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14.09.2023 | 05:35

Almonty Industries, Covestro Aktie, Bayer AG - welche Aktien jetzt durchstarten

  • Übernahme
  • Wolfram
  • Kernkraft
  • Pharma
  • Parkinson
Bildquelle: Covestro AG

Energie, Pharma und Rüstung scheinen die Performance-Kandidaten der Stunde zu sein. Damit Wirtschaftsnationen weiter wachsen können, setzen Länder wie Süd-Korea oder Frankreich auf Atomkraft. Und genau für diese Reaktoren wird das Metall Wolfram benötigt. Hier fällt besonders Almonty Industries ins Auge, das sich seit 2009 auf die Förderung und Verarbeitung dieses seltenen Metalls spezialisiert hat. Wie wertvoll Know-how sein kann, zeigen die momentanen Übernahmegespräche des Dax Konzerns Covestro. Der Ölkonzern Adnoc mit Sitz in Abu Dhabi hat großes Interesse am Spezialwissen zu Kunststoffen für die E-Mobility, Gebäudeisolierungen und Klebstoffen. Besonderes Know-how zeigt auch die Bayer AG. Forscher der US-amerikanischen Tochter BlueRock Therapeutics ist ein Durchbruch in der Behandlung von Parkinson gelungen. Welche Aktien jetzt durchstarten, erfahren Sie hier.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , COVESTRO AG O.N. | DE0006062144 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries - Analysten setzen auf “Buy”

    Das außerordentlich robuste und widerstandsfähige Metall Wolfram findet seinen Einsatz heutzutage in wachsenden Schlüsselindustrien, von Rüstung über Energie bis hin zur Medizin.

    Da Wolfram eines der härtesten Metalle ist, wird es beim Bau von Panzern und Munition eingesetzt. Auch die Nuklearbranche profitiert von Wolfram. In Kernreaktoren wird Wolfram für die Herstellung von Komponenten eingesetzt, die extremen Temperaturen und Strahlung standhalten müssen. Kernenergie ist eine der CO2-ärmsten Versorgungsmöglichkeiten. Wirtschaftsnationen, die den Ausbau und den Erhalt dieser Energieversorgung forcieren, können in Zukunft andere Länder abhängen, wenn es um die Wettbewerbsfähigkeit geht.

    Südkorea als Demokratie in Ostasien besitzt hohe Wolframvorkommen. Das kanadische Bergbau-, Explorations- und Entwicklungsunternehmen Almonty Industries arbeitet hier an einem seiner Flagschiff-Projekte zur Förderung des wertvollen Metalls. Almonty Korea Tungsten ("AKT"), wird nach der geplanten Wiederinbetriebnahme im Jahr 2024 die größte Wolfram Mine außerhalb Chinas sein. **Vier Wolfram Minen in verschiedenen Entwicklungsstadien nennt Almonty Industries sein Eigen, neben Südkorea auch ein Projekt in Spanien (“Los Santos”) und im portugiesischen Panasqueira.

    Zudem wird die Errichtung einer eigenen Wolframoxid-Verarbeitungsanlage in Südkorea ("Sangdong Downstream Extension Project") mit einer Jahreskapazität von 3.000 bis 4.000 t die Rentabilität steigern und die südkoreanische Batterieindustrie beliefern. Südkorea ist Weltmarktführer mit Marken wie Hyundai, Kia in der Automobilindustrie und Samsung im Elektronik- und Medizintechnologiebereich.

    Analysten der Sphene Capital empfehlen den Kauf der Almonty Aktie. Mit 12,6 Mio. CAD (H1/2022: 13,3 Mio. CAD) und -3,8 Mio. CAD (H1/2022: -3,9 Mio. CAD) liegen sowohl Umsatz als auch Vorsteuerverlust in H1/2023 im Rahmen. 100 % des Umsatzes wurden in der portugiesischen Panasqueira-Mine erwirtschaftet. Bald wird die Los Santos Mine eröffnet.

    Durch die Ausgabe von Aktien (5 Mio. CAD) und langfristigen Schulden (4,8 Mio. CAD, abzüglich Rückzahlungen) finanzierte Almonty Industries den freien Cashflow für die ersten 6 Monate. Dieser belief sich auf -10,3 Mio. CAD (H1/2022: -5,8 Mio. CAD). Wer CEO Lewis Black persönlich Fragen stellen möchte, kann das im Rahmen des kommenden 8. Internationalen Investment Forums (IIF) tun. Black präsentiert live online vor internationalen Investoren. Hier geht es zur Anmeldung.

    Covestro AG - Übernahmepreis von 70 EUR je Aktie im Gespräch

    11,6 Mrd. EUR soll die Übernahmesumme sein, die der Ölkonzern Adnoc aus Abu Dhabi dem deutschen Kunststoffhersteller für die Übernahme bietet. Der Aufsichtsrat des deutschen Dax-Unternehmens gab grünes Licht für ergebnisoffene Verhandlungen. Covestro wurde als eigenes Unternehmen 2015 von der Bayer AG an die deutsche Börse gebracht. Sollte der Coup des arabischen Ölkonzerns gelingen, geht der Zugang zu fortschrittlicheren Materialien für Elektrofahrzeuge, Wärmedämmung und Beschichtungen für Gebäude, Klebstoffe und technischen Kunststoffen in die Vereinigten Arabischen Emirate.

