Menü

14.09.2020 | 05:50

Ballard Power, Nikola, Saturn Oil & Gas - Kurs-Potenzial mit guten Ideen

  • Wasserstoff
  • Erdöl
  • Logistik
  • Brennstoffzellen
Bildquelle: pixabay.com

Am vergangenen Freitag haben Gerüchte dafür gesorgt, dass die Aktien des kanadischen Explorationsunternehmens Giga Metals um 185% gestiegen sind. Mehreren Quellen zur Folge plane Tesla zukünftig von diesem Unternehmen Nickel und Kobalt aus British Columbia zu beziehen. Der Grund dafür sei vor allem, dass Giga Metals den Bergbaubetrieb zukünftig u.a. mit Energie aus Wasserkraft durchführen kann. Darüber hinaus gelten die Umweltauflagen in Kanada weltweit zu den strengsten. Vor diesem Hintergrund ist es Tesla möglich, den eigenen CO2-Fussabdruck zu verbessern. Ein sinnvoller und überfälliger Schritt, der hoffentlich auch Nachahmer findet.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Mario Hose
ISIN: US6541101050 , CA0585861085 , CA80412L1076


SATURN OIL & GAS INC - Bedenkenloseres Rohöl

WKN: A2DJV8 ISIN: CA80412L1076 Symbol: SMK
Der kanadische Erdölproduzent Saturn Oil & Gas fördert in der Provinz Saskatchewan seit 2017 Erdöl. Im Jahr 2019 konnte das Unternehmen den ersten Jahresgewinn seit Gründung ausweisen. Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie und im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Konsolidierungsphase im Öl-Sektor, hat der CEO John Jeffrey in einer Mitteilung bereits Akquisitionen angekündigt. In einem Käufermarkt, wenn die Nachfrageseite den Preis bestimmt, ist es günstiger Gebiete mit Produktion zu erwerben, anstatt selbst aufwendig Zeit- sowie Kostenintensiv zu bohren.

Das Management verfolgt die Ziele von ESG und Saturn Oil & Gas hat dynaCERT CEO Jim Payne seit März 2020 als Director im Board. dynaCERT aus Kanada ist kürzlich Partner der Vereinten Nationen geworden und hilft Städten mit seiner Wasserstoff-Technologie bei der Verringerung der Schadstoffemissionen. Die Achtung der Menschrechte sind in Kanada selbstverständlich und die strengen Umweltschutzauflagen bei der Erdölförderung machen das Land für die Beschaffung von Rohstoffen attraktiv.

Möglicherweise erhalten Kunden in Zukunft an der Tankstelle die Wahlmöglichkeit, ähnlich wie bei Kaffeebohnen, woher der Treibstoff stammen soll. Praktikabel und einfach wäre es möglich, wenn die Kunden bei der Bezahlung die Herkunft des Ersatzes des zuvor getankten Treibstoffes wählen können. Tankstellenbetreiber hätten dadurch einen echten Wettbewerbsvorteil gegenüber der gängigen Praxis, bei der die Herkunft unbekannt ist und dadurch unwissentlich Despoten und Verstöße gegen die Menschenrechte unterstützt werden könnten. Unternehmen wie Saturn Oil & Gas haben eine besondere Ausgangsposition bei der zukünftigen Versorgung mit unbedenklicherem Erdöl.

BALLARD POWER SYSTEMS INC – Innovation für die Schifffahrt

WKN: A0RENB ISIN: CA0585861085 Symbol: PO0
Der kanadische Hersteller von Brennstoffzellen Ballard Power kann Elektromotoren in sämtlichen Fahrzeugen zum Antrieb verhelfen. Die Besonderheit einer Brennstoffzelle ist, dass sie den Energieträger Wasserstoff in Elektrizität wandelt. Der Vorteil besteht darin, dass Brennstoffzellen kein Schadstoffemission verursachen. Um einen Vorteil für die Umwelt zu erzielen, muss der Wasserstoff jedoch aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden. Neben Fahrzeugen an Land werden nun auch Schiffe mit Brennstoffzellen von Ballard Power ausgestattet.

