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17.01.2022 | 04:44

Wallstreet:Online, TeamViewer, Microsoft – Diese Werte begeistern auch in 2022!

  • Technologie
  • Brokerage
  • Kommunikation
Bildquelle: pixabay.com

Wer sich heute im Online-Geschäft ein Stück Marktanteil sichern möchte, muss mit guten digitalen Konzepten und außerordentlichem Kundenservice aufwarten. Viele Geschäftsmodelle haben eine richtige Bewährungsprobe in der Pandemie durchlaufen. Hier musste sich zeigen, was den Plattformkunden anspricht und wo die Vorteile für Home-Office-User stecken. Im Ergebnis gelang die digitale Perfektion nur Wenigen, wir blicken auf drei erfolgreiche Online-Geschäftsmodelle mit Steigerungspotenzial auch in einer Nach-Pandemie-Welt.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: WALLSTREET:ONLINE INH ON | DE000A2GS609 , MICROSOFT DL-_00000625 | US5949181045 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

Inhaltsverzeichnis:


    TeamViewer – Rebound mit den ersten Zahlen für 2021

    Das könnte der endgültige Turnaround sein. Bis auf 10,75 EUR brach die Aktie von TeamViewer bis Mitte Dezember ein. Kaum einen Monat später hat der Wert das von mehreren Gewinnwarnungen geprägte Jahr 2021 mit einer leicht positiven Note beendet. Dank größerer Kosteneinsparungen im Schlussquartal verdiente der angeschlagene Softwareanbieter operativ etwas mehr als zuletzt in Aussicht gestellt. Das begeisterte die TeamViewer-Anlegergemeinde.

    Letzte Woche wurden vorläufige Zahlen gemeldet: Für das Gesamtjahr 2021 weist TeamViewer Billings in Höhe von rund 548 Mio. EUR aus, was einem Wachstum von 20% gegenüber dem Vorjahr gleichkommt und die zuletzt zweimal revidierte Prognose exakt trifft. Das EBITDA wird voraussichtlich zwischen 254 und 257 Mio. EUR betragen, was einer Marge von rund 47% entspricht und damit sogar über den Erwartungen liegt. Die TeamViewer AG will die vollständigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2021 sowie ein Update zur Kapitalallokation am 2. Februar 2022 vorlegen. Das wird echt spannend.

    Im Jahr 2023 sollen die Billings bei TeamViewer dann auf mehr als 1 Mrd. Euro steigen. Über das Jahr 2023 hinaus strebt TeamViewer zudem ein Wachstum von mindestens 25% pro Jahr an, so eine frühere Prognose. Die arg verprügelte Aktie erreichte Wochen-Höchstwerte von etwa 13,75 EUR fiel aber zum Freitag wieder auf 12,30 EUR zurück. Einige Broker verteilten dennoch positive Voten wie beispielsweise Barclays mit einem Kursziel von 20 EUR. Wir können uns ebenfalls einen Rebound auf 16-18 EUR vorstellen, was aus heutiger Sicht bis zu 50% Aufschlag bedeuten kann. Voraussetzung ist ein positiver Bericht und Ausblick auf 2022. Sammeln Sie vorsichtig in paar Stücke auf!

    Wallstreet:Online – Publishing und Brokergeschäft vereint

    Zur digitalisierten Welt gehören auch die neuen Broker und Handelsplattformen, die heutige Anleger mit immer niedrigeren Preisen und Service-Angeboten hinter dem Ofen hervorlocken. Besonders interessant erscheint die Verbindung von relevanter Information mit einem leistungsfähigen Onlinebroker. Diese Kombination ist nun realisiert. Wie die wallstreet:online (W:O) im Januar meldet, gründete sie die Tochter wallstreet:online Publishing GmbH und verstärkte sich gleichzeitig mit dem Ex-Börsenmedien AG-Manager Thomas Eidloth. Damit sind die Segel in diesem neuen Geschäftsbereich gesetzt.

    In der Folge werden in den kommenden Wochen mehrere Vollzeitstellen im redaktionellen Bereich ausgeschrieben, außerdem sollen ausgesuchte Experten aus der Finanzcommunity perspektivisch noch stärker in die Berichterstattung eingebunden werden. Die wallstreet:online AG nutzt damit ihre bestehende Reichweite von durchschnittlich mehr als 376 Mio. Seitenaufrufen pro Monat und über 830.000 registrierten Usern, um einen zusätzlichen Mehrwert für seine Leser zu schaffen und das Wachstum im Portalgeschäft weiter zu steigern. Ab 2023 soll die wallstreet:online Publishing GmbH die Ertragskraft der wallstreet:online AG nochmals deutlich stärken.

