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19.05.2021 | 04:40

BYD, NIO, Nordex, Sierra Growth – Kupfer bald bei 20.000 USD?

  • Kupfer
  • Gold
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Bildquelle: pixabay.com

Die Sinnhaftigkeit weltweiter Bestrebungen zur Eindämmung der Klimaerwärmung werden umso klarer, wenn man sich die verheerenden Zerstörungen durch Zyklon „Tauktae“ im indischen Bundesstaat Gujarat zu Gemüte führt. Es muss etwas getan werden! Die deutsche Industrie versucht eine schnellere Dekarbonisierung durch die schrittweise Nutzung grüner Technologien zu erreichen. So möchte man den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2045 halbieren. Elektrifizierung spielt beim Erreichen dieser Klimaziele eine maßgebliche Rolle und Kupfer ist ein wesentlicher Bestandteil. Seit Jahresanfang 2021 läuft ein Run auf das Metall und seine Lieferanten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA8263191055 , US62914V1061 , CNE100000296 , DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Die starke Hand von Warren Buffett

    Einer der größten Kupferverarbeiter ist der Batterie- und Fahrzeughersteller BYD (“Build your Dreams”) aus China. Seit vielen Jahren ist Warren Buffet an dem Unternehmen beteiligt, nun ist es einer der großen grünen Investments des Fondsmanagers aus Omaha geworden. Ende 2020 besaß die Beteiligungsgesellschaft ganze 8,25% an BYD. Ob das nach dem Kursverfall in 2021 noch so ist, wissen wir nicht mit Bestimmtheit. Verwirrenderweise findet man auch Angaben, Buffett halte rund 15% der Anteile. Aber dies bezieht sich ausschließlich auf die in Hongkong gelisteten H-Aktien.

    Streng genommen war es gar nicht Warren Buffet, sondern eher sein Partner Charlie Munger, der für das Investment verantwortlich ist. Der chinesische Misch-Konzern BYD erzählt in den 25 Jahren seines Bestehens eine beeindruckende Wachstumsgeschichte. Vor 13 Jahren überzeugte Charlie Munger seinen Partner Buffett in das relativ unbekannte chinesische Automobil-Unternehmen zu investieren. Munger glaubte an das Management des Unternehmens, vor allem an den Macher Wang Chuan-Fu.

    Die Aktie von BYD hat schon bessere Zeiten gesehen. Der Kurs muss charttechnisch nun erst die 20 EUR-Marke zurückerobern, bevor es wieder nach oben geht. Sie sollte auch nicht unter den Stop von 15 EUR fallen, sonst droht Ungemach.

    NIO – Zum ersten Mal vor Tesla in China

    Diese Meldung liest sich gut: Nio eroberte im April zum ersten Mal einen 23%-Anteil am chinesischen Markt für vollelektrische SUVs, vor Tesla mit 17%. In Zahlen verzeichnete Nio im April insgesamt 7.404 SUV-Verkäufe - wobei das Modell ES6 mit 3.302 Fahrzeugen am meisten verkauft wurde. Der Absatz des EC6 lag bei 2.484 Einheiten und der des ES8 bei 1.618 Einheiten.

    Die Verkaufszahlen sind erheblich mit der Halbleiterknappheit konfrontiert. Nio hatte bereits auf der Jahrespressekonferenz davor gewarnt, dass die Knappheit den Umsatz im zweiten Quartal beeinträchtigen könnte. So musste die Produktion in der Produktionsstätte Hefei bereits ab dem 29. März für fünf Arbeitstage unterbrochen werden. Weitere Zwangspausen könnten folgen.

    Die Aktie fiel mit den Zahlen unter die 30 EUR-Marke und verharrt nun dort. Zum Trost: Immerhin hat Konkurrent Tesla im Mai bereits knapp 20% an Kurswert eingebüßt.

    Nordex – Wiederum rote Zahlen für das erste Quartal

    Ein weiterer Vertreter der grünen Revolution ist der Turbinenbauer Nordex. Er ist im ersten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht, als vor einem Jahr. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von knapp 55 Mio. EUR nach einem Minus von 38 Mio. EUR zu Buche. Die Umsätze konnte Nordex dank guter Geschäfte aber deutlich steigern. Der Ausblick wurde deshalb auch bestätigt. Erlöse in 2021 sollen weiter auf 4,7 bis 5,2 Mrd. EUR ansteigen. Die EBITDA-Marge wird mit 4,0 bis 5,5 Prozent vorhergesagt und soll sich damit im Vergleich zum Vorjahr mindestens verdoppeln.

    Vorstandschef José Luis Blanco hatte bereits Ende März gewarnt, dass er noch ein schwaches erstes Quartal erwarte. Die Geschäftsprozesse bei Nordex sind in Anbetracht der Pandemie in ihrer Effizienz nach wie vor beeinträchtigt. Dann war man im ersten Quartal auch noch zu einem größeren Teil mit margenschwächeren Altprojekten belastet. Die Windkraftbranche leidet seit einiger Zeit unter hohem Wettbewerb und entsprechendem Preisdruck. In Europa tummeln sich mittlerweile über 10 große Anbieter, die entsprechende Wind-Großprojekte umsetzen können.

