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30.10.2020 | 05:10

Amazon, Deutsche Post, dynaCERT – Ordentlich verfrachtet!

  • Logistik
  • Investments
  • eCommerce
  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Für Anleger, die sich immer mit neuen Trendthemen auseinandersetzen, gibt es jetzt aus dem Bereich der Technologie die „FreightTech“-Ecke. Der Begriff umschreibt die Technologie zur Verbesserung von Fracht, Versand und Logistik. Der Trend ist seit einigen Jahren auf dem Radar der Venture Capital Unternehmen und die institutionellen Investitionen nehmen zu. Schlagzeilen, die wir jetzt dazu lesen, generieren sich aus dem Thema „Online-Handel“, der während der Covid-19-Pandemie die bisherigen Erwartungen mehr als übertroffen hat. Der Mensch macht mit den neuesten Kontaktbeschränkungen viel mehr von zu Hause aus – das macht die Logistiker zum absoluten Sieger der Pandemie. Globale Berater und Experten im Transportwesen, wie Roland Berger fordern die etablierten Akteure auf, ihr Umfeld besser zu verstehen, um die Anpassung der aktuellen Geschäftsmodelle und Herausforderungen durch die sich verändernde Marktdynamik zu meistern. Wir schauen mal genauer hin…

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
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Inhaltsverzeichnis:


    AMAZON.COM INC – Alle Jahre wieder!

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    Bei Amazon Inc. läuft alles auf Hochtouren, das Unternehmen schwingt sich von Umsatz zu Umsatzrekord, muss sich aber auch mit den Folgen der Pandemie auseinandersetzen. Das betrifft sowohl die Lagerhaltung, als auch die interne Organisation und vor allem den Logistikbereich. So richtete das Unternehmen den Betrieb unter Berücksichtigung der COVID-19-Vorkehrungen überwiegend neu ein, trotzdem steckten sich mehr als 19.000 Arbeiter mit dem Virus an. Der Druck auf das Unternehmen ist groß, Jeff Bezos freilich ist hier über jeden Zweifel erhaben.

    Trotz rauschender Absätze gibt es Einschränkungen z.B. die Schließung mittlerweile überalterter Standorte oder die aktuell verlangsamte Auslieferung an die Kunden, die aber meist nicht Amazon zu vertreten hat, sondern der Carrier.

    Wie unter COVID und Zeitdruck jetzt das anstehende Weihnachtsgeschäft zu bewältigen ist, wird eine spannende Sache. Denn Amazon hat lange daran gearbeitet, eine Wiederholung der Saison 2013 zu vermeiden, in der durch die Verzögerungen einige am Weihnachtstag ohne Geschenke blieben. Das Unternehmen wickelt nun mehr Lieferungen im eigenen Haus ab, und in diesem Jahr verlegte es seine Marketing-Veranstaltung Prime Day - normalerweise im Juli - auf den Oktober, so dass die Käufer ihre Bestellungen für die Feiertage frühzeitig aufgeben konnten.

    Laut der aktuellen Auflistung ist der Amazon Chef Bezos mit großem Abstand der reichste Mann der Welt. Er soll mittlerweile ein Vermögen von knapp 172 Mrd. USD besitzen, seine Frau besitzt auch noch 25% am Unternehmen. Die Gesellschaft hat einen Marktwert von 1,6 Bio. USD. Wir sind gespannt, ob das noch wesentlich mehr werden wird oder wir die Spitze mit 3.530 USD vielleicht am 02. September schon gesehen haben.

    DEUTSCHE POST AG – Der Lieferant des Weihnachtsmannes

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    Die Deutsche Post AG und ihre Tochter DHL Express erwarten für die nächsten Wochen „bisher unerreichte Sendungsmengen“. Grund dafür sein die bevorstehende Hauptsaison des Shoppings. DHL Express transportiert überwiegend eilige Sendungen und kann hier in der Regel auf ein international gut funktionierendes Netz zurückgreifen. Den Grund, warum dieser Express-Dienst einen Anstieg der Paketmengen sieht, liegt demnach in der fortschreitenden Globalisierung sowie Digitalisierung.

