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21.05.2021 | 05:10

BASF, White Metal Resources, Deutsche Telekom – Die Gewinner der Zukunftstrends

  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Bis 2025 werden weltweit circa 1,5 Mrd. Fahrzeuge auf der Straße unterwegs sein. Diese Zahl ist angesichts der Tatsache, dass wir heute mit steigender Luftverschmutzung und den Folgen des Klimawandels zu kämpfen haben, beängstigend. Für die Energiewende, die sowohl von der Politik als auch der Wirtschaft immer mehr beschleunigt wird, werden jedoch vermehrt knappe Rohstoffe für neuartige Technologien benötigt. Junge Unternehmen entstehen, die langfristig von steigenden Umsätzen und sprudelnden Gewinnen profitieren werden.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA9640461062 , DE000BASF111 , US2515661054


BASF – Strategisches Joint Venture

Geht es um das Thema Elektromobilität, weiß kaum jemand, welch wichtige Rolle das Chemieunternehmen BASF einnimmt. Dabei ist das Unternehmen aus Ludwigshafen ein global führender Lieferant von Kathodenmaterialien für Batteriehersteller bzw. Elektrofahrzeuge. Kathodenmaterialien sind wichtig für eine höhere Leistungsfähigkeit der Batterie in Bezug auf Energiedichte und Effizienz. Mit der Errichtung der Anlagen im finnischen Harjavalta sowie in Schwarzheide in Brandenburg, wurde das Geschäft in Europa bereits in der jüngeren Vergangenheit gestärkt. Um den Markt in Japan und USA zu stärken, wurden zudem Gemeinschaftsunternehmen mit Toda aus Japan gegründet.

BASF vermeldete gestern ein Joint Venture mit dem chinesischen Anbieter Shanshan, um Zugang zu Baumaterialien im größten Elektroautomobilmarkt der Welt, China, zu erhalten. Dabei wird der deutsche Chemieriese mit 51% an dem Gemeinschaftsunternehmen, das in China Kathodenmaterialien und deren Vorprodukte produzieren soll, die Mehrheit halten. Durch den Zusammenschluss, der bis spätestens September abgeschlossen sein soll, steigert BASF seine Jahreskapazität für Kathodenmaterialien auf weltweit 160 Kilotonnen bis 2022.

White Metal Resources – Zukunftsträchtiges Portfolio

Einen mehr als interessanten Ansatz verfolgt das Junior-Explorationsunternehmen White Metal Resources. Die Unternehmensstrategie besteht darin, mineralische Landpakete zu erwerben, insbesondere in attraktiven Bergbaujurisdiktionen wie Ontario und Neufundland, wobei Goldprojekte mit dem Potenzial für zukünftige Bergbaumöglichkeiten ins Visier genommen werden. In Ontario gibt es aktuell 40 aktive Minen, darunter sind 20 aktiv. Im Jahr 2019 wurden in Ontario Mineralien im Wert von 10,7 Mrd. CAD produziert und damit 25% der gesamten Produktion Kanadas.

Ursprünglich agieren die Kanadier als Projektgenerator. So werden interessante Explorationsobjekte gesucht und in Zusammenarbeit mit einem passenden Joint Venture Partner weiterentwickelt. In Ontario sind bereits vier Projekte herausgefiltert worden, wobei der Schwerpunkt auf dem Tower Stock Gold-Projekt liegt. Hier hat das Unternehmen eine Option auf den Erwerb von 100%. Das Konzessionsgebiet, in dem bisher seit mehr als acht Jahren kaum Explorationstätigkeiten unternommen wurden, liegt ca. 40 km nordwestlich der Hafenstadt Thunder Bay und hat eine Fläche von ungefähr 1.968 Hektar. Hier wurde kürzlich das Ergebnis der 3D-IP-Untersuchung vermeldet, die zusätzliche Zielgebiete für Folgearbeiten lieferte, mit denen die Quellen der Anomalien geklärt werden sollen.

Neben Kanada liegt der zweite Schwerpunkt in Namibia. Das Land ist reich an Bodenschätzen, die teilweise schon seit mehr als 110 Jahren abgebaut werden. Mit einem Anteil von 9,4% am Bruttoinlandsprodukt 2019, war der Bergbau der wichtigste Wirtschaftszweig in Namibia. Hier unterhält White Metals ihr zweites Hauptprojekt, das Kupfer-Silber-Projekt Okohongo, das sich zu 95% im Besitz des Unternehmens befindet. Das Grundstück hat eine Fläche von 19.850 ha. Die Geologie ist analog zum Zentralafrikanischen Copperbelt (CAC) in Sambia. CAC enthält schätzungsweise 5 Mrd. Tonnen Kupfer mit einem Gehalt von bis zu 4%. Vor Kurzem wurde hier ein 3.000 m langes C-Bohrprogramm zur Bestätigung der historischen Ressource abgeschlossen. Die Bohrung ergab 45 m 2,02% Kupfer und 33g Silber pro Tonne. Das Portfolio des Projektgenerators wächst stetig.

Durch den Aufbau weiterer Joint Ventures, sowie die Entwicklung der beiden Flagschiff-Projekte in Kanada und Namibia, dürfte der innere Wert deutlich höher liegen als der aktuelle Börsenwert, der aktuell bei lediglich 4,46 Mio. EUR liegt.

Deutsche Telekom – Ein logischer Schritt

Führend im Zukunftsmarkt der 5G-Netze ist die US-Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile US, in den Vereinigten Staaten. So erreicht das aktuell noch im Aufbau befindliche 5G-Netz von T-Mobile US knapp 300 Mio. Menschen. Gegenüber dem nächsten Verfolger AT&T bedeutet dies eine doppelt so hohe Netzabdeckung.

Grund genug für die Bonner, die Kaufoption zu ziehen, um schlussendlich die Mehrheit über 51% zu erhalten. Durch eine Vereinbarung mit Softbank wurde sichergestellt, dass diese Aktien von T-Mobile US im Wert von rund 21 Mrd. Dollar verkaufen dürfen. Im Gegenzug erhielt die Telekom Kaufoptionen für 101 Mio. Anteilscheine von dem fusionierten Unternehmen, die bis Juni 2024 gezogen werden können.

Aktuell hält die Deutsche Telekom rund 43% an der US-Tochter. Ein Zeitpunkt für die Transaktion wurde jedoch noch nicht festgelegt. Zudem kündigte der CEO beim eigens veranstalteten Kapitalmarkt Day an, bei Umsatz und Gewinn stärker zu wachsen. Den Umsatz wollen die Bonner jährlich weiter zwischen 1 und 2 % steigern. Angeschoben durch T-Mobile US, kletterten die Erlöse 2020 um ein Viertel auf 101 Mrd. Euro und waren damit erstmals im dreistelligen Bereich. Ebenfalls steigen soll die Dividende. Angetrieben von den positiven Aussagen des Firmenchefs, stieg die Aktie um über 2,5% auf 17,10 EUR, nicht weit weg vom Jahreshoch bei 17,37 EUR. Aufgrund der positiven Wachstumsaussichten, gehen wir von kurzfristig neuen Höchstständen aus.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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