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10.06.2024 | 05:10

Infineon, MGI – Media and Games Invest, Palantir – Diese 3 Aktien stehen vor dem Ausbruch

  • KI
  • Halbleiter
  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Die vergangene Woche hatte es in sich. Zum einen läutete die Europäische Zentralbank die Zinswende ein und senkte den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 4,25 %. Zum anderen lebte der Hype um Meme-Aktien, im Speziellen GameStop, durch das Comeback des Finfluencers Keith Gill alias Roaring Kitty wieder auf. Nach einem Livestream auf Youtube könnte die Aktie erneut zum Höhenflug ansetzen und dürfte auch in den nächsten Handelstagen weiter für Gesprächsstoff sorgen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: MGI MEDIA AND GAMES INVEST SE | SE0018538068 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004

Inhaltsverzeichnis:


    Infineon vor wichtiger Hürde

    Die Chipindustrie boomt und die Nachfrage nach leistungsfähigen Prozessoren für KI-Anwendungen sorgten beim US-Marktführer Nvidia für einen Hype, der die Aktie seit Mitte Oktober des vergangenen Jahres um über 1.000 % nach oben bugsierte. Weitere Unternehmen aus diesem Segment, wie AMD mit rund 310 % oder Super Micro Computer mit über 425 %, profitierten ebenfalls vom aktuellen Boom.

    Dagegen konnte eines der führende Unternehmen Europas im Bereich Halbleitertechnologie, Infineon, weniger partizipieren. Die Aktie der Münchner, die sich auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Mikroelektronik und Halbleiterlösungen konzentrieren, verbuchte seit dem Start des Aufwärtstrends im vergangenen Herbst "lediglich" einen Kurszuwachs in Höhe von rund 72 % auf 38,01 EUR. Mit dem Überschreiten des seit Mitte 2021 etablierten Abwärtstrends bei 38,54 EUR würde sich jedoch ein frisches Kaufsignal generieren, dass die Infineon-Aktie in Richtung des Jahreshochs aus dem Jahr 2021 bei 43,84 EUR führen könnte.

    Folgt man den Meinungen der Analysten der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas, ist der Anteilsschein auf aktueller Basis rund 40 % unterbewertet. Die Experten erhöhten am Ende der abgelaufenen Börsenwoche deshalb ihr Kursziel auf 53 EUR. Auf Reuters Refinitiv bewerten den DAX-Konzern insgesamt 26 Analysten. Hier liegt das durchschnittliche Kursziel bei 45 EUR.

    MGI mit 170 % Potenzial

    Deutlich Luft nach oben sehen die Analysten der GBC AG bei der MGI – Media and Games Invest SE, die eine schnell wachsende, profitable Ad-Software-Plattform betreibt, welche die globale Nachfrage von Werbetreibenden mit dem Anzeigenangebot von Publishern abgleicht und gleichzeitig die Ergebnisse durch First-Party-Daten aus eigenen Spielen verbessert. Das Unternehmen ist als Societas Europaea in Schweden registriert, während die Aktien, die aktuell bei 1,62 EUR notieren, im Scale-Segment der Frankfurter Börse sowie am Nasdaq First North Premier Growth Market notieren.

    Grund für die Beibehaltung des Kursziels von 4,50 EUR, was zum aktuellen Kurs ein Potenzial in Höhe von 170 % eröffnet, ist die Tatsache, dass MGI das abgelaufene Geschäftsjahr trotz eines schwierigen Umfelds mit einem erwirtschafteten Umsatz von 321,98 Mio. EUR abschließen konnte. Auf vergleichbarer Basis wurde sogar ein organischer Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 % erzielt. Im traditionell umsatzstärksten Schlussquartal wurde dabei eine besonders hohe organische Umsatzwachstumsrate von 16,0 % erreicht.

    Das Wachstum wurde insbesondere durch die Steigerung der Softwarekundenbasis am Ende des Geschäftsjahres um 18,9 % auf 2.276 Kunden sowie durch die Zunahme des digitalen Werbevolumens um 19,1 % auf 206 Mrd. Werbeanzeigen vorangetrieben. Ebenfalls belege die gestärkte Marktposition von MGI im mobilen Sektor den Erfolg, der sich durch die von den Branchenexperten von Pixalate ermittelten führenden Marktpositionen auf den Plattformen iOS und Android mit einem Marktanteil von jeweils 12,0 % in den USA zeigt. Dies führte dazu, dass die angepasste Umsatzprognose des Unternehmens von 303,0 Mio. EUR sowie die Umsatzschätzung der GBC-Analysten von 303,21 Mio. EUR übertroffen wurde.

    Aus charttechnischer Sicht konnte der Kurs der MGI – Media and Games Invest SE, die zukünftig unter dem Firmennamen „Verve“ notieren soll, den EMA 50 hinter sich lassen. Der nächste markante Widerstand ist der kurzfristige Abwärtstrend bei aktuell 1,66 EUR. Sollte dieser gerissen werden, liegt die nächste Hürde beim Jahreshoch bei 1,92 EUR.

    Palantir setzt aufs Militär

    Nach einer kurzen Korrektur steht der Kurs des Datenspezialisten Palantir ebenfalls vor dem Ausbruch aus dem seit März 2024 etablierten Abwärtstrend bei 24,22 USD. Nach einem starken Anstieg seit Februar des aktuellen Börsenjahres von rund 16 USD auf über 27 USD korrigierte die Palantir-Aktie schulmäßig, baute im Bereich von 20,50 USD seine Überkauftheit ab und bildete anschließend einen tragfähigen Boden. Mit dem Überschreiten des erwähnten Abwärtstrends wäre der Weg zunächst bis auf ein Niveau bei 27,50 USD frei.

    Als Wachstumstreiber dürfte laut CEO Alex Karp der Bereich Künstliche Intelligenz dienen, wie Konzernchef Alex Karp auf der exklusiven AIPCon-Konferenz erwähnte. Dabei soll die strategische Ausrichtung aufgrund der aktuellen Gegebenheiten vermehrt im militärischen Sektor liegen.
    Bei der Veranstaltung in Palo Alto in Kalifornien hob Karp die anhaltende Kooperation mit der US-Regierung hervor. Vor Kurzem erhielt Palantir einen fünfjährigen Vertrag vom US-Verteidigungsministerium im Wert von 480 Mio. USD für das Projekt Maven, das darauf ausgerichtet ist, Soldaten und Geheimdienstanalysten schnellere und präzisere Informationen über das Schlachtfeld zu bieten.

    Diese militärische Initiative ist jedoch nur ein Aspekt von Palantirs breitgefächertem Ansatz. Auf der AIPCon berichteten mehr als 70 Kundenfirmen, darunter United Airlines, Lear und Wendy's, über die Integration von Palantirs KI-Technologien in ihre Betriebsabläufe.


    Der Datenspezialist Palantir will sich vermehrt dem militärischen Sektor zuwenden und dürfte von weiteren Großaufträgen aus diesem Segment profitieren. Infineon steht vor dem Erreichen eines Mehrjahreshochs. Bei MGI - Media and Games Invest SE sehen Analysten ein Kurspotenzial von über 170 %.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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