    Ergebnisse dieser Trends sind eine stark wachsende Anzahl von Online-Marktplätzen und Shopping-Apps, über die der heutige Konsument Produkte aus aller Welt einkaufen kann. Dies gelte insbesondere für die bevorstehenden beliebten Mega-Shopping-Days „Black Friday“ und „Cyber Monday“ sowie für das gesamte Weihnachtsgeschäft. Folglich erwartet DHL Express ein Allzeithoch im weltweiten Onlinehandel, im Laufe des Geschäftsjahres 2020 waren die Paketmengen durch E-Commerce bereits um 35% gestiegen.

    DHL Express hat es sich zur Aufgabe gemacht, den globalen Handel zu ermöglichen, so John Pearson, CEO von DHL Express. „Wir sorgen dafür, dass ihre Produkte schnellstmöglich zugestellt und die Weihnachtsgeschenke rechtzeitig an die Empfänger auf der ganzen Welt geliefert werden.“ Mehr als 100.000 Mitarbeiter in mehr als 220 Ländern und Territorien arbeiten daran, zur Vorbereitung auf die „Stille Zeit“ hat DHL Express weltweit über 10.000 neue Mitarbeiter eingestellt. Die Post ist einer der DAX-Spitzenreiter und seit der März-Korrektur auch ein klarer Krisengewinner. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 47 Mrd. EUR, eine Dividende von 1,22 EUR gab es auch noch obendrein geliefert.

    DYNACERT INC – Einen zweiten Tiger im Tank

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    Dynacert Inc. wurde 2001 gegründet und reitet auf einer Welle von Technologie-Ansätzen, die den Schadstoffausstoss von dieselbetriebenen Fahrzeugen reduzieren können. Während emissionsfreie Elektro-Lkws für Schlagzeilen sorgen, fahren Millionen von Lastwagen immer noch mit Diesel. Das kanadische Unternehmen hat jetzt 16 Jahre Forschung und 60 Mio. CAD an Investitionen in die Entwicklung seiner Technologie zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen investiert. Man ist nun an der Schwelle die nächsten Skalierungsschritte zu gehen und seine Präsenz mit zwei ausgesprochen modernen Angeboten auszubauen: Telematik und den Verkauf von Emissionsgutschriften. Beides Themen für den grünen Footprint des Unternehmens.

    Im Jahr 2019 brachte dynaCERT sein erstes Softwareprodukt „HydraLitica“ auf den Markt, das die mit „HydraGEN“ verbundenen Kraftstoffeinsparungen überwacht. Auf dieser Plattform aufbauend, kündigte es vor kurzem weitere Telematikdienste wie Flottenmanagement, Routenplanung, Fahrersicherheit sowie Lastmanagement an. Die Technologie des Unternehmens wird derzeit bereits in mehr als 400 Fahrzeugen in Probeläufen eingesetzt, sagte Executive Vice President Jean-Pierre Colin vor der Presse. Nun kommt der erweiterte Umweltgedanke ins Spiel. Während die Industrie immer mehr saubere Fahrzeugtechnologien anbietet und die Regulierungsbehörden gegen die Umweltverschmutzung vorgehen, macht sich ein neues Geschäftsfeld breit, die sogenannten „Carbon Credits. Tesla beispielsweise, erwirtschaftete im zweiten Quartal 2020 Einnahmen in Höhe von 428 Mio. USD aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten, damit stattet man eine belastet G&V einfach mit Sondergewinnen aus – fern ab des originären Geschäfts.

    dynaCERT wird einen ähnlichen Weg einschlagen und neben den Technologielösungen auch „Carbon Credits“ vereinnahmen. Der spekulative Wert hat derzeit eine Kapitalisierung von 204 Mio. CAD bei einem auffällig niedrigen Kurs von 0,57 CAD je Aktie – das dürfte nicht mehr lang so sein.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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