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23.03.2023 | 05:01

Bionxt Solutions, Bayer, Biontech - diese Pharma Aktien bieten Wachstumspotenzial

  • Onkologie
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Bildquelle: pexels.com

Weltweit steigt das Krebsrisiko für Menschen über 50 Jahren. Grund dafür sind Schlaf- und Bewegungsmangel, Vorerkrankungen und schlechte Ernährung. Mittlerweile ist auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass dauerhafter Stress eine Ursache für die Nervenkrankheit Parkinson darstellt. Laut WHO nehmen weltweit Behinderungen und Todesfälle aufgrund von Parkinson schneller zu als bei jeder anderen neurologischen Erkrankung. Pharma- und Biotech-Unternehmen setzen alles daran, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. So arbeitet das kanadische Biotech-Unternehmen Bionxt gerade an einer Vergleichsstudie, um ein Therapiepflaster zur Behandlung von Parkinson zu verbessern und begleitende Arzneimittelprodukte skalierbar zu machen. Bayer-Tochter Bluerock Therapeutics nutzt Daten der Apple-Watch zur Erforschung von Parkinson-Symptomen. Und CEO Uğur Şahin von Biontech hat einen Milliarden-Deal geschlossen in der Krebstherapie...

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: Bionxt Solutions Inc. | CA0909741062 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    Bionxt Solutions startet Vergleichs-Studie in Parkinson-Therapie

    Die Woche startet mit einem rührenden Geburtstagsvideo von Bruce Willis im Kreise seiner Familie, gepostet von seiner Ex-Frau Demi Moore auf Instagram teilte. Der Schauspieler leidet an einer speziellen Form einer Demenz-Erkrankung, die Beschwerden ähnlich einer Parkinson-Erkrankung verursacht.

    Die Parkinson-Krankheit stellt einen schleichenden Verfall des Gehirns dar, die sich durch motorische Anzeichen wie z.B. verlangsamte Bewegungen, Zittern und Gleichgewichtsprobleme beim Laufen sowie weiteren Komplikationen wie Gedächtnisverlust, Schmerzen und Muskelschwäche bemerkbar macht. Motorische Störungen wie unkontrolliertes Zittern wirken sich negativ auf die Sprachfähigkeit und Beweglichkeit aus und beeinträchtigen immens die Lebensqualität der Betroffenen. Ein weiteres Beispiel für diese tückische Krankheit ist der betroffene Schauspieler Michael J. Fox, bekannt aus dem Film „Zurück in die Zukunft“.

    Der therapeutische Markt für Morbus Parkinson umfasst weltweit mehr als 10 Mio. Menschen und wächst ständig. Die zunehmende Verschlechterung der Beschwerden und Komplikationen führt zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität der Parkinson-Betroffenen. Viele werden pflegebedürftig, was sowohl für die Betroffenen als auch für die Pflegekräfte eine enorme Belastung darstellt. Umso wertvoller ist eine leicht anwendbare und gut verträgliche Medikation, die für beide Seiten eine große Erleichterung bringt. Ein mit dem Wirkstoff Rotigotin getränktes Pflaster sorgt für eine Verbesserung der Therapie. Das Pflaster wird auf die Haut der Patienten appliziert und kann damit 24 Stunden lang die Zufuhr des Wirkstoffes gewährleisten. Das bereits 2007 vom Hersteller TDS auf den Markt gebrachte Pflaster erzielte im Jahr 2021 über den unabhängigen Verkauf einen Umsatz in Höhe von 348,3 Mio. EUR

    BioNxt Solutions Inc. ist ein Biotech-Accelerator-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Arzneimittelzusammensetzungen und Medikamentenabgabesystemen der nächsten Generation, diagnostische Screening-Verfahren sowie die Produktion und Bewertung neuer pharmazeutischer Wirkstoffe fokussiert. Nun wird Bionxt das bestehende Pflaster verbessern und dank seiner hauseigenen Plattformtechnologie skalierbar machen durch verwandte TDS-Arnzeimittel-Produkte entlang der Customer Journey von Parkinson-Patienten. Dazu startet das Biotech-Unternehmen eine Vergleichsstudie.

    Der globale Markt für transdermale Hautpflaster wurde im Jahr 2020 auf fast 6 Mrd. EUR geschätzt und wird bis 2028 auf rund 18,6 Mrd. EUR ansteigen. Das transdermale Pflaster von Bionxt ist somit ein vielversprechendes Produkt in einem wachsenden Markt. Bionxt hat jetzt mit der Herstellung von klinischen Mustern für die Anfang des zweiten Quartals 2023 geplante Studie begonnen.