    Insidern zufolge soll der Ölmagnat aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ein inoffizielles Angebot von 55 EUR pro Covestro-Aktie gemacht haben. Adnoc unterbreitete daraufhin im Juli ein Aktienangebot von 57 EUR, das Covestro jedoch ablehnte. Jetzt hatte der Ölkonzern eine mögliche Erhöhung auf 60 EUR je Aktie angedeutet. Das Volumen der Transaktion würde sich dann auf die rund 11,6 Mrd. Euro belaufen.

    "Es ist sehr erfreulich, dass Covestro in die Verhandlungen mit Adnoc eingetreten ist. Das ist ein gutes Zeichen und zeigt, dass das Covestro-Management im Sinne der Eigentümer handelt", sagte Fondsmanager Arne Rautenberg von der Fondsgesellschaft Union Investment der Nachrichtenagentur Reuters.

    "Jetzt gilt es, sowohl den Angebotspreis als auch die strategische Ausrichtung, Standortgarantien etc. zu evaluieren." Die Fondsgesellschaft, die zu den 20 größten Anteilseignern von Covestro zählt, haben sich Ende August zusammen mit einem weiteren Großaktionär - der anonym bleiben wollte - für formelle Gespräche der beiden Unternehmen ausgesprochen.

    Bei einem möglichen Kaufpreis von 70 EUR je Aktie geht Baader Helvea-Analyst Markus Mayer von einer Übernahmewahrscheinlichkeit von 30 % aus. "Diese Wahrscheinlichkeit könnte sich mit den Nachrichten vom Freitag erhöhen." Covestro will sich in den Gesprächen vor allem auf die Umsetzung seiner Strategie konzentrieren, zu der auch entsprechende Corporate-Governance-Regelungen gehören.

    Bayer AG - Stammzellentherapie zeigt Verbesserung bei Parkinson Symptomen

    Bayer hat in einer Studie seiner amerikanischen Tochtergesellschaft BlueRock Therapeutics Fortschritte mit seiner Parkinson-Therapie nachgewiesen. Auf einer internationalen Fachtagung in Kopenhagen berichtete Bayer diese Woche, dass 7 Teilnehmer einer frühen Studie mit 12 Patienten ihre Symptome gut zwei Stunden länger pro Tag unter Kontrolle hatten. Geringere Verbesserungen wurden durch niedrigere Dosen erzielt. Die Patienten aus den USA und Kanada vertrugen die Behandlung gut, und es traten keine nennenswerten Nebenwirkungen auf.

    Um die durch die Krankheit verursachten Nervenzellschäden auszugleichen, werden den Versuchspersonen als Hauptbestandteil der Therapie Zellen in das Gehirn transplantiert. Zu diesem Zweck werden menschliche embryonale Stammzellen in Nervenzellen umgewandelt, die Dopamin produzieren. Außerdem werden Medikamente verabreicht, um das Immunsystem daran zu hindern, die brandneuen Zellen anzugreifen. Die menschlichen embryonalen Stammzellen sind ein reines Laborprodukt. Im Jahr 1981 wurden erstmals embryonale Stammzellen von Mäusen isoliert, und 1998 wurden erstmals menschliche Stammzellen gezüchtet.

    Um die Krankheit zu stoppen und ihren Verlauf zu ändern, setzt Bayer auf seine Zelltherapie. Eine Phase-2-Studie mit zusätzlichen Probanden werde gestartet, teilte das Unternehmen mit. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 sollen die Patienten rekrutiert werden.

    Während CEO Bill Anderson intern alles in die Wege leitet, um den Konzern wieder wirtschaftlich auf Kurs zu bringen, schreitet die Forschung zur Präzisionsmedizin stetig voran, um Patienten mehr Lebensqualität zurückzubringen. Analysten bezeichnen Bayer als Turnaround Kandidaten und halten das traditionsreiche Unternehmen für stark unterbewertet. Der Aktienkurs liegt derzeit bei 48,80 EUR.


    Mit vier Minen in Produktion, Bau und Entwicklung ist Almonty Industries einer der weltweit führenden Wolfram Produzenten außerhalb Chinas. Gegründet 2009 in Toronto, Kanada, setzt das Unternehmen ausschließlich auf die Exploration, Förderung und Verarbeitung von Wolfram in demokratischen Ländern. CEO Lewis Black ist sich bewusst, dass Konkurrent China mit Billiglöhnen bessere Preise bieten kann. Black setzt daher auf innovative Technologie, um die Produktionsprozesse weiter zu optimieren. Optimiert wird momentan auch das Angebot der Adnoc an die deutsche Covestro AG. Das Dax Unternehmen, was 2015 von Bayer eigenständig an die Börse gebracht wurde, steht in ergebnisoffenen Verhandlungen mit dem Ölkonzern aus Abu Dhabi. Analysten sehen einen möglichen Aktienkurs von 70 EUR für das Übernahmeangebot. Damit würde innovatives Know-how für moderne Kunststoffe, Klebstoffe und Beschichtungen an den übernahmewilligen Konzern in den Vereinigten Arabischen Emiraten gehen. Modern und innovativ zeigt sich auch die Bayer AG. Deren Tochterfirma in den USA verbucht Fortschritte in der Linderung von Parkinson Symptomen. Dank einer Stammzellentherapie können erste Patienten zwei Stunden lang pro Tag mehr Lebensqualität erleben als bisher. Rund 6,1 Mio. Menschen weltweit sind von einer Parkinson-Erkranung betroffen, rund 400.000 davon allein in Deutschland.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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