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05.02.2021 | 04:50

Deutsche Bank, wallstreet:online, Bayer – Die Rückkehr der Giganten!

  • Brokerage
Bildquelle: pixabay.com

Die Dinos der deutschen Wirtschaft vermelden gute Nachrichten. Zum einen schafft die Deutsche Bank seit sechs Jahren den Sprung in die schwarzen Zahlen und bei der Bayer AG kommt man beim Monsanto-Debakel in Sachen Vergleich voran. Und bei den Online-Brokern hat sich vergangene Woche die Spreu vom Weizen getrennt. Wir präsentieren Ihnen den Online-Broker Ihres Vertrauens!

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner


wallstreet:online - besser als jede Werbung!

WKN: A2GS60 ISIN: DE000A2GS609 Ticker-Symbol: WSO1
Manchmal ist das Beste, was man tun kann, eines: Nichts! Anfangs ging es vorrangig um eine Aktie: Gamestop. Amerikanische Hedgefonds versuchten das Papier, leer zu verkaufen. Auf der anderen Seite verbündeten sich jungen Anlegern über die Community „Wallstreetbets“ auf der Plattform Reddit und beschlossen Gamestop mit vereinten Kräften zu kaufen.

Dies führte dazu, dass sich einige Broker, wie zum Beispiel der deutsche Neobroker Trade Republic, berufen fühlten, den Handel mit Gamestop-Aktien einzuschränken. Zwar wird jetzt bei den Entschuldigungsmails hauptsächlich auf „technische Überlastung“ hingewiesen. Tatsächlich wollte Trade Republic, wie in den uns vorliegenden Mails beschrieben, keine Kaufaufträge für Aktien von GameStop Corp., AMC Entertainment Inc., BlackBerry Limited, Nokia Corp., Express Inc. sowie Bed Bath & Beyond Inc. entgegengenommen. In Wirklichkeit wollte der Neobroker jedoch wegen der verbundenen Risiken seine Kunden schützen – ein klarer Eingriff auf die Anlageentscheidung der Nutzer! Ein klarer Vertrauensverlust. Ein brutaler Shitstorm war die Folge.

Andere Broker, wie der zur wallstreet:online- Gruppe gehörende Smartbroker, machten dies besser. Hier gab es weder Handelsverbote, noch ging die Plattform wegen Überlastung in die Knie. Eine bessere Werbung für einen Dienstleister kann man sich nicht wünschen. Smartbroker-Vorstand Thomas Soltau äußerte sich wie folgt: „Mit unserem Smartbroker haben wir ein Produkt entwickelt, mit dem wir finanzielle Hürden beim Kauf von Wertpapieren deutlich senken wollen. Wir sehen uns als Abwickler der Kundenaufträge, folglich sahen wir keinen Grund für eine Einschränkung des Handels. Sollten die Aufsichtsbehörden oder die Abwicklungsstellen jedoch entsprechende Vorgaben machen, würden wir diesen natürlich folgen und unsere Kunden umgehend informieren. Auch technische Störungen als Grund für die Einschränkungen sind sicherlich nachvollziehbar, doch unser System konnte das gehandelte Volumen – das auch bei uns neue Rekorde verzeichnen ließ – ohne weiteres abwickeln.“

Der Aktien der wallstreet:online AG stiegen seit dem Vorfall von 16 EUR auf gestern 23 EUR, ein neues Allzeithoch – so sieht Vertrauen aus.

Deutsche Bank - Zurück zur Profitabilität

WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Symbol: DBK
Die Deutsche Bank kann noch positiv – und das sogar im Corona-Krisenjahr 2020. Noch besser als vom neuen Vorstand geplant fiel der Vorsteuergewinn mit einer Milliarde EUR aus, netto kam ein plus von 624 Mio. EUR heraus. „Im wichtigsten Jahr unseres Umbaus ist es uns gelungen, die Transformationskosten und die gestiegene Risikovorsorge mehr als auszugleichen - und das trotz globaler Pandemie", bilanzierte Konzernchef Christian Sewing. "Wir sind nachhaltig profitabel und zuversichtlich, dass der insgesamt positive Trend 2021 auch in diesen schwierigen Zeiten anhält", sagte Sewing. Laut dem CEO sei nun die Phase des intensivsten Umbaus abgeschlossen.

Auch im laufenden Jahr will der einstige Branchenprimus mit schwarzen Zahlen glänzen. Das Ziel sei laut Vorstandschef Christian Sewing, 2022 eine Rendite von acht Prozent nach Steuern auf das materielle Eigenkapital zu erreichen. „Das bedeutet, dass wir auch 2021 profitabel sein wollen.“ Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für die Aktie auf "Neutral" mit einem Kursziel von 9,30 Euro belassen. Die Analysten sahen die Geschäftszahlen der Bank im Rahmen der Erwartungen. Die Kosten seien etwas geringer gewesen als gedacht.

Bayer - Monsanto adé

WKN: BAY001 ISIN: DE000BAY0017 Symbol: BAYN
Ist der Albtraum bald vorüber? Nachdem im Sommer ein Vergleich gescheitert war, kommt der deutsche Pharmariese in der Glyphosat-Affäre offenbar voran. Jetzt wurde eine neue Einigung mit den gegnerischen Anwälten publiziert, wie mit zukünftigen Klagen in den nächsten Jahren umgegangen werden soll. Allerdings müssen die Leverkusener bei dieser Variante tiefer in die Tasche greifen. Insgesamt soll die aktuelle Einigung 2 Mrd. USD kosten, schlappe 750 Mio. USD mehr, als die geplante Lösung vor einem halben Jahr. Dafür besitzt das neue Diskussionspapier neue Klauseln, die zumindest in den nächsten vier Jahren vor Massenklagen schützen sollen.

Die Deutsche Bank sieht Bayer weiterhin als Kaufkandidaten und vergibt ein Kursziel von 63 Euro. Dies schrieben die Deutsche Bank- Analysten in einer Studie anlässlich des Kompromisses in einem entscheidenden Teil des milliardenschweren Glyphosat-Vergleichs mit US-Klägern. Dies zeuge von Fortschritten, die aber nichts wert seien, wenn der Bundesrichter nicht zustimme, so die Experten. Diese rechnen mit einer Entscheidung binnen 30 Tagen. Stimme das Gericht zu, gebe es eine vernünftige Lösung im Glyphosat-Rechtsstreit.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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