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10.06.2020 | 05:50

dynaCERT, NEL ASA, Nikola - die Börse feiert die Zukunft

  • Wasserstoff
  • Diesel
  • Logistik
  • Transformation
Bildquelle: pixabay.com

Die Wasserstoffbranche hat die Corona Pandemie bereits hinter sich gelassen und feiert den Zuspruch der Börsianer. Die Aktien von Unternehmen, die dem sauberen Energieträger und Katalysator zugeordnet werden können, sind wieder sehr gefragt und bescherten den Investoren seit März 2020 zum Teil enorme Kursgewinne. Die Fortschritte und Meldungen reißen nicht ab und es kann sich lohnen, einen Blick auf die jüngsten Entwicklungen zu werfen.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Mario Hose


DYNACERT INC – macht Diesel grün

WKN: A1KBAV ISIN: CA26780A1084 Symbol: DMJ
dynaCERT hat mit HydraGEN eine Technologie entwickelt, die Wasserstoff als Katalysator verwendet und die Verbrennung von vorhandenen Dieselmotoren sauberer macht. Der Verbrauch von Treibstoff geht um bis zu 20% zurück und darüber hinaus kann die Emission von NOx um bis zu 88% sowie von CO2 um bis zu 10% reduziert werden. Die HydroGEN Einheit gibt es zur Nachrüstung und die Nutzer haben dadurch den Vorteil, dass das Fahrzeug oder der Generator nicht ersetzt werden muss und somit Ressourcen geschont werden können.

dynaCERT hat gestern bekanntgegeben, dass die Aktien in den USA nun auch im Segment OTCQX gehandelt werden können. Ein leichter Zugang zu Investoren in dem rund zehnmal dichterbesiedelten Nachbarland birgt viel Potenzial. Darüber hinaus wechselt das Unternehmen in Kürze von dem Börsensegment TSXV an das stärker regulierte Segment TSX. In der vergangenen Woche hat dynaCERT in diesem Zusammenhang eine durch Broker vermittelte Finanzierung in Höhe von 7,3 Mio. CAD abgeschlossen.

NEL ASA - Lösungen für die H2-Mobilität

WKN: A0B733 ISIN: NO0010081235 Symbol: D7G
Mit einer Erfolgsmeldung hat das Wasserstoffunternehmen NEL ASA zum Wochenstart die Aufmerksamkeit der Börsianer auf sich gezogen. Das Unternehmen hat über eine Tochtergesellschaft einen Auftrag für drei weitere Wasserstoff-Tankstellen in Korea erhalten. Bis zum Jahr 2022 sollen in dem Land mehr als 300 Stationen in Betrieb sein. Das Auftragsvolumen beträgt rund 4,0 Mio. EUR.

NEL’s Historie reicht bis ins Jahr 1927 zurück. Mittlerweile hat sich das Unternehmen mit der Herstellung, Speicherung und Verteilung von Wasserstoff einen Namen rund um den Globus gemacht. Die Abdeckung der Wertschöpfungskette ermöglicht es NEL komplette Lösungen zur schnellen Wasserstoff-Betankung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen anzubieten.

NIKOLA CORPORATION - Transformation der Logistik

WKN: A2P4A9 ISIN: US6541101050 Symbol: 8NI
Nikola ist ein Entwickler und Hersteller von Wasserstoff-Lkw und SUV. Das Unternehmen hat den Anspruch, die Transportindustrie zu transformieren. Im Rahmen einer Fusion mit einer bereits an der Börse notierten Gesellschaft ist das Unternehmen nun am Kapitalmarkt und wird von den Investoren gefeiert. Obwohl das Unternehmen noch keinen Umsatz aus Fahrzeugverkäufen vorweisen kann, ist Nikola bereits mit rund 30 Mrd. USD bewertet, also mehr wert als Ford.

