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28.10.2021 | 05:10

Deutsche Bank, Silver Viper, Hypoport – Wieder auf Spur

  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Die Zahlenflut geht unvermindert weiter. Dabei übertraf der Technologie-Gigant Microsoft alle Erwartungen und konnte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgrund des Trends zum hybriden Arbeiten um 22% überbieten. Auch die Google-Mutter Alphabet steigerte den Gewinn kräftig. Überraschend stark präsentiert sich auch das Zahlenwerk diverser Finanzunternehmen. Durch die Under-Performance in den letzten Jahren besteht bei vielen ein deutliches Rebound-Potenzial.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Feulner
ISIN: SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283341029 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , HYPOPORT SE NA O.N. | DE0005493365


Silver Viper – Doppelte Chance

Auch wenn sich Gold und Silber von Ihren Tiefstständen etwas absetzen konnten, müssten die Edelmetalle aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen mit historisch hohen Staatsverschuldungen, wachsenden Inflationsraten und einer Notenbank, die weiter unbegrenzt Geld in den Markt pumpt, in höheren Regionen notieren. Ein Hemmschuh könnte noch die Tatsache in Bezug auf Ängste wegen deutlicher Zinserhöhungen von Seiten der Währungshüter sein. Sieht man jedoch genauer hin, stellt man fest, dass dies schwer möglich ist, zu hoch ist das Risiko, die Staaten in den Ruin zu treiben und das System ins Wanken zu bringen. Gold und Silber sollten deshalb langfristig einer der wenigen Fluchtpunkte vor einer weiter steigenden Geldentwertung darstellen.

Neben Gold- und Silberproduzenten bieten Explorationsunternehmen eine gute Möglichkeit, am steigenden Markt überproportional zu profitieren. Silber hat zudem noch den Vorteil, dass in den nächsten Jahren enormer Bedarf als Industriemetall für die Energiewende besteht. In guten Händen befinden sich die Projekte von Silver Viper im Bundesstaat Sonora im Nordwesten Mexikos. Das über Jahrzehnte erfahrene Management der Belcarra-Gruppe, das auch die Geschicke von Barsele Minerals leitet und insgesamt 23% am Unternehmen hält, kümmert sich um die Entwicklung des ehemals zu Pan American Silver gehörenden 6.880 Hektar großen La Virginia Gold-Silber-Projekts. Nebenbei gehören den Kanadiern die Konzessionsgebiete bei La Virginia komplett. Außerdem besteht eine Optionsvereinbarung in Bezug auf den Erwerb sämtlicher Anteile an der Claim-Gruppe Rubi-Esperanza, die sich innerhalb dieser Konzessionsflächen befindet.

Das Ziel des Managements für das La Virginia-Projekt ist klar. Die Braut hübsch machen und dann an einen interessierten Produzenten zu verkaufen. Und dieser Plan scheint aufzugehen. Zum einen hat Silver Viper nach einer im Sommer stattgefundenen Privatplatzierung noch rund 6 Mio. CAD in der Kasse, um weitere Bohrprogramme vorzunehmen, zum anderen läuft es bereits fundamental wie am Schnürchen. Entlang der Struktur „El Rubi“ sowie in den daran angrenzende Explorationszonen „La Colmena“ und „Paredones“ konnten deutliche Fortschritte in Bezug auf ein besseres Verständnis über die Bodenstruktur erzielt werden. Zudem konnten potenzielle Bohrziele für weitergehende Untersuchungen identifiziert werden.

Ende Oktober soll eine TITAN-160 Tiefbohrung in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten Quantec Geoscience direkt über dem El Rubi Gebiet starten. Mithilfe spezieller Untersuchungsmethoden wie der DC-Widerstandsmessung mit induzierter Polarisation und der Sammlung magnetotellurischer Daten ist eine Untersucheng der Strukturen bis in 1.500m Tiefe zu erreichen. Die Unternehmensführung geht davon aus, dass sich die tieferen Mineralisierungen hauptsächlich in rhyolithischem Gestein befinden.