    Die aktuelle Inflations- und Zinsangst liegt schwer auf dem Gemüt der Anleger. Besonders kapitalbedürftige Geschäfte, wie z. B. der Windturbinenbau sind hier besonders empfindlich, da auch die Projektlaufzeiten entsprechend lange andauern. Seit Anfang April hat die Nordex-Aktie bereits 35% verloren, angesichts der wenig erbaulichen Zahlen ist dies für uns jedoch noch kein Einstiegslevel.

    Sierra Growth Corp. – Neben Kupfer gibt es auch Gold und Silber

    Sierra Growth ist ein Junior-Explorationsunternehmen, das sich mit dem Erwerb, der Exploration und der Erschließung von Mineralienprojekten im Frühstadium befasst. Derzeit werden Projekte in Nevada vorangetrieben. Die primären Sektoren, auf die sich das Unternehmen konzentriert, sind Silber, Kupfer, Gold und Molybdän. Die Gebiete versprechen eine gute Aussicht auf das so knappe Kupfer, welches im Mai 2021 die 10.000 USD-Marke überschreiten konnte. Nun folgen die Gold- und Silberpreise nach oben nach. Damit wird das Portefeuille von Sierra Growth noch richtig interessant.

    Momentan liegt der Fokus noch klar auf den drei Liegenschaften in Nevada, denn zum einen ist hier die gesamte Infrastruktur bereits historisch vorhanden sowie Grundstücke rechtlich als auch geologisch ausgezeichnet zu bewirtschaften. Zum anderen hat die Gesellschaft erst wenig Geld eingeworben und möchte diese Mittel effizient einsetzen.

    Bei den letzten Schürfproben im April gab es auch schon die ersten Treffer. Im Minengebiet der Mildred Konzession wurden 26,6 g/t Gold und 78,6 g/t Silber nachgewiesen. An einer weiteren Örtlichkeit 667 g/t Silber und 0,41 g/t Gold. Das naheliegende Gebiet Betty East kann ähnlich gute Werte liefern. In den nächsten Monaten werden diese ersten Funde validiert und in eine Ressourcenschätzung überführt. Hierzu benötigt es aber noch einige Bohrungen zur Bestätigung.

    Die Sierra Growth-Aktie ist seit einem Monat in Frankfurt mit etwa 0,11-0,13 EUR notiert, die Handelsumsätze sind noch sehr gering. Dafür bekommt man einen gut positionierten Explorer mit einer Kapitalisierung von rund 10 Mio. CAD – da kann es im aktuellen Umfeld auch mal sehr schnell nach oben gehen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    • Energiewende
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    Der Kupfermarkt ist ständig in Bewegung. Die London Metal Exchange (LME) zählt neben Shanghai und New York heute zu den weltgrößten Metallhandelsplätzen. In Europa ist die LME für den Kupferpreis und den Metallhandel das Maß der Dinge. Im Gegensatz zu anderen Börsen wird ein Teil des Handels nach wie vor durch Ausrufen bzw. Präsenzhandel der Broker in einem offenen Ring durchgeführt. Der LME Kupferkontrakt ist der zweitgrößte börsengehandelte Kontrakt an der London Metal Exchange. Die Nachfragemenge bei Kupfer ist seit 2018 auf einem sehr hohen Niveau, aktuell sogar auf einem 25-Jahres-Hoch. In der letzten Woche gerieten die Preise leicht unter Druck, denn das Rezessionsgespenst fliegt durch die Handelssäle. Wo liegen aktuell die größten Chancen?

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    Die Zeit der ultralockeren Geldpolitik durch die Zentralbanken ist Geschichte. Während die Teuerungsrate im Mai in den USA auf 8,6% explodierte, ist die FED gezwungen, weitere Zinsschritte einzuläuten. Nach Erhöhung des Leitzinses um einen halben Prozentpunkt im vergangenen Monat gehen Experten von weiteren Schritten zwischen 0,5% und 0,75% aus. Gegen weitere drastische Zinsschritte spricht dagegen das Abwürgen des Wirtschaftsmotors sowie das erhöhte Risiko einer Rezession. Aufgrund dieser Tatsache dürften Goldaktien langfristig profitieren, auch wenn sie in der aktuellen Marktschwäche mit nach unten gezogen werden.

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    Die Aktienmärkte sind aufgrund der weiterhin ungelösten geopolitischen Probleme nervös, die Stimmung schwankt zwischen Optimismus und Pessimismus und ein klarer Trend ist nicht zu erkennen. Neben dem Ukrainekrieg ist das vorherrschende Thema die Eindämmung der stark gestiegenen Inflation, ohne dagegen das Wirtschaftswachstum abzuwürgen. Weitere Zinsschritte sind, betrachtet man die aktuellen Statistiken, Gift für die Börsen. Dagegen stehen die Ampeln für Edelmetalle fundamental seit langem auf grün, die Kurse von Gold und Silber tendieren jedoch eher Richtung Süden.

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