    Bayer: Tochterfirma forscht an Parkinson mit Sensor-Daten

    Mit einer neuen Studie zur Erforschung der Parkinson-Krankheit geht auch Bayer Tochterfirma BlueRock Therapeutics an den Start. Dazu kooperiert das Unternehmen mit der Firma Rune Labs, die sich auf Sensor-Monitoring spezialisiert haben. Aufgrund der zahlreichen Leiden ermöglicht die vielschichtige Parkinson-Erkrankung insbesondere Biotech- und Pharma-Unternehmen die Chance, weitere Arzneimittelprodukte und Therapien passgenau zu entwickeln.

    „Die Parkinson-Krankheit ist ein unglaublich komplexes Leiden, bei dem die Symptome im Laufe des Tages oft von Stunde zu Stunde variieren“, sagt Seth Ettenberg, Präsident und CEO von BlueRock Therapeutics. "Es werden neue Instrumente und Ansätze benötigt, um die Berichtslast der Patienten in Studien zu verringern und das Fortschreiten der Krankheit effektiver zu messen und zu bewerten.“

    Das Biopharma-Unternehmen wird in Zusammenarbeit mit Rune Labs das StrivePD-Tool einsetzen, welches für die Apple Watch entwickelt wurde und die Datensammlung sowie Fernüberwachung ermöglicht. Dabei wird Apples Movement Disorder API genutzt, um Tremor-Bewegungen zu erfassen. Die von der FDA geprüfte App bietet den Patienten die Möglichkeit, ihre Medikation, Nebenwirkungen und weitere Symptome zu dokumentieren.

    Dem Konzern Bayer steht in wenigen Wochen der Führungswechsel bevor. Auf Werner Baumann folgt Bill Anderson. Doch es kehrt keine Ruhe ein: Kritische Stimmen von Investoren mehren sich gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Norbert Winkeljohann. Dieser habe zu viele Ämter inne, sodass unklar ist, wie intensiv er seiner Aufsichtsrat-Auge nachkomme. Nach der Fondsgesellschaft Union Investment äußert nun auch DWS Bedenken hinsichtlich der zahlreichen Ämter von Winkeljohann.

    Biontech - Milliardendeal im Kampf gegen Krebs

    Biontech hat mit einem neuen Deal seine Produktentwicklung im Bereich der Krebstherapien erweitert. Das Biotech Unternehmen hat die weltweiten Rechte an einer vielversprechenden Krebsimmuntherapie von der US-Firma OncoC4 erworben und eine Vorabzahlung von 185,5 Mio. EUR geleistet. Dieser Schritt ist ein weiterer Meilenstein in der Erforschung und Entwicklung von innovativen Krebstherapien. Der Wirkstoff ONC-392, der auf Antikörpern basiert, hat das Ziel, die Immunreaktionen gegen Krebszellen zu verstärken. Eine Phase-1/2-Studie hat bereits erste Daten zur Verträglichkeit und Wirksamkeit des Wirkstoffs ermittelt.

    Biontech und OncoC4 sind überzeugt, dass ihr Produktkandidat eine optimierte Version eines CTLA-4-Blockers darstellt. Diese Variante verursacht weniger unerwünschte Wirkungen im gesunden Gewebe und ermöglicht somit eine breitere Anwendung.

    „Obwohl CTLA-4 seit mehr als zehn Jahren als vielversprechende Zielstruktur bekannt ist, glauben wir, dass sein volles Potenzial in der Krebsimmuntherapie bisher noch nicht ausgeschöpft wurde“, sagte Prof. Dr. Uğur Şahin, CEO und Co-Founder BioNTech. „Die von OncoC4 vorgestellten Daten zu ihrem Antikörper ONC-392 deuten auf ein differenziertes Sicherheitsprofil und eine ermutigende klinische Aktivität bei der Behandlung verschiedener Tumorarten hin. Wir glauben, dass dieser Antikörper eine wertvolle Ergänzung zu unserem immun onkologischen Portfolio ist, sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit unseren personalisierten Immuntherapien.“


    Im Pharma und Biotech-Bereich ist aktuell viel Bewegung dank bahnbrechender neuer Technologien, wie der Deal von Biontech mit dem US-amerikanischen Unternehmen Onco4 beweist. Allein die Anzahlung in Höhe von 185,5 Mio. EUR zeigt die Zuversicht, die Biontech Gründer Şahin in dieser Kooperation sieht. Auch die Bayer Tochter BlueRock Therapeutics setzt auf innovative Technologien. Mit der Kooperation mit Rune Labs nutzen beide Unternehmen sensorische Fernüberwachung bei Parkinson-Patienten, um die Symptome des Tremor zu erforschen für neue Therapie-Ansätze. Das Unternehmen Bionxt Solutions setzt derweil auf Verbesserung und Skalierbarkeit von bestehenden Produkten im Parkinson-Therapiemarkt. Mit einer Vergleichsstudie testen sie die Weiterentwicklung eines Therapie-Pflasters, was bereits einen etablierten Markt geschaffen hat.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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