Menü schließen




27.10.2021 | 05:08

Enapter, Plug Power, Ballard Power – Das ist die Zukunft!

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

1875 schrieb Jules Verne in seinem Buch „Die geheimnisvolle Insel“: „Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern.“ Der Visionär lag richtig. Für eine erfolgreiche Energiewende benötigen wir Wasserstofflösungen. Für viele Unternehmen rückt die Massenfertigung zunehmend in greifbare Nähe, die meisten Gesellschaften schreiben derzeit jedoch noch rote Zahlen. Wer wird in Zukunft vorne liegen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ENAPTER AG INH O.N. | DE000A255G02 , BALLARD PWR SYS | CA0585861085 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

Inhaltsverzeichnis:


    Enapter – Innovation made in Germany

    Das preisgekrönte deutsche Unternehmen stellt hocheffiziente, modulare Wasserstoff-Generatoren auf Basis einer Anionenaustauschmembran-Technologie (AEM) her. Die Kerntechnologie ist seit mehr als zehn Jahren erprobt und bildet die Basis für den kostengünstigen und kompakten Elektrolyseur, der in Branchen wie Energie, Mobilität, Telekommunikation, Wärmegewinnung und der Industrie Anwendung findet. Die Innovationskraft des Unternehmens würdigte das World Economic Forum diesen Sommer mit dem Titel "Technology Pioneer 2021" für die Entwicklung der revolutionären AEM Elektrolyse-Technologie.

    Im September erfolgte der Spatenstich für den Enapter Campus in Nordrhein-Westfalen, der u.a. eine Produktionsstätte für die Massenfertigung von 10.000 Wasserstoff-Generatoren pro Monat umfassen wird. Den Produktionsstart avisiert die Gesellschaft für das vierte Quartal 2022. Der Enapter Campus soll als Blaupause für den geplanten globalen Roll-out weiterer Produktionsstätten dienen. Mittelfristig soll eine Produktionskapazität von 280 MW pro Jahr aufgebaut werden.

    Jüngst veröffentlichte die Gesellschaft erstmals einen SASB-Report (Sustainability Accounting Standards Board). Damit macht Enapter Kennzahlen aus dem Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance - ESG) nach dem Standard und der Methodik des SASB öffentlich zugänglich. Unbestritten besitzen ESG-Kriterien zunehmend Gewicht bei den Anlageentscheidungen von Investoren.

    Die Analysten von Pareto Securities und First Berlin raten zum „Kauf“ der Aktie, da sie von den Potenzialen der innovativen Technologie überzeugt sind. Als Kursziel formulieren beide Analystenhäuser 34 EUR, das ist ein Aufwärtspotenzial von rund 20%.

    Plug Power – Newsflow und höhere Mittelfristziele befeuern Kurs

    Beeindruckende Erfolgsmeldungen und die Anhebung der mittelfristigen Ziele haben den Anteilsscheinen der Amerikaner zuletzt deutlichen Auftrieb gegeben. Vorangegangen war eine schmerzliche Kurskorrektur. Aktuell ist die Gesellschaft mit knapp 19 Mrd. USD bewertet. Sportlich oder nicht?

    Bisher hatte Plug Power Umsätze der Wasserstoff-Sparte von 200 Mio. USD für 2024 prognostiziert. Nun erhöhte die Gesellschaft die 2025er Ziele auf 1,5 Mrd. USD. Analysten trauen der Gesellschaft 2026 dann Erlöse von 4 Mrd. USD und ein EBITDA von rund 600 Mio. USD zu. Sollten diese hohen Steigerungsraten eintreten, würde sich die derzeit hohe Bewertung schnell relativieren. Börse handelt eben Zukunft. Fakt ist dennoch, dass die schwarze Null noch Jahre entfernt ist.

    Die letzten Unternehmensmeldungen sorgen für ordentlich Phantasie. Um die Vermarktung von Wasserstoffdrohnen voranzutreiben, arbeiten Plug Power u.a. mit HevenDrones zusammen. Zusammen entwickeln die Unternehmen eine Lösung für die Stromversorgung und Betankung der HevenDrones-Flotte. Flugzeit, Reichweite und Traglast sollen so verbessert werden. Beeindruckend ist zudem die Zusammenarbeit mit Airbus. Plug Power wird hier ebenfalls Szenarios für die Betankungs-Infrastruktur entwickeln.

    Ballard Power Systems – Das große Bild spricht für die Aktie

    Ballard Power Systems entwickelt und fertigt Protonenaustauschmembran-Brennstoffzellen, die zur Stromversorgung von Bussen, Lastkraftwagen, Zügen, Schiffen und Gabelstaplern eingesetzt werden. Das Unternehmen mit Sitz in Kanada ist einer der wenigen Pioniere der Branche. Ballard konzentriert sich auf schwere und mittelschwere Antriebsanwendungen, bei denen Brennstoffzellen aufgrund ihrer Reichweite und ihrer Betankungszeiten überzeugen. Und die Rahmenbedingungen sprechen für für einen Erfolg der Gesellschaft.