    Das alte Bankenmodell als Verbindung zwischen Vermögensberater und Anleger verschwimmt immer mehr. Deshalb arbeitet die wallstreet:online AG schon seit einigen Jahren am Umbau ihres Geschäftsmodells. Heute sind schnelle und inhaltsreiche Informationen und ausgefeilte Plattformen gefragt. W:O hat diesen Bedarf erkannt und betreut im neuen Geschäftssegment Smartbroker mittlerweile ein Kundenvermögen von über 8 Mrd. EUR. Selbstkreierte Anlageideen können so mittels weniger Klicks kostengünstig in einen Trade zu verwandeln. Nun wartet die Fangemeinde noch auf eine leitungsfähige App, welche schon Mitte 2022 auf den Markt kommen soll.

    Die w:o-Aktie hat eine positives Börsenjahr 2021 hinter sich gebracht, die Performance erreicht plus 18,7% zum Jahresende. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 301 Mio. EUR liegt die Bewertung aber immer noch weit unter der letzten Finanzierungsrunde von Trade Republic. Orientieren sie sich beim Einstieg daher am Kursziel der GBC-Experten mit 37,70 EUR. Wenn eine Wertaufhellung bei der W:O-Aktie stattfindet, geht es wohl schnell Richtung 30 bis 40 EUR.

    Microsoft – Unter den TOP5 der teuersten Aktien

    Mit 66% Kursplus in 2021 und einer Marktkapitalisierung von 2,33 Bio. USD gehört die Microsoft-Aktie zu den TOP5-Unternehmen der Welt. Der Betriebs- und Officesystem-Weltmarktführer ist in Pandemiezeiten gefragter denn je. Die Anzahl aller installierten Computersysteme hat zwischen 2019 bis 2021 weltweit um 11,5% zugelegt, das überstieg das BIP-Wachstum der USA deutlich. Besonders stark erhöhten sich die genutzten Gerätekombinationen mit Windows/Office-Systemen in Schulungseinrichtungen, im Bereich Homeoffice und in Verwaltungseinheiten. Computersysteme reduzieren die persönlichen Kontakte und schaffen durch Realtime-Konversationen immer noch ein arbeitsfähiges Klima.

    Selbst die Schweizer Armee hat zu Jahresbeginn ein Pilotprojekt mit Microsoft Teams gestartet. Erst kürzlich hat sie aus Sicherheitsgründen Messenger wie WhatsApp, Signal, Telegram und Co. für die dienstliche Kommunikation verboten. Nun will sie mit dem neuen Tool die Zusammenarbeit unter den Offizieren verbessern. Das Pilotprojekt läuft noch bis Mai und soll dann erste Erfahrungswerte liefern. Vermutlich sind hochsensible Daten bei Microsoft besser aufgehoben, als Plattformen von offenen Kommunikationsdiensten, die es mit Datenschutz nicht so ernst nehmen.

    Die operativen Zahlen von Microsoft lesen sich wie ein Anleitungsbuch für eine Profitmaschine. Der Umsatz wird in 2022e ca. 196,5 Mrd. USD erreichen, bei einer operativen Marge von 42%. Unter dem Strich bleibt ein Gewinn von 71,7 Mrd. USD so lautet der Konsens bei S&P. Mit einem geschätzten Gewinn je Aktie von 9,51 USD je Aktie in 2022e hat der Softwareriese ein 12-Monats-KGV von 32,5. Wegen des stark gestiegenen Kurses schmolz die Dividendenrendite auf unter 1% zusammen. Das macht aber wegen der starken Performance keinen Anleger ärmer. Wenn der NDX auch in 2022 weiter steigt, dürfte Microsoft wieder ordentlich mit von der Partie sein.


    In Zeiten der Pandemie sind Anleger mit sogenannten Digitalisierungs-Aktien in der Breite recht gut gefahren. Dennoch bergen diese Werte Risiken, wenn an der Corona-Front mal etwas Ruhe einkehrt. Microsoft bleibt langfristig omnipotent, TeamViewer muss sich nach 75% Kursverlust erst neu beweisen. Die wallstreet:online AG ist auf dem besten Wege ein integrierter Broker und Publisher zu werden, der perfekte Ringschluss für den aktiven Investor.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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