Edelmetalle
  • Covid-19
Bildquelle: pixabay.com

Von wegen Sommerflaute! An der Börse ist deutlich mehr los, als viele dachten. Gold und Silber machen regelrechte Bocksprünge, die zugehörigen Aktien ebenso. Bei den Impf-Werten hat sich die Spreu deutlich vom Weizen getrennt. Wer aktuell nicht liefern kann, bleibt im Kurs gedrückt. Dennoch, niedrig sind die Bewertungen der zurückgebliebenen Werte auch nicht. Offensichtlich gibt es doch noch Hoffnung auf den einen oder anderen Produkterfolg. Wir sehen uns einige Werte genauer an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: AZTEC MINERALS CORP. | CA0548271000 , FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031 , CUREVAC N.V. O.N. | NL0015436031 , VALNEVA SE EO -_15 | FR0004056851

Inhaltsverzeichnis:


    First Majestic Silver – Erst der Silber Squeeze, dann die große Korrektur

    Einer der größten Silberminen in Mexico ist First Majestic Silver. Als zu Jahresanfang ein Silberpreis von 100 USD durch die Social Media-Plattformen gejagt wurde, kauften wilde Privatanleger die Aktie ohne groß zu reflektieren, was die richtige Bewertung sein könnte. Der Preis erreichte 21,80 EUR und fiel dann nach Auflösung der Gerüchte auf unter 10 EUR zurück. Genau dort war der Kurs zuvor gestartet.

    Mittlerweile hat First Majestic ordentliche Zahlen vorgelegt und der Kurs stabilisiert sich wieder, obwohl auch das Silber selbst nochmal unter 24 USD gefallen war. Der Umsatz erreichte nach der Aufnahme der Produktion in der Mine Jerritt Canyon eine robuste Leistung von 154,1 Mio. USD, das ist ein neuer Quartalsrekord. Der durchschnittlich erzielte Silberpreis von 27,32 USD pro Unze überrascht sogar positiv, der nachhaltige Produktionspreis lag bei 19,42 USD. Well done! Insgesamt blieben 15,6 Mio. USD als Gewinn, der Bestand an Barmitteläquivalenten erreicht 227 Mio. USD.

    Mit diesen Zahlen ist First Majestic Silver wieder auf der Spur. Der Chart sendet über 10,50 EUR weitere Kaufsignale. Jetzt einsammeln – und den nächsten Move im Silber mitnehmen!

    Aztec Minerals – Ein gutes Explorer-Setup

    Das Explorationsunternehmen Aztec Minerals ist auf Gold und Silber spezialisiert mit einem Fokus auf Liegenschaften in Nord-, Mittel- und Südamerika. Am größten Projekt Cervantes in Sonora (Mexiko) hält der Junior-Explorer 65%. Hierbei handelt es sich um ein aussichtsreiches Porphyr-Gold-Kupfer-Vorkommen. Desweiteren besitzt man 75% an den Multimetall-Liegenschaften Tombstone in Cochise County (Arizona).

    Zuletzt gab es News zum Joint Venture mit Kootenay Silver Inc. über erste geochemische Gold-Kupfer-Molybdän-Anomalien in den Gesteinen von Cervantes. Das Oberflächen-Explorationsprogramm der Phase 1 lieferte speziell für die Ziele Estrella, Brazil, California Norte und Estrella Norte sehr gute Grade in Splitterproben von bis zu 21,3 g/t Gold (Au), wobei ganze 10 Proben mehr als 1 g/t Au enthielten. In der Phase 2 werden mit Beginn des vierten Quartals nun 5.000m gebohrt. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

    Aztec Minerals kann mit seinen zwei Standorten ein gutes Setup für weitere Erfolge vorweisen. Gold- und Silberpreise konnten sich zuletzt aufgrund inflationärer Tendenzen leicht stabilisieren. Zurzeit kann man sich noch auf Basis von ca. 0,32 CAD zu einer Marktkapitalisierung von 19 Mio. CAD einkaufen.

    CureVac – Kommt doch noch was?