Im Zusammenhang mit dem Börsendebüt und der bereits erreichten Bewertung, haben Marktteilnehmer den Vergleich mit Tesla aufgestellt. Der Hersteller von Batterieautos kann mittlerweile eine Marktkapitalisierung von über 175 Mrd. USD vorweisen. Offensichtlich sitzt das Geld für disruptive Lösungen wieder locker.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Nico Popp vom 27.11.2020 | 05:50

Varta, Royal Helium, NEL ASA: Nach dem Hype ist vor dem Hype

  • Batterie
  • Energie
  • Helium
  • Wasserstoff

Die Welt steht vor einer ganzen Reihe von Revolutionen. Die Digitalisierung verändert Geschäftsmodelle und die Art und Weise, wie wir arbeiten und kommunizieren. Neue Energiequellen revolutionieren die Mobilität. Die Aktie von Varta hat zwischen April und Oktober eine beeindruckende Performance aufs Parkett gelegt und mehr als 150% Rendite erwirtschaftet. Zuletzt kam der Wert allerdings wieder ein wenig zurück. Grund genug, dem Unternehmen ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Varta stellt Mikrobatterien her, wie sie beispielsweise in Hörgeräten oder anderen haushaltsnahen Geräten zum Einsatz kommen. Bis Ende kommenden Jahres will Varta seine Kapazitäten in diesem Bereich sogar noch ausbauen. Auch bei der Qualität legt Varta eine Schippe drauf und plant, die Energiedichte weiter zu steigern. So will man sich von der Billig-Konkurrenz abheben.

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Kommentar von André Will-Laudien vom 18.11.2020 | 05:50

NIO, Tesla, dynaCERT: Die Zukunft mobilisieren!

  • Mobilität
  • Diesel
  • Wasserstoff
  • Batterie

Die gute Nachricht für die Autozulieferer ist, dass Elektrofahrzeuge immer noch nur einen kleinen Prozentsatz des Automarktes ausmachen - zumindest vorerst. Die schlechte Nachricht ist, dass die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen eine große Herausforderung für die Automobilzulieferer darstellt. Da diese Autos viel weniger Teile haben als jene mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, sehen sich die Hersteller von Auspuff- und Kraftstoffsystemen sowie traditionellen Getrieben mit erheblichen Störungen konfrontiert, da die E-Mobilität mit ungeahnten Schritten vorangaloppiert. Knackpunkt für die Stromer ist nach wie vor die Ladeplatzverfügbarkeit- und der eingeschränkte Mobilitätsradius. Aber das ändert sich ja bald rapide, wenn die Corona-Hilfstöpfe erstmal in die grüne Infrastruktur fließen.

Trotzdem wird das E-Fahrzeug durch staatliche Emissionsstandards und Anreize gehörig angeheizt, insbesondere in den USA, England, Frankreich, Deutschland und China. Aber die Batteriegetriebenen werden solange keine signifikante Bedrohung für die Verbrenner darstellen, bis die Betriebskosten in etwa gleich hoch sind. In vor allem ärmeren Gegenden des Planeten sowie in unzugänglichen Zonen gibt es keine Alternative zum Verbrenner, das wird in der öffentlichen Diskussion komplett ausgeblendet. Während die Kosten für E-Autos mit der Verbesserung der Technologie zwar weiter sinken, sind sie bisher noch lange nicht wettbewerbsfähig. Dennoch, wenn man die Zeichen der Zeit sieht, haben die Autofirmen schon jetzt Milliarden in elektro-bezogene Technologie investiert, die Weichen der Zukunft sind somit gestellt.

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Kommentar von Stefan Feulner vom 04.11.2020 | 08:11

BYD, Desert Gold, Plug Power – …, dann fliegt der Deckel weg!

  • Gold
  • Wasserstoff
  • Elektromobilität
  • Investments

Die US-Wahlen sind vorbei, die Unsicherheiten aufgrund der Pandemie bleiben. Auch die Kapitalmärkte sind weiterhin nervös und schwanken stark. Bei manchen Werten herrscht streiken die Käufer, bei anderen, vor allem kleineren Unternehmen laufen Verkaufsprogramme. Das Motto dieser planlosen „alles raus“-Strategie ist schwer nachvollziehbar. Allerdings liegt beim Erkennen dieses realitätsfernen Handelns die Chance auf kurzfristige, überproportionale Kursgewinne nach dem Motto: „Ist die Order raus, fliegt der Deckel weg!“.

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