Nach einem Kurssprung aufgrund der Meldung normalisierte sich der Wert von Silver Viper im Bereich um 0,45 CAD. Die Analysten Red Cloud Securities sehen ein Kursziel von 1,30 CAD, was auf aktuellem Niveau einer Verdreifachung entsprechen würde.

Deutsche Bank - Five in a row

Einst konkurrierte die Frankfurter Bank mit Branchengrößen wie der Schweizer UBS oder der spanischen Santander Bank um die höchsten Gewinne. Diese Zeiten sind, zumindest was den Status Quo betrifft, erst einmal vorbei. Während die beiden Riesen einen Quartalsgewinn jenseits der 2 Mrd. EUR-Marke aufweisen konnten, schloss die Deutsche Bank mit einem Gewinn von 194 Mio. EUR nach Minderheitsanteilen sowie Zinszahlungen für bestimmte Anleihen ab. Dies war jedoch mehr als im Vorjahr und deutlich mehr als von der breiten Analystenschar erwartet.

Fakt ist, das Geldhaus steckt in einer umfassenden Transformation, die Kosten für den Umbau sind um rund eine halbe Mrd. EUR gestiegen. So wurden ganze Abteilungen geschlossen, Teile des Investmentbankings verkauft und weitere noch durchzuführende Sparmaßnahmen geplant. Dazu gehört der Wegfall von rund 18.000 Arbeitsplätzen in der ganzen Welt und die Schließung von rund 200 Postbank-Filialen, einer Tochter der Deutschen Bank, bis ins Jahr 2023. Trotzdem wurden das fünfte Quartal in Folge schwarze Zahlen geschrieben.

Der starke Mann auf der Kommandobrücke, Konzernchef Christian Sewing, betonte, bereits rund zwei Drittel des Weges gegangen zu sein und die Meilensteine stets erreicht zu haben. In Summe habe das Geldhaus bereits 90% der erwarteten Belastungen durch die Transformation gemeistert und ist auf bestem Weg, die Umbaukosten bis Ende des Jahres fast vollständig verdaut zu haben. Für 2022 rechnet Sewing mit einer Nachsteuerrendite von 8%, während die Aufwand-Ertragsrelation bei 70% liegen soll, sprich für jeden Euro Ertrag ist ein Aufwand von 0,70 EUR nötig. Zum Ende des dritten Quartals betrug diese Kennziffer noch 82%.

An der Börse kamen die Zahlen zunächst weniger gut an. Mit einem Minus von rund 5,50% notiert die Deutsche Bank bei 11,25 EUR. In dem Bereich um 10,90 EUR sollte erst einmal Schluss mit dem Abverkauf sein, liegt doch hier eine markante Unterstützungslinie. Langfristig ist das Bankhaus auf dem richtigen Weg.

Hypoport – Abverkauf nach starken Zahlen

Nur kurz dauerte die Freude der Anleger über die erfreulichen Zahlen von Hypoport an. Nach einem Höchststand von 554,00 EUR und einem Plus von über 4% kam der Sell-Button zurück, der Wert ging auf fast 520,00 EUR zurück und recht unverändert aus dem Handel.

Insgesamt zeigte das Technologieunternehmen für die Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft aus Lübeck ein weiter starkes Wachstum im dritten Quartal auf. Dabei stieg der Umsatz im Jahresvergleich um knapp 18% auf rund 112 Mio. EUR. Einen großen Sprung konnte Hypoport mit einem Sprung von 60% auf 11,5 Mio. EUR verbuchen.

Für die Analysten von pareto Securities liegen die Zahlen über den internen Erwartungen. Die Kaufempfehlung wurde wiederholt, das Kursziel beträgt ebenfalls weiterhin 575,00 EUR.


Trotz Inflationsängsten sind die Edelmetalle Gold und Silber immer noch im Korrekturmodus, was sich langfristig jedoch ändern dürfte. Silver Viper ist ein interessanter Kandidat für einen antizyklischen Einstieg, Deutsche Bank und Hypoport sollte man beobachten.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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