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28.04.2021 | 04:50

CureVac, PsyBio, Evotec – Revolution im Milliardenmarkt!

  • Biotech
Bildquelle: pixabay.com

Die mit dem Corona-Virus verbundenen Ängste und Einschränkungen stellen für an Depression erkrankte Menschen große Herausforderungen dar. Offiziell leben weltweit rund 350 Millionen Menschen mit einer Depression, die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Die Krankheitsursache Nummer eins wird im Moment lediglich mit Antidepressiva bekämpft, alternative Behandlungsmethoden ohne starke Nebenwirkungen gibt es kaum. Aktuell entsteht ein komplett neues Gebiet, das die bisherigen Medikamente gänzlich in den Schatten stellen kann, mit unglaublichem Potenzial für die jungen Firmen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
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Inhaltsverzeichnis:


    PsyBio Therapeutics – In der Pole Position

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    Neu ist das Thema der Zauberpilze lediglich an der Börse. Die Historie der „magic mushrooms“, die die psychedelischen Substanzen enthalten, reicht zurück bis in die Aztekenzeit. Doch erst Ende der 1950er Jahre konnten durch den Wissenschaftler Albert Hofmann, der auch LSD entdeckte, Psilocybin und Psilocin als die wirksamen Substanzen des Pilzes isoliert werden. Das Pharmaunternehmen Sandoz vermarktete unter dem Namen Indocybin® synthetisch hergestelltes Psilocybin zu experimentellen und psychotherapeutischen Zwecken. Durch den Missbrauch als Rauschdroge wurde jedoch der Gebrauch von LSD und anderen Psychedelika Anfang der 1970er-Jahre durch die Reagan-Regierung verboten.

    Seit einigen Jahren wurden wieder vermehrt Studien durchgeführt, die die positiven therapeutischen Wirkungen von Drogen wie Psilocybin, LSD und anderen Halluzinogenen zur Behandlung einer Reihe anderweitig nicht behandelbarer psychischer Störungen wie chronischer Depression, posttraumatischer Belastungsstörung und Drogenabhängigkeit beweisen sollen. PsyBio Therapeutics ist hierbei noch einen Schritt weiter als die Konkurrenz und will ein revolutionäres Medikament auf den Markt bringen.

    In Zusammenarbeit mit dem psychologischen Institut der Universität von Miami arbeiten die Kanadier mit weiteren verwandten Wirkstoffen, untersuchen deren Wechselwirkungen und forschen nach Stoffen, die noch besser wirken als das reine Psilocybin. Die erfolgreiche Partnerschaft mit der Miami University, die bereits mehrere Patente hervorgebracht hat, wurde in der vergangenen Woche noch ausgebaut. Die Plattform zur Entdeckung neuropsychiatrischer Arzneimittel soll erweitert werden, um die Einreichung zur Zulassung eines neuen Prüfpräparats, IND, bei der FDA zu beschleunigen.

    Insgesamt sehen sich die Kanadier in der Forschung und Patentverfolgung gegenüber anderen Konkurrenten deutlich im Vorteil. Das Alleinstellungsmerkmal, dass eindeutig für PsyBio Therapeutics spricht, ist ein Verfahren, welches Psilocybin mit Hilfe von Bakterien deutlich günstiger, schneller und umweltfreundlicher produzieren kann als jede andere veröffentlichte Methode. Dass die Kanadier bereits eine große Nummer im mental Health-Bereich sind, zeigen die kürzlich bekannt gewordenen Personalien. So stößt Bob Oliver, der über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Pharmaindustrie verfügt und verschiedene leitende Positionen bei Otsuka, Wyeth und Johnson & Johnson innehatte, ebenfalls wie Dr. Michael Spigarelli, der zum Chief Medical Officer ernannt wurde.

    Psybio besitzt aktuell einen Börsenwert von 14,98 Mio. EUR. Die Branche ist gerade stark im Kommen. Unternehmen im gleichen Segment besitzen bereits Einhorn-Status. Mit den starken Patenten und den erfolgreichen Kooperationen könnten Psybio Therapeutics langfristig zu einem wichtigen Player im Kampf gegen Depressionen aufsteigen.

    Evotec – Kooperation ausgebaut

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    Gute Nachrichten aus dem Hause Evotec. Die Kooperation mit Bristol Myers Squibb, die 2018 begann, wurde nun von den Amerikanern per Option verlängert. Dadurch erhält Evotec durch die vorzeitige Verlängerung eine Zahlung in unbekannter Höhe. Die Partnerschaft läuft auf dem Gebiet des gezielten Proteinabbaus. Zudem soll das Screening erweitert werden und damit auch die aus der Kooperation entstandene Medikamentenpipeline.

    Evotec-Wissenschaftsvorstand Cord Dohrmann: „Der gezielte Proteinabbau ist eine aufstrebende neue therapeutische Modalität mit hohem Potenzial nicht nur bereits validierte, sondern auch traditionell schwer zugängliche Zielstrukturen durch einen neuartigen Wirkmechanismus zu erreichen. Damit können first-in-class krankheitsmodifizierende Therapeutika erforscht und entwickelt werden.”

    CureVac – der Profiteur des Chaos?

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    Fehlende Impfstoffe in Deutschland, dazu die Verwirrungen um das Vakzim von AstraZeneca. Nun kommt die nächste Hiobsbotschaft. Seit vergangenem Wochenende kommt nun auch der Impfstoff von BioNTech in die Kritik. Das israelische Gesundheitsministerium untersucht Fälle von Herzmuskelentzündung die potenziell in Verbindung mit der Verabreichung des Vakzins stehen könnten. In der vorläufigen Forschung ist die Rede von “Dutzenden von Fällen”, in denen Myokarditis aufgetreten ist. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des Herzmuskels, welche unterschiedliche Ursachen haben können. Aufgetreten sei die Krankheit überwiegend nach der zweiten Dosis, so der israelische Koordinator für die Pandemiebekämpfung, Nachman Ash.

    Etwas länger Zeit für die Forschung lässt sich der zweite deutsche Impfhersteller, CureVac. Nun befinden sich die Tübinger jedoch auf der Zielgerade. Die Studie mit dem Corona-Impfstoff von CureVac ist kurz vor dem Abschluss. Fast alle der 40.000 Probanden seien zweimal geimpft worden und die Sicherheits- und Verträglichkeitsdaten sähen sehr gut aus, sagte Studienleiter Peter Kremsner. Er rechne damit, dass der Impfstoff bald zugelassen und verimpft werde. "Es kann jetzt sehr schnell gehen. Im Juni sollte es klappen, wenn nicht noch etwas dazwischenkommt." Es könne immer passieren, dass die EMA noch Nachbesserungen fordere. Wenn aktuell ein Impfstoff ins Depot soll, dann CureVac!


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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