    Die Europäische Kommission mit ihrem „Fit for 55"-Paket und das US-Energieministerium mit seinem "Earthshot"-Programm, die beide in diesem Sommer angekündigt wurden, sehen in der Nutzung von Wasserstoff als Energiequelle einen Erfolgsfaktor zur Verringerung von Kohlendioxidemissionen. Ballard sollte von einem Marktwachstum deutlich profitieren, da die Gesellschaft ihre Brennstoffzellentechnologie seit längerer Zeit vermarktet und die rund 3.500 mit seinen Brennstoffzellen betriebenen Busse und LKWs bereits über 100 Mio. Kilometer zurückgelegt haben.


    Die Wasserstofftechnologie wird sich als wichtiger Bestanteil der Energiewende etablieren. Bis zur Massenfertigung und zur Marktdurchdringung wird es noch eine Weile dauern. Jedoch liegen die zahlreichen Vorteile der Technologie auf der Hand. Ballard Power ist unbestritten ein Pionier der Branche. Plug Power sollte in die hohe Bewertung hineinwachsen. Aufgrund des innovativen Ansatzes ist Enapter spannend. Analysten machen hier ein Aufwärtspotenzial von rund 20% aus.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 10.06.2024 | 04:45

    Nasdaq Short-Wetten bleiben gefährlich! TUI, Saturn Oil + Gas, Plug Power und Evotec im Fadenkreuz

    • Biotech
    • Reisen
    • Öl & Gas
    • Turnaround
    • Wasserstoff

    In der letzten Woche hat die Nvidia-Aktie den Bären das Fürchten gelehrt. Denn trotz massiver Kursgewinne in den letzten Monaten, machte die Aktie des Spezialisten für Hochleistungs-Chips noch einmal 20 % Plus oder 600 Mrd. USD Bewertungsaufschlag. Nun ist der Wert hinter Microsoft der zweitteuerste Wert der Welt, noch vor Apple. Das Ganze geschah natürlich nicht ohne Grund, denn ab heute handelt der Wert ex-Gratisaktien 1:10. Für Aktionäre bedeutet das eine Verzehnfachung der Stückzahl im Depot. Per se ändert sich dadurch am Marktwert nicht viel, denn auch der Kurs wird zur Eröffnung um 90 % herabgesetzt. Das soll den Titel "leichter" machen und es Kleinanlegern erleichtern, endlich auch dabei zu sein. Aktien-Splits dieser Art sind an der NASDAQ Usus und haben den Anlegern oft in den Folgemonaten zusätzliche Kursgewinne beschert. Wo liegen die Chancen für Anleger?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 06.06.2024 | 05:05

    First Hydrogen, RWE, Rheinmetall - zukunftsfähige Investitionen mit Wasserstoff und Rüstung

    • Wasserstoff
    • Militär
    • Rüstungsindustrie
    • Energiewende

    Schätzungen zufolge wird der globale Markt für Wasserstoff-Erzeugung bis zum Jahr 2030 ein Volumen von 230,81 Mrd. USD erreichen. Sowohl Regierungen als auch Industrie befürworten daher eine rasche Entwicklung dieser Technologie. Das kanadische Unternehmen First Hydrogen hat bereits erfolgreiche Tests mit einem speziell für die Logistikbranche entwickelten Van mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb absolviert. Nun signalisieren internationale Logistikunternehmen und Autobauer Interesse an einer Zusammenarbeit. Auf Wasserstoff setzt ebenfalls der Energiekonzern RWE. Der Bau von Wasserstoffkraftwerken in Deutschland soll mit zwei europäischen Partnern vorangetrieben werden. Rheinmetall hingegen expandiert ins Baltikum. Am Standort Litauen entsteht ein neues Munitionswerk. Für den deutschen Konzern ergeben sich dadurch viele lukrative Vorteile. Welche Investition trägt am ehesten zur Rendite bei?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 30.05.2024 | 05:00

    dynaCERT, Mercedes-Benz, Amazon - German Engineering: technologische Transformationen im Fokus

    • Wasserstoff
    • dynaCERT
    • Automotive
    • Elektromobilität
    • KI

    Entrepreneure wie die Gründer von dynaCERT erschaffen Lösungen für eine saubere Umwelt. Mit einer Brückentechnologie auf Wasserstoffbasis speziell für Dieselmotoren können Emissionen reduziert werden, bei gleichbleibender Effizienz. Nun erhält das Management-Team Verstärkung aus Deutschland durch einen Spitzenmann mit Top-Erfahrung in Wachstumsstrategien. Kluge Köpfe werden überall dringend gebraucht. Bei Mercedes-Benz scheint man sich zu sehr auf die Strahlkraft der eigenen Marke und einem beliebten Modell zu verlassen. Anders lässt sich die Elektrifizierung dieser Offroad-Design-Ikone kaum erklären. Eine deutsch-amerikanische Beziehung der besonderen Art gehen SAP und Amazon Web Services ein. Mit ihrem Joint Venture bringen sie generative KI in Unternehmen und erhöhen so die Produktivität. Drei Lösungen von drei Unternehmen, mit deutscher Expertise im Fokus.

    Zum Kommentar