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24.11.2021 | 04:44

Bitcoin Group, CoinAnalyst, SAP, TeamViewer – Die nächsten Raketen starten jetzt!

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Bildquelle: pixabay.com

Derzeit ist die Volatilität in gewissen Marktsegmenten kaum zu überbieten. So erreichte der DAX mit über 16.300 Punkten sein vorläufiges Hoch, gestern ging es innerhalb eines Handelstages wieder unter die 16.000. Auch der Bitcoin vollzieht wahre Bocksprünge rauf auf 67.000 USD und später wieder runter auf 56.000 USD. Seit die Notenbanken ein gewisses Inflationspotential eingestehen mussten, überlegen die Marktteilnehmer, was das richtige Anlagevehikel für eine permanente Verteuerung sein könnte. Sind es weiterhin die Aktienmärkte oder sollten nicht auch die langfristigen Zinsen langsam in Schwung kommen? Hier gibt es seit gut fünf Jahren eine Nullrendite, real betrachtet heute sogar eine satte Minusverzinsung von über 4%. Wer also Geld auf der hohen Kante hortet, verliert zwangsläufig. Wir blicken auf Werte mit Aufwertungspotenzial.

Lesezeit: ca. 5 Minuten. Autor: André Will-Laudien
ISIN: BITCOIN GROUP SE O.N. | DE000A1TNV91 , CoinAnalyst Corp. | CA19260U1084 , SAP SE O.N. | DE0007164600 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900


Bitcoin Group – Korrektur folgt auf die Korrektur

Die Bitcoin Group profitiert weiterhin vom hohen Interesse an Kryptowährungen. Allerdings bekommt man als Plattformbetreiber auch die Volatilität des Marktes zu spüren. Noch Anfang November stand der Kurs der Aktie bei über 53 EUR, dann korrigierte er wieder auf rund 46 EUR. Die letzten Zahlen lesen sich aber versöhnlich. Zum Halbjahr 2021 wird ein Umsatzanstieg von 6,2 auf 17,7 Mio. EUR vermeldet, während das EBITDA des Unternehmens aus Herford sogar von 4,2 auf 14,4 Mio. EUR vorangekommen ist. Die operative Marge vor Abschreibungen und Zinsen liegt somit bei erstaunlichen 81%. Das ist wohl einzigartig unter den bankähnlichen Handels-Institutionen. Selbst Coinbase aus den USA schafft nur eine Marge von etwa 40%. Insgesamt resultierte daraus eine Gewinnsteigerung je Aktie von 0,70 auf 2,03 EUR zum Halbjahr, was sequentiell ein 2021er KGV von etwa 10 erwarten lässt.

Der dynamische Anstieg geht einher mit einer starken Zunahme der Handelsumsätze auf der Kryptowährungsplattform Bitcoin.de und infolgedessen auf einer deutlichen Ausweitung der Provisionserlöse. Für das gesamte Jahr 2021 erwarten die Herforder weiterhin moderat bis stark steigende Umsätze sowie einen operativen Gewinn auf EBITDA-Basis im unteren bis mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Krypto-Bestände betragen üppige 234 Mio. EUR zum 24. Oktober 2021, das entspricht in etwa der aktuellen Marktkapitalisierung der Aktie.

Die Experten von GBC sind bullish. Durch die hohe Skalierbarkeit des Geschäftsmodells erwartet das Analystenteam eine weitere Margenverbesserung und rechnet mit einem EBITDA von 18,31 Mio. EUR für 2021 sowie 20,05 Mio. EUR im Jahr 2022. Das per DCF-Modell berechnete Kursziel lautet 120 EUR, folgerichtig lautet das Votum "Kaufen". Unseres Erachtens ist der Wert hochinteressant, um indirekt am Kryptomarkt dabei zu sein. Aber er schwankt auch stark, wenn die Kryptos korrigieren.

CoinAnalyst – Mit künstlicher Intelligenz im Kryptomarkt unterwegs

Im Bereich Kryptowährungen ist das Wissen über Trends, Positionierungen und Herdenbewegungen essentiell, um im Dschungel der über 7.600 verschiedenen Coins den Überblick zu behalten. Neben den klassischen Data-Analyse-Unternehmen wie Palantir, Qualtrics oder Exasol gibt es bei den alternativen Währungen ganz spezialisierte Unternehmen, die zur Marktentschlüsselung auch künstliche Intelligenz einsetzen.

In Kanada ging Anfang November das Unternehmen CoinAnalyst an den Start, das eine hochtechnisierte Plattform für den aktiven Coin-Trader anbietet. Mit knapp 78 Mio. Aktien und einem Kurs von 0,24 CAD ist die Marktkapitalisierung noch überschaubar. Dennoch wechseln derzeit im Schnitt 700.000 Aktien den Besitzer, das Interesse der Anleger scheint groß zu sein.