Rob Campbell, Chief Commercial Officer von Ballard, teilte kürzlich in einer Mitteilung mit: „Ballard konzentriert sich auf schwere und mittelschwere Antriebsanwendungen, insbesondere dort, wo hohe Nutzlast, große Reichweite und schnelles Auftanken erforderlich sind. Dies ist ein guter Punkt für unser Leistungsangebot im Bereich Brennstoffzellen, das durch mehr als 50 Mio. Kilometer Betriebserfahrung in Tausenden von Fahrzeugen untermauert wird. Dieselben Anforderungen liegen auch den Anwendungsfällen in der maritimen Industrie zugrunde, was zu einer bedeutenden Marktchance führt, die mit unserem neuen Produkt FCwave wirksam angegangen werden kann. Die weltweiten Bemühungen zur Dekarbonisierung schließen auch kommerzielle maritime Aktivitäten ein, bei denen Ballard beabsichtigt, auf unserer führenden Position bei emissionsfreien Brennstoffzellenlösungen aufzubauen.“

NIKOLA CORPORATION – Wahrheit oder Lüge?

WKN: A2P4A9 ISIN: US6541101050 Symbol: 8NI
Das US-Unternehmen Nikola nimmt für sich in Anspruch die Transportindustrie weltweit zu verändern. Als Entwickler und Hersteller von emissionsfreien batterie- und wasserstoff-elektrischen Fahrzeugen, Energiespeichersystemen und der Infrastruktur für Wasserstofftankstellen ist Nikola bestrebt, die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des Handels zu revolutionieren. Mit General Motors konnte das Unternehmen zuletzt einen namhaften Partner gewinnen.

Neben Unterstützer gibt es auch Marktteilnehmer, die nicht an den Erfolg des Unternehmens glauben und Zweifel an den Aussagen der Chefs Trevor Milton haben. Hindenburg Research hat nun als Shortseller über das Unternehmen Informationen verbreitet, die darauf abzielen, dass der Wert der Aktie sinkt. Erreicht wird dieses Ziel indem die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und des Managements infrage gestellt wird. Je länger es dauert, bis Nikola die Aussagen von Hindenburg professionell widerlegt, desto größer wird die Verunsicherung am Markt und der Kursverlust für die Aktionäre. Sollten die Vorwürfe des Shortsellers glaubwürdig entkräftet werden, besteht die Chance auf eine Kursrallye.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

Mehr zum Autor



Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Mario Hose vom 12.10.2021 | 07:51

IPO News: trans-o-flex, Chronext und sdm

  • IPO
  • börsengang
  • sdm
  • Logistik
  • Onlinehandel

Nach der Babbel Group haben auch trans-o-flex und Chronext ihre geplanten Börsengänge auf Eis gelegt. Alle Kandidaten schieben es auf ungünstige Marktbedingungen. Dabei haben sich die Indizes in den vergangenen Tagen recht stabil gehalten. Daher strebt der Münchner Sicherheitsdienstleister sdm SE noch im Oktober an die Börse. Die Aktien können ab sofort an der Börse Düsseldorf gekauft werden. Vorstand Oliver Reisinger berichtet von einem großen Interesse auf der Roadshow.

Zum Kommentar

Kommentar von Armin Schulz vom 08.10.2021 | 05:51

Nel ASA, dynaCERT, Plug Power – Wasserstoff ist ein Teil der Energiewende

  • Wasserstoff
  • Wasserstoff-Tankstelle
  • Wasserstoff-Brennzelle
  • Wasserstoffantrieb
  • Nel ASA
  • dynaCERT
  • Plug Power

Wenn die kommende Bundesregierung die Energiewende schaffen will und alle fossilen Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas verbannen möchte, liegt ein Teil der Lösung beim Wasserstoff. Noch geht an besonders sonnigen oder windigen Tagen ein Teil des erzeugten grünen Stroms einfach verloren. Um die Leitungen nicht zu überlasten wird der Strom teilweise ins Ausland verschenkt. Würde man diese Energie nutzen, um grünen Wasserstoff zu gewinnen, wäre man in der Lage, die Energie die erzeugt wird sowohl speicherbar als auch portabel zu machen. Gelingt es, den Preis pro kg Wasserstoff signifikant zu senken, ergeben sich automatisch größte Potentiale für diese Technologie.

Zum Kommentar

Kommentar von Stefan Feulner vom 06.10.2021 | 05:10

BYD, Saturn Oil + Gas, Royal Dutch Shell – Explosion am Ölmarkt

  • Erdöl

Die Organisation erdölexportierender Länder OPEC und ihre Bündnispartner unter der Federführung Russlands (OPEC+) haben entschieden, die Fördermengen trotz des knappen Angebots nur schrittweise zu erhöhen und das, obwohl sich die Nachfrage im Zuge des Abklingens der Delta-Variante des Coronavirus kräftig erholt. Die Folge ist ein explodierender Ölpreis, der so hoch notiert, wie seit sieben Jahren nicht mehr. Im Gegensatz dazu sind Aktien der Ölproduzenten noch weit von ihren Hochs entfernt.

Zum Kommentar