Menü

21.08.2020 | 05:50

BP, Saturn Oil & Gas, Shell - deshalb ist diese Aktie jetzt besonders interessant

  • Erdöl
  • ESG
  • Frieden
  • Covid-19
Bildquelle: pixabay.com

Die Corona Pandemie beschäftigt noch immer die Politik und Wirtschaft. Die Einschränkungen im Alltag sorgen bei den Menschen für viele Veränderungen. Ein Ende der Situation ist noch nicht in Sicht und daher wird große Hoffnung in die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Covid-19 gesteckt. Wer sich für die Zeit nach dieser Phase positionieren möchte, hat mit dem Ölsektor, eines der größten Märkte der Welt, exzellente Möglichkeiten.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Mario Hose


SATURN OIL & GAS INC - gutes kanadisches Erdöl

WKN: A2DJV8 ISIN: CA80412L1076 Symbol: SMK
Saturn Oil & Gas aus Kanada ist vor rund drei Jahren aus einer Neuausrichtung entstanden und fokussiert sich seitdem auf die Produktion von Erdöl in der Provinz Saskatchewan. Als das Management im Jahr 2017 das Ruder übernahm, notierte der Ölpreis bei rund 45,00 USD pro Barrel. Vor diesem Hintergrund ist der aktuelle Ölpreis von rund 43,00 USD keine Situation, das dem Unternehmen Sorgen bereiten dürfte. Aus diesem Grund bewegt sich der Aktienkurs wahrscheinlich auch noch auf dem Niveau von vor einem Jahr.

Die Aktie von Saturn Oil & Gas ist momentan aus verschiedenen Gründen attraktiv. Zum einen operiert das Unternehmen in einem Land, das die Menschenrechte und den Umweltschutz priorisiert. Die moderne Gesellschaft ist abhängig von Erdöl und aus diesem Grund ist es besonders wichtig, den Rohstoff aus Ländern zu beziehen, bei denen ESG-Werte geachtet werden. Von besonderer Bedeutung ist bei Saturn Oil & Gas zudem, dass das Management laut eigenen Angaben an einer Akquisition arbeitet. Aufgrund der Volatilität auf dem Ölmarkt sind zahlreiche Wettbewerber unter Zugzwang und müssen Gebiete veräußern. CEO John Jeffrey hatte bereits angekündigt, von dieser Gelegenheit profitieren zu wollen.

BP PLC - Menschenrechte an der Zapfsäule

WKN: 850517 ISIN: GB0007980591 Symbol: BPE5
Der Ölriese BP kann derzeit wenig gegen das Desinteresse der Fondsmanager und Vermögensverwalter für die Aktie des Unternehmens ausrichten. Der Wert der Aktien hat sich in den vergangenen 12 Monaten etwa halbiert und nähert sich momentan wieder dem Tiefststand vom März 2020.

Unternehmen dieser Art haben jedoch die Möglichkeit, sich gegen die aktuelle Situation und das mangelnde Interesse zu wehren, in dem sie zum Bespiel Treibstoff aus unterschiedlichen Herkunftsländern oder Regionen anbieten würden. Was bei Kaffee und Bananen funktioniert, klappt erst recht bei Rohöl. Stellen Sie sich doch einmal vor, Sie dürften Treibstoff aus der Nordsee oder Kanada tanken und würden nicht unwissentlich oder gegen Ihren Willen Erdöl aus Ländern beziehen, die keinen Wert auf Menschenrechte legen. Wie würden Sie entscheiden?

ROYAL DUTCH SHELL PLC - Auswahl schafft Frieden

WKN: A0D94M ISIN: GB00B03MLX29 Symbol: R6C
Die Aktien von Shell konnten sich nach dem Kursrutsch im März 2020 wieder erholen, aber haben seit ihrem Hoch wieder deutlich Federn gelassen. Die Bewertung des Unternehmens befindet sich wieder im Sinkflug. Wichtige Impulse fehlen den großen Investoren, die in den Konzern ihr Anlagevermögen parken könnten. Darüber hinaus gibt es einen Überhang auf der Verkäuferseite, weshalb die Aktie an Wert verliert. Sobald die Pandemie jedoch deutlich abschwächt, werden die Anleger wieder mehr Kaufinteresse zeigen.

