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02.03.2021 | 04:50

BYD, Rock Tech Lithium, Xiaomi – Mit der Lizenz zum Geld drucken!

  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Der Siegeszug der Elektroautomobile geht ungebremst weiter, ständig drängen neue Player auf den Markt. Die Ära von fossilen Fahrzeugen scheint vorüber. Übersehen wird dabei, dass die extrem steigende Nachfrage in Zukunft aufgrund des Mangels an Rohstoffen kaum bedient werden kann. Der Bedarf an Lithium-Batterien ist enorm. Ein Unternehmen plant nun den großen Coup und will zum ersten und wichtigsten Produzenten in Europa aufsteigen. Die Zeichen stehen gut. Geht der Plan auf, wird hier ein neues Einhorn geboren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner


Rock Tech Lithium - Der Durchbruch!

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Wenig passierte am Lithiummarkt in den vergangenen Jahren. Weder flossen Investitionen in die Branche, noch stiegen die Preise, obwohl das Zeitalter der Elektromobilität längst begonnen hatte. Einzig China positionierte sich seit längerer Zeit, um die eigene Versorgung mit batteriefähigem Lithium sicherzustellen. Durch die explodierenden Absatzzahlen der Elektroautobauer wird die Lithium-Nachfrage das Angebot spätestens 2022 deutlich übersteigen. Es drohen massive Engpässe und der Ruf nach Lithium-Produzenten ex-China werden immer lauter.

Das kanadische Unternehmen Rock Tech Lithium, welches vom deutschen Chairman Dirk Harbecke vorangetrieben wird, plant nun den großen Coup und will zum Vorreiter in Europa werden. Mit Rückenwind durch eine im Januar platzierte Kapitalerhöhung, an dem unter anderem der prominente Seriengründer Peter Thiel 5% vom Unternehmen plus einer Option von weiteren 5% abnahm, will zukünftig die Lithiumversorgung der deutschen Automobilindustrie sicherstellen.

Bedienen könnte Rock Tech Lithium dann die gesamte Wertschöpfungskette. Die eigene Lithiumsulfat-Mine im kanadischen Ontario kann nun durch die erfolgreiche Kapitalerhöhung in Produktion gebracht werden. Der geförderte Rohstoff soll danach noch in Kanada zu Lithium-Sulfat verarbeitet werden. Dieses Konzentrat soll dann in einem Konverter, dem dann ersten in Europa, zu Lithium-Hydroxid weiterverarbeitet werden. Dadurch wird es gelingen, die Transportkosten und die Umweltbelastungen zu minimieren. Der erste Konverter, laut der Unternehmensführung sollen weitere folgen, soll dann rund 24.000 Tonnen Lithium-Hydroxid pro Jahr produzieren, was einer Versorgung von zirka 500.000 Autos entspricht.

Möglicher Standort soll Sachsen-Anhalt sein, nicht weit weg von Teslas Gigafactory in Grünheide und der neuen Kathodenfabrik von BASF in Schwarzheide. Sollte es dem Unternehmen gelingen, 24.000 Tonnen Lithium-Hydroxid pro Jahr zu produzieren, lägen die Umsätze laut dem Management bei rund 250 Mio. EUR, der Gewinn aus der Wertschöpfungskette, das heißt Bergbauaktivitäten plus den Betrieb des Konverters, bei mindestens 40 Mio. EUR nach Steuern. Kommen diese Zahlen nur annähernd zu Stande, steht die Aktie vor einer Neubewertung.

Volkswagen - Mit Druck an die Spitze

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Auch wenn viele Anleger auf eine Kooperation mit dem US-Autobauer Tesla durch die langjährige Verbindung zwischen Elon Musk und Rock Tech-Aktionär Peter Thiel spekulieren, liegt ein rein deutsches Joint Venture mit dem Volkswagen-Konzern mindestens genauso nahe. So forciert der deutsche Vorzeigekonzern massiv die Investitionen in die Elektromobilität. Bis zum Jahr 2024 will VW insgesamt 33 Mrd. EUR in die Elektromobilität investieren. Neben den Kosten für den Umbau von bereits bestehenden Werken und den Aufbau einer eigenen Produktion von Batterie-Zellen fließen beträchtliche Mittel in die Forschung und Entwicklung.

Bereits 2021 soll der Anteil der Elektroautos am Umsatz bis zu 8% betragen. Dies würde einen Verkauf von knapp 750.000 Stromern bedeuten. Nebenbei hätte man Tesla als Weltmarktführer rechts überholt. Die Marktkapitalisierung von Volkswagen beträgt im Moment 35,98 Mrd. EUR. Konkurrent Tesla bringt 546,99 Mrd. EUR auf die Waage, was mehr als das Fünfzehnfache an Börsenwert bedeutet.

Xiaomi - Schuster, bleib bei deinen Leisten!

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Auch in China gehen die Absatzzahlen der Elektromobile weiter nach oben. So performte das von BYD produzierte Modell Han im Januar besonders stark. Mit dem Verkauf von insgesamt 19.871 BYD-Modellen liegt man 183% besser als im Vorjahreszeitraum, der Großteil der BYD-Plug-in-Auto-Verkäufe entfällt auf das Modell Han mit 12.103 Einheiten, darunter 9.298 vollelektrische und 2.805 Plug-in-Hybrid-Modelle.

Ein Dementi für den Bau eines eigenen Elektroautos gab es dagegen vom Elektronik-Hersteller Xiaomi. Seit langem gingen die Vermutungen um, dass Xiaomi den Einstieg in die Elektromobilität plant. Somit wollte man direkt mit dem US-amerikanischen Giganten Apple konkurrieren. Dies wurde nun von der Firmenzentrale dementiert. Xiaomi stieg im vergangenen Jahr als Nummer drei der meist verkauften Smartphones weltweit auf.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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