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05.07.2024 | 06:00

Vidac Pharma, Biontech, GSK: Vorreiter im medizinischen Fortschritt - wer macht das Rennen?

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Bildquelle: GSK plc.

Mit weltweit rund 20 Mio. Krebsdiagnosen pro Jahr werden dringend innovative Therapieansätze gesucht. Unternehmen wie Vidac Pharma entwickeln zurzeit neuartige Wege zur Behandlung von Krebs, die einen bahnbrechenden Durchbruch erzielen könnten. Grund ist die Entdeckung eines speziellen Enzyms und seiner Wirkungsweise. Gleichzeitig tobt ein Patentstreit zwischen Moderna und BioNTech, der die Zukunft der mRNA-Technologie maßgeblich beeinflussen könnte. Umso mehr gewinnt die strategische Partnerschaft zwischen GSK und CureVac an Bedeutung. Gelder in Milliardenhöhe zahlt der britische Konzern GSK für Rechte an Covid_19- und Grippeimpfstoffen, die CureVac entwickeln soll. Bei der Entwicklung eines Impfstoffes zu Pandemiezeiten fiel CureVac eher negativ auf. Kommt es jetzt zum Durchbruch?

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: GSK PLC | GB00BN7SWP63 , VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    Mit gezielter Enzymmodifikation gegen Krebs: Fokus auf den innovativen Therapieansatz von Vidac Pharma

    Laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) liegt die Zahl der diagnostizierten Krebsfälle weltweit bei rund 20. Mio betroffenen Menschen. Die Zahlen steigen weiter, sei es durch ungesunde Lebensweise, Umweltverschmutzung oder andere Einflüsse wie z. B. übermäßiger Sonneneinstrahlung.
    Die aktuellen Zahlen für Hautkrebsfälle machen ebenfalls nachdenklich. Jährlich erkranken rund 300.000 Menschen daran, für über 4.000 Menschen geht der Verlauf tödlich aus.

    Vidac Pharma, ein biopharmazeutisches Unternehmen im klinischen Stadium, entwickelt bahnbrechende Therapien gegen Krebs und onkologische Hauterkrankungen. Gegründet 2012 von Prof. Max Herzberg, einem Pionier der israelischen Biowissenschaften, zielt Vidac darauf ab, den abnormalen Stoffwechsel von Krebszellen umzukehren. Denn genau das ist es, was im menschlichen Körper geschieht: Zellen entarten und vermehren sich. Der Krebs entwickelt Metastasen und streut im gesamten Körper.

    Derzeit befinden sich zwei vielversprechende Medikamente in der Entwicklungspipeline von Vidac Pharma:

    • VDA-1102: Eine Salbe zur topischen Behandlung von aktinischer Keratose (Phase 2b) und kutanem T-Zell-Lymphom (Phase 2a).
    • VDA-1275: Ein Wirkstoff für die systemische Behandlung solider Tumore (präklinische Phase).

    Aktinische Keratose ist eine häufige, durch UV-Strahlung verursachte Hautveränderung, die als Vorstufe von Hautkrebs gilt. Sie zeigt sich als raue, schuppige Flecken an sonnenexponierten Stellen wie Gesicht oder Handrücken. Besonders betroffen sind ältere Menschen und Personen mit heller Haut. Das kutane T-Zell-Lymphom ist eine seltene Form von Hautkrebs, bei der T-Lymphozyten die Haut