Auch Shell hätte mit seiner Marktmacht die Möglichkeit die Herkunft von Erdöl zu thematisieren. In einer modernen Gesellschaft wird es Zeit, dass sich die Menschen an der Zapfsäule oder bei der Bezahlung gegen Erdöl von Despoten entscheiden können.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

Mehr zum Autor


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

Mehr zum Autor



Tag Cloud


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Carsten Mainitz vom 11.12.2020 | 05:50

Linde, Saturn Oil & Gas, Bayer – grüne Rendite-Chancen für 2021

  • ESG

Das Thema Nachhaltigkeit findet immer mehr Beachtung bei Investmententscheidungen. Unternehmen, die sich nicht an ESG-Standards halten, dürften in Zukunft zunehmend im Regen stehen. Unter ESG versteht man die Berücksichtigung von Kriterien aus den Bereichen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance). Aber die Definitionen, was denn nun nachhaltig oder grün ist, gehen weit auseinander. Wir beleuchten drei ganz unterschiedliche ESG-Aktien für Sie. Wer hat seine Hausaufgaben am besten gemacht?

Zum Kommentar

Kommentar von André Will-Laudien vom 17.11.2020 | 05:16

Saturn Oil & Gas, Petrochina, XPENG: Ready for Take-off!

  • Energie
  • Erdöl
  • Investments

Ältere Menschen sind eher bereit als jüngere, Abstriche fürs Klima zu machen. Das ist ein zentrales Ergebnis einer Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Nachhaltiger gehen die Älteren mit Blick auf konkrete Produkte und ihrem Nutzungsverhalten vor. 88% der Über-30-Jährigen wollen ihre Sachen „so lange wie möglich nutzen“. Das sind 9 Prozentpunkte mehr als bei den jüngeren Erwachsenen. Umgekehrt sagen 18% der Unter-30-Jährigen, ihnen sei es wichtig, immer die neuesten Produkte zu besitzen. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als unter den älteren Jahrgängen. Die repräsentativen Umfragen werteten die Forscher nach dem Alter der Befragten aus – mit klarem Ergebnis: Durch die Bank zeigen sich die Älteren umweltbewusster als die junge Generation. Die Wegwerfgesellschaft ist also eine Ausprägung der Zeit und ein Kennzeichen für Überfluss. Das solche Trends gerade Greta-Bewegungen auf den Plan rufen ist klar, den Ökonomen unter uns ist klar: Wachstum bedeutet Opfer und zumeist geht das „Quäntchen Mehr“ zu Lasten unseres Planeten.

Zum Kommentar

Kommentar von André Will-Laudien vom 29.10.2020 | 04:50

ENI, Royal Dutch Shell, Saturn Oil & Gas – Skandale und Crash!

  • Erdöl
  • Energie
  • Rohstoffe
  • Investments

Vor sechs Monaten kamen führende Ölproduzenten und die G20-Energieminister zusammen, um ein Notfallpaket von Produktionskürzungen zu koordinieren. Ziel war es, die Nachfrageeinbrüche durch die COVID 19-Pandemie zumindest auszugleichen. Zu diesem Zeitpunkt war es unmöglich zu wissen, wie groß der Schaden durch die Pandemie wirklich sein würde und für wie lange eine wirkliche Erholung auf sich warten lässt. Nun ist die Produktion etwas tiefer und vorhandene Ölvorräte werden sukzessive aufgebraucht, doch die unsicheren Aussichten bleiben, abzulesen an den sehr niedrigen Terminpreisen. Auf längere Sicht sind die Produzenten derzeit wenig ermutigt, denn die Kurve zeigt, dass die Preise bis Ende 2023 wahrscheinlich nicht mehr die 50 USD pro Barrel erreichen werden. Diejenigen, die eine Verknappung des Ölmarktes herbeiführen wollen, haben in der Tat eine Monsteraufgabe vor sich, denn „there is plenty of oil and a slowing economy“.

Zum Kommentar