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18.06.2021 | 05:10

Bayer, White Metal Resources, Barrick Gold – Richtungsweisende Neuigkeiten

  • Märkte
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Bildquelle: pixabay.com

Beim am Mittwochabend stattfindenden Treffen der US-Notenbank, war die ausufernde Inflation das Thema schlechthin. Nachdem US-Verbraucherpreise im Mai mit 5% über dem Niveau des Vormonats lagen, gingen Marktteilnehmer zumindest von einer Ankündigung der Rücknahme des Volumens am Anleihemarkt aus. An eine Zinserhöhung, die eigentlich für die Preisstabilität nötig wäre, wird laut dem FED-Chef Jerome Powell vor 2023 nicht gedacht. Damit bezieht er durch die weiterhin ultralockere Geldpolitik die Haltung, dass Wirtschaftswachstum und ein steigender Aktienmarkt wichtiger sind als eine niedrige Inflation.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
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Barrick Gold – Schwach im Zug des Gesamtmarktes

Eigentlich hätte man im Anschluss des Meetings steigende Aktienmärkte erwartet, nachdem der Weg für weiteres Wachstum geebnet wurde. Trotzdem sackte der Dow Jones im weiteren Handelsverlauf um über 200 Punkte ab. Begründet wurde dies mit der Tatsache, dass jetzt sieben von insgesamt 12 Mitgliedern des FOMC bereits 2022 eine erste Zinserhöhung erwarten. Beim letzten Treffen im März waren es nur 4 Teilnehmer.

Der größte Verlierer der geldpolitischen Beschlüsse war der Goldpreis. Obwohl sich an den Rahmenbedingungen sowohl an der Zinsfront als auch bei den Anleihekäufen in naher Zukunft nichts verändern wird, rauschte das gelbe Edelmetall in der Spitze um mehr als 5% nach unten und riss dabei mehrere markante Unterstützungsbereiche. Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.778 USD. Die nächste Unterstützung liegt bei 1.732 USD, beim Unterschreiten droht noch einmal der Test des doppelten Bodens bei 1.680 USD.

Ein bullishes Zeichen würde erst eine Rückkehr über die 1.862er Marke bedeuten. Zur Schwäche tendierte schon seit Tagen die Aktie des größten Goldproduzenten, Barrick Gold. Nach dem Bruch des seit März ausgebildeten Aufwärtstrends bei 23,50 USD am vergangenen Freitag, liegt die nächste Unterstützungszone um 21,50 USD. Sollte die aufgrund des schwachen Goldmarktes gebrochen werden, ist das April-Tief bei 19,44 USD das nächste Ziel.

White Metal Resources – erfreuliche Entwicklung

Stabil zeigt sich dagegen die Aktie des Projektgenerators von White Metal Resources. Das Geschäftsmodell der Kanadier besteht darin, Explorationsobjekte zu suchen und diese in Zusammenarbeit mit einem passenden Joint Venture Partner weiter zu entwickeln. In Ontario besitzt das Unternehmen bereits vier Projektoptionen. Der Fokus liegt hier jedoch ganz klar auf dem Tower Stock Gold-Projekt. Hier hat das Unternehmen eine Option auf den Erwerb von 100%.

Das Konzessionsgebiet, in dem bisher seit mehr als acht Jahren kaum Explorationstätigkeiten unternommen wurden, liegt ca. 40 km nordwestlich der Hafenstadt Thunder Bay und hat eine Fläche von ungefähr 1.968 Hektar. Die Geologie der Liegenschaft ähnelt der Young Davidson Mine von Alamos Gold, die eine der größten Untergrund-Minen Kanadas ist. Anfang Juni wurde veröffentlicht, dass White Metal Resources ein 3.000m umfassendes Bohrprogramm auf dem Tower Stock-Projekt plant. Das Diamantbohrprogramm soll in der ersten Juliwoche starten und mindestens vier Wochen dauern. Die Bohrungen werden sich zu Beginn auf die Ellen-Zone konzentrieren, um zu prüfen, ob die Möglichkeit einer Erweiterung der Zone nach Norden und Süden besteht.

Neben der Konzentration auf das Gebiet um Ontario in Kanada, besitzt das Unternehmen mit dem Kupfer-Silber-Projekt Okohongo in Namibia ein zweites Flagschiffprojekt. Die Geologie ist vergleichbar mit dem Zentralafrikanischen Copperbelt (CAC) in Sambia. CAC enthält schätzungsweise 5 Milliarden Tonnen Kupfer mit einem Gehalt von bis zu 4%. Hier führte das Unternehmen insgesamt 28 Bohrungen durch und veröffentlichte nun die Ergebnisse der letzten 15 Bohrlöcher. Auf der Kupfer-Silber-Liegenschaft mit 19.850 Hektar Fläche wurden weitere Kupfer-Silber-Vorkommen nachgewiesen und sollen die bereits existierenden Bohrlochdaten ergänzen.

Das umtriebige Management plant, das Portfolio stetig zu erweitern. Die beiden Hauptprojekte besitzen erhebliches Potenzial. Mit einer Marktkapitalisierung von gerade einmal 4,4 Mio. EUR dürfte bereits jetzt der innere Wert höher liegen.

Bayer – Horrormeldung ignoriert

Trotz der katastrophalen Meldung des Partners CureVac, zeigt der Kurs des Pharmariesen Bayer Stärke und notiert bei 53,50 EUR sogar knapp 1% im Plus. Nachdem der Impfstoffhersteller bekannt gegeben hat, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47% gegen eine Corona-Erkrankung "jeglichen Schweregrades" erzielt habe, sackte das Papier der Tübinger zweitweise um über 50% ab.

Nun gab der Pharmariese bekannt, dass er trotz des Rückschlages seine Kooperation mit CureVac weiter fortsetzen wird. Die Leverkusener unterstützen das Start-up mit Leistungen in Bereichen wie Entwicklung und Logistik. Ab Dezember, so die ursprüngliche Planung, soll das Vakzin in Wuppertal produziert werden.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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