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11.09.2020 | 06:25

BioNTech, CureVac, Valeo Pharma - Wachstum nach Kapitalspritze

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Bildquelle: pixabay.com

Wer im medizinischen Sektor arbeitet weiß, dass die Entwicklung von Therapien und Produkten in der Regel viel Zeit und besonders viel Geld kostet. Im Wettlauf gegen die Verbreitung der aktuellen Corona Pandemie kommt es in der Branche zu großen Veränderungen, denn wer zuerst mit einem Produkt auf dem Markt kommt, dem sind hohe Umsätze und Gewinne de facto garantiert. Für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Covid-19 bleibt jedoch nicht viel Zeit und zur Verringerung der wirtschaftlichen Schäden stehen den forschenden Unternehmen quasi unlimitierte Geldbeträge zur Verfügung. Wer eine Lösung gegen Covid-19 findet, hat mit Sicherheit auch das richtige Team im Kampf gegen die nachfolgenden Corona Viren in den Startlöchern.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: CA91915B1085 , US09075V1026 , NL0015436031

Inhaltsverzeichnis:


    VALEO PHARMA INC – Wachstumsorientierung mit Gewinnmarge

    WKN: A2PLB4 ISIN: CA91915B1085 Symbol: VP2
    Das kanadische Spezialpharma-Unternehmen Valeo Pharma ist auf die Vermarktung von innovativen und verschreibungspflichtigen Produkten in Kanada spezialisiert. Mit der Fokussierung auf neurodegenerative Erkrankungen, onkologische Produkte und Spezialprodukte für Krankenhäuser verfügt Valeo Pharma laut eigenen Angaben über ein wachsendes Portfolio von innovativen Produkten und eine ausgereifte Infrastruktur, die eine ordnungsgemäße Handhabung dieser Produkte durch sämtliche Vermarktungsphasen ermöglicht.

    Valeo Pharma bietet Investoren daher den Vorteil, dass das Unternehmen nicht selber forscht oder entwickelt und daher keine hohen Kosten vor der Markteinführung von Produkten hat. Das Unternehmen arbeitet mit anderen Pharmaunternehmen zusammen, die auf die Erforschung von Wirkstoffen und Therapien spezialisiert sind. Im Zusammenhang mit der aktuellen Corona Pandemie hat das Unternehmen mit dem Partner Ingenew die Markteinführung von Hesperco in Kanada erfolgreich auf den Weg gebracht und kümmert sich nun um die Vermarktung des Präparates.

    Pierre Laurin, CEO von Ingenew, erklärte die Bedeutung des Wirkstoffes in einer Mitteilung: „Es gibt klare wissenschaftliche und medizinische Grundüberlegungen für die Verwendung der Hesperco-Kapseln zur Unterstützung des Immunsystems und zur potentiellen Bekämpfung von Symptomen in Zusammenhang mit Corona Viren, wie etwa dem Verursacher der Covid-19-Erkrankung. Seit dem Ausbruch der Pandemie wurden Tausende von Wirkstoffen evaluiert; und mehreren Berichten zufolge zählt der in den Hesperco-Kapseln enthaltene aktive Wirkstoff zu den besten Kandidaten, um die Mechanismen, die SARS-CoV-2 nutzt um unsere Zellen zu infizieren, zu unterbinden. (…)“

    Zur Steigerung des eigenen Wachstums und der Vermarktung der Produkte hat Valeo Pharma eine Eigenkapitalfinanzierung von 6,9 Mio. CAD erfolgreich abgeschlossen. „Wir freuen uns sehr über den Abschluss dieser Bought-Deal-Finanzierung; die Nachfrage seitens der Anleger, vor allem seitens einer breiten Basis neuer Aktionäre, war entsprechend groß. Der Erlös aus dieser Finanzierung wird für die Markteinführung einer Reihe neuer Produkte in den kommenden Monaten sowie für die intensivierte Sondierung neuer Wachstumschancen verwendet", erklärt Steve Saviuk, CEO von Valeo Pharma. Der Vorteil des Unternehmens ist, dass der Zugang zu den Ärzten mit einem wachsendem sowie margenträchtigen Produktportfolio intensiver genutzt werden kann - ohne Forschungsrisiken.

    BIONTECH SE ADR – Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

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    Das deutsche Biotechnologie Unternehmen BioNTech konnte durch die Zusammenarbeit mit dem US-Pharmariesen Pfizer bereits kurze Zeit nach dem Ausbruch der Corona Pandemie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gewinnen. Mittlerweile zählt das Unternehmen zu den Hoffnungsträgern im Kampf gegen die Verbreitung von Covid-19. Eine weitere Zusammenarbeit mit einem anderen Unternehmen macht nun deutlich, dass die Verfügbarkeit eines Impfstoffes zeitnah immer wahrscheinlicher wird.

    Gestern gab BioNTech gemeinsam mit dem deutschen Arzneiunternehmen Dermapharm bekannt, dass die beiden Unternehmen bei der Herstellung des Covid-19-Impfstoffes zusammenarbeiten werden. Laut Mitteilung heißt es, dass die Kapazitäten bereits zu Beginn der Impfstoffproduktion zur Verfügung stehen. Im Falle einer raschen Zulassung des Impfstoffes sollen noch dieses Jahr weltweit bis zu 100 Mio. Einheiten und dann bis Ende 2021 insgesamt 1,3 Mrd. Einheiten produziert werden.

    CUREVAC NV – Weitere staatliche Forschungsgelder

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    Ein weiteres deutsche Biotech-Unternehmen ist ebenfalls an der Spitze im Rennen um einen wirksamen Corona Impfstoff dabei. CureVac konnte in den vergangenen Wochen nicht nur einen erfolgreichen Börsengang und den Besuch von Elon Musk verkünden, sondern das Bundesforschungsministerium hat dem Unternehmen weitere bis zu 252 Mio. EUR für die Entwicklung eines Impfstoffes zugesagt.

    Aus Frankreich kam bereits vom Pharma-Konzern Sanofi eine Aussage zu einem möglichen Preis für einen Impfstoff. Laut Sanofi Präsident Olivier Bogillot wird der Preis eines Impfstoffes von Sanofi bei unter 10 EUR pro Dosis liegen. Schon jetzt steht fest, losgelöst davon, wer das Rennen gewinnen wird, dass die Pharmabranche eine deutliche Veränderung erlebt hat und nachhaltig von der Steigerung der Effizienz bei der Entwicklung von Wirkstoffen profitieren wird. Die Patienten werden zudem von der Wettbewerbssituation und der möglichen Produktvielfalt profitieren können.


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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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