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11.03.2021 | 05:14

BP, Saturn Oil + Gas, Royal Dutch Shell – JP Morgan: Ölpreis steigt wegen Angebotsdefizit auf 190 USD – das sind die zukünftigen Kursraketen!

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Bildquelle: pixabay.com

Im letzten Frühjahr mitten in der Corona-Krise, als der Ölpreis am Boden lag, veröffentlichte die US-Investmentbank JP Morgan eine mutige Prognose. Diese wurde anfangs belächelt, sollte aber in Zukunft mehr Beachtung finden. Die Experten zeichnen ein plausibles Szenario eines anstehenden „Öl-Superzyklus". Die überversorgten Ölmärkte würden ab 2022 in ein „grundlegendes Angebotsdefizit" übergehen, was zu diesem Zeitpunkt den Ölpreis nahe an die 100 USD Marke treiben werde. Mittelfristig erwarten die Analysten der Investmentbank sogar ein Kursniveau von 190 USD. Wenn die Prognosen nur halbwegs zutreffen, dann heißt es: kaufen, kaufen, kaufen. Wir stellen Ihnen 3 Aktien mit einem Riesenpotenzial vor!

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Carsten Mainitz


BP PLC – mehr als nur ein grünes Logo

WKN: 850517 ISIN: GB0007980591 Symbol: BPE5
Die Aktie von BP legte seit dem Tief Ende Oktober um mehr als 50% zu und notiert aktuell bei rund 314 Pence. Damals hat lag der Ölpreis knapp unter 40 USD. Die Aktie hat sich somit seit Herbst schlechter als der Rohstoff entwickelt. Die Gründe stellen sicherlich der extrem hohe Verlust dar, den das britische Mineralölunternehmen 2020 einfahren musste und zudem die Erwartungen der am 2. Februar vorgelegten Jahreszahlen verfehlte. Dennoch wurde eine ordentliche Dividende gezahlt.

Teilweise sind es aber auch die Perspektiven, die Anleger nicht vollkommen überzeugen. Denn nicht alle Investoren sind so bullish in Bezug auf die Preisentwicklung des schwarzen Goldes wie etwa JP Morgen, die für die Anteilsscheine ein Kurspotenzial auf bis zu 440 Pence sehen – ein schönes Upside von fast 40 %! Zudem ist es der strategische Schwenk, den der Konzern vollzieht. Bis 2030 will sich BP zu einem integrierten Energieunternehmen, welches sich auf die Bereitstellung von Lösungen für Kunden konzentriert, entwickeln.

Dabei investiert BP verstärkt in Erneuerbare Energien und wird bestehende Kohlenwasserstofflagerstätten weiterentwickeln. Alle Öl- und Gasverarbeitungsstandorte sind auf dem Prüfstand. Zuletzt meldete BP, dass man sich von mehreren Ölfeldern in Kasachstan trennen werde. Auch wenn die Aktie in Zukunft kein „Pure Play“ im Ölmarkt ist, so werten wir die Transformation positiv. Schließlich steht das für Investoren immer wichtiger werdende Thema Nachhaltigkeit im Zentrum, aber auch die Profitabilität. Mit der BP-Aktie werden Sie ruhig schlafen können.

SATURN OIL & GAS INC – Aktie ist viel zu billig

WKN: A2DJV8 ISIN: CA80412L1076 Symbol: SMK
Gleich mehrere Gründe sprechen dafür, dass Anleger einen genaueren Blick auf die Aktie des kanadischen Öl- und Gas Produzenten Saturn Oil & Gas werfen sollten. Zu allererst ist die Gesellschaft, die sich auf die Akquisition und Entwicklung von unterbewerteten und risikoarmen Öl- und Gas-Gebieten in Kanada fokussiert, sehr günstig bewertet. Beim aktuellen Kurs von 0,14 CAD liegt die Marktkapitalisierung bei lediglich 33 Mio. CAD.

Derzeitiger operativer Schwerpunkt ist die Provinz Saskatchewan. Erklärtes Ziel ist, ein Portfolio mit starken Cashflows aufzubauen. Da passen auch Akquisitionen perfekt ins Bild, was CEO John Jeffrey vor einigen Monaten nochmals explizit unterstrich. Solch ein Deal könnte dann natürlich ein Kursfeuerwerk auslösen. Aber auch die niedrige Kostenposition macht die Aktie extrem spannend und verleiht dem Titel bei steigendem Ölpreis einen großen Hebel.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Thema Nachhaltigkeit, dem sich die Gesellschaft schon zu einem frühen Zeitpunkt widmete und die Anstrengungen und Maßnahmen sukzessive verstärkt, auch in personeller Hinsicht. Anleger finden bei der Aktie momentan noch eine günstige Einstiegsgelegenheit.

ROYAL DUTCH SHELL PLC – derzeit kein Liebling der Analysten

WKN: A0D94M ISIN: GB00B03MLX29 Symbol: R6C
Auch Royal Dutch Shell hat sich das Thema Nachhaltigkeit groß auf die Fahnen geschrieben. Unter dem Motto “Powering Progress” will der Konzern nicht nur an einer deutlichen Reduktion von CO2-Emissionen arbeiten und weitere nachhaltige Ziele erreichen, sondern auch den Wert der Aktie steigern.

Der Konzern wird laut Marktschätzungen rund 85% des für 2021 erwarteten Umsatzes von 211 Mrd. EUR mit der Raffination und dem Vertrieb von Erdöl und Erdgas erlösen. Weltweit sind 15 Raffinerien und ein Netz von 45.000 Tankstellen im Portfolio.

Durchschnittlich erwarten Analysten im laufenden Jahr einen Nettogewinn von 9 Mrd. EUR, womit die Aktie ein KGV von 16 aufweist. Die Dividendenrendite errechnet sich aktuell mit 3,3%. Für die Aktie wird derzeit im Schnitt lediglich ein geringes Aufwärtspotenzial von 8% gesehen.


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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