Der ambitionierte Newcomer gibt nun eine Kooperation mit iVest+, einer Handelsplattform der nächsten Generation bekannt. CoinAnalyst bringt dabei seine Big Data- und KI-Indikatoren zur weiteren Verbesserung der bereits branchenführenden Handelsplattform ein. Zusammen will man einen ordentlichen Teil der Kryptotrader als zukünftige Kunden gewinnen. Man bedient dabei sowohl die Einsteiger, als auch die etablierten Trader mit modernsten Services wie z.B. Dashboards mit Signalboxen. Um in jede Richtung Kompatibilitäten zu schaffen, verfügt CoinAnalyst über eine flexible programmierbare API-Schnittstelle. Die angestrebte Partnerschaft wird es iVest+ ermöglichen, ein CoinAnalyst-Wiederverkäufer für die gesammelten Daten zu werden.

Die Prognosen für die globalen Kryptomärkte sind stark nach oben gerichtet. Laut Coinmarketcap.com beträgt die globale Marktkapitalisierung aller Kryptos aktuell rund 2,8 Bio. USD, sie hat sich damit seit einem Jahr mehr als vervierfacht. Die Schwergewichte sind dabei der Bitcoin und Ethereum. Experten erwarten, dass in den nächsten ein bis drei Jahren große Banken und Wertpapierdienstleister in den Markt für Digitalwährungen einsteigen, um eine weitere Assetklasse abdecken zu können. CoinAnalyst adressiert auch den neuen Markt für NFTs (Non-Fungible-Token), was gerade im Bereich Kunst und Musik als bahnbrechende digitale Schutztechnologie für geistiges Eigentum von sich reden macht.

Summa summarum versprechen die digitalen Ansätze von CoinAnalyst in den nächsten Jahren viel Wachstum. Mit einem dynamischen Programmierteam, den richtigen Investitionen und den Puls am Markt, lässt sich hier einiges bewegen. Wer an die Kryptowelt und digitalen Plattformen glaubt, sollte bei der COYX-Aktie unbedingt dabei sein.

SAP – Nun ist TeamViewer nicht mehr teuer

Die TeamViewer-Aktie ist tief in den Keller gefallen. Bei massiven Umsätzen ging es Anfang der Woche um weitere 20% nach unten. Das aktuelle Jahrestief des Experten für Fernwartung und Joint-Working lautet 11,65 EUR. Der Angelsachse fragt sich: „What goes down must come up?“

TeamViewer hat nun drei Gewinnwarnungen hinter sich, das Jahreshoch lag bei knapp 50 EUR, der Wert hat also über 75% eingebüßt. Aktuell kann sich der die Aktie nicht aus der Abwärtsspirale befreien. Auch die Präsentation des Unternehmens auf dem eigenen Kapitalmarkttag verpuffte wirkungslos, genauso wie die jüngste Meldung zur Verwendung freier Cashflows. Mittlerweile bekommt man den Eindruck, die Börse zweifelt das Vorhandensein solcher Mittel an.

Zeit, ein paar fundamentale Betrachtungen durchzuführen: Glaubt man Analysten, so wird der Umsatz von 2021 bis 2025 auf etwa 920 Mio. EUR steigen, für 2021 sind 500 Mio. EUR avisiert. Beim Gewinn geht es wegen hoher Marketing-Aufwendungen etwas langsamer voran. Auf EBITDA-Basis sollen immerhin Margen zwischen 40-45% erzielt werden können. Das Umfeld könnte für die Göppinger derzeit nicht besser sein, denn Home-Office ist mittlerweile etabliert und viele Menschen arbeiten in der Corona-Pandemie voll digitalisiert und remote, wie auch ein detaillierter Report zur Aktie konstatiert.

Immerhin kann TeamViewer ein großes Asset vorweisen. Im Bereich Operational Workflow Optimization verfügt man über wertvolle Augmented Reality-Technologien und dringt in den Markt für IoT vor. Hier bestehen schon Kooperationen mit großen Softwarehäusern, deshalb sollte man mit entsprechenden Lösungen noch über Jahre ordentlich wachsen können. Marktbeobachter halten es für möglich, dass Anbieter wie SAP bereits ein Auge auf TeamViewer geworfen haben. Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Aktie ist jedenfalls in Hinblick auf die Aussichten der kommenden Jahre nicht zu teuer, falls die Analysten mit ihren Schätzungen recht behalten. Die Hoffnung bleibt!


Die Volatilität an den Märkten nimmt stark zu, vor allem im Kryptobereich geht das mit großen Umsätzen und Kurssprüngen einher. Hier gibt es klare Profiteure wie die Bitcoin Group oder den Big-Data-Spezialisten CoinAnalyst. Für TeamViewer stehen die Karten nicht schlecht, aber der aktuelle Gegenwind ist mehr als eisig!


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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