    Fern ab der Edelmetalle wundert sich die Anlegergemeinde über die Vorgänge bei CureVac. Denn für das Tübinger Biotech-Unternehmen stehen die Karten nicht besonders gut. Bislang besteht die Hoffnung auf einen COVID-19 Impfstoff der zweiten Generation. Doch nicht nur CureVac entwickelt den Impfstoff weiter, alle anderen Konkurrenten tun das natürlich auch.

    Nach dem brachialen Absturz der Aktie im Juli auf unter 40 EUR mehren sich jetzt die Meinungen, es könnte dennoch klappen. Denn wie auch BioNTech und Moderna arbeitet CureVac neben dem Bereich der COVID-19 Impfstoffe an weiteren Therapien auf mRNA-Basis. Aus präklinischen Arbeiten an HNF4A mRNA-Therapien zur Behandlung von Leberfibrose und Leberzirrhose hat das Tübinger Biotech-Unternehmen nun Daten vorgelegt, die in der Fachzeitschrift Journal of Hepatology veröffentlicht wurden. Es besteht Grund zur Annahme, dass demnächst auch ein Erfolg anstehen wird.

    Ob die Aktie fernab der COVID-Phantasie auch eine Bewertung von 11,4 Mrd. EUR verdient, ist aus heutiger Sicht nicht seriös zu beantworten. CureVac bleibt sehr volatil, gestern ging es wieder mal um 7% nach unten. Enttäuschend wie wir meinen, aber das dürfte im Impf-Krimi nicht der letzte Ausschlag gewesen sein! Weiter beobachten.

    Valneva – Eine neue Art der Impfung aus Frankreich

    Während die Aktie von Biontech zuletzt nicht mehr weiter vorankam, hat das Papier von Valneva in den vergangenen Tagen ein wahres Kursfeuerwerk gezündet. Der Wert hat sich innerhalb von zwei Wochen nahezu verdreifacht. Ist dieser Anstieg gerechtfertigt?

    Der Grund: Für alle Menschen, die nicht auf die mRNA-Impfung vertrauen wollen, gibt es jetzt einen neuen Ansatz aus Frankreich. Denn Valneva setzt bei seinem Covid-19-Impfstoffkandidaten VLA2001 auf die klassische Herangehensweise mit einem inaktiven Virus (Totimpfstoff). Noch ist das Valneva-Mittel aber nirgendwo zugelassen. Das Unternehmen selbst erwartet allerdings noch vor Jahresende eine positive Entscheidung in Großbritannien.

    Die Rally der Papiere des französischen Impfstoffherstellers Valneva hat sich gestern nochmals beschleunigt. Der Wert gewann im Vergleich zum Vortagsschluss in Paris in der Spitze gut 57% auf knapp 30 EUR, fiel aber am Abend wieder auf 21,50 EUR zurück. Die Bild-Zeitung berichtete sogleich auf ihrer Webseite über den "neuen Corona-Hype". Mittlerweile hat die Aktie auch schon ein Gewicht von 3 Mrd. EUR - zum Vergleich: Das an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq notierte Mainzer Unternehmen BioNTech kommt derzeit auf umgerechnet rund 71 Mrd. EUR, der Kursgewinn seit Ende Januar 2020 beträgt wackere 1.100 %. Moderna schießt den Vogel mit 126 Mrd. EUR Börsenwert ab und ganze 1.700 % Anstieg. Kein Wunder, dass die Anleger auf den „Neuen“ springen.

    Vielleicht geht Valneva auch bald richtig durch die Decke – wenn der Impfstoff zugelassen wird, kann das innerhalb weniger Tage passieren. Wieder eine Impf-Aktie für dicke Schlagzeilen!


    Die Börse gibt und nimmt. Im Fall von Edelmetallen bewegen sich die monatlichen Ausschläge normal im Rahmen von 10-20%. Bei den Impfstoff-Herstellern kann eine gute oder schlechte Meldung schon mal einen Ausschlag von mehr als 50% bedeuten. Aztec Minerals ist eine interessante Positionierung für Edelmetallfunde in Mexico oder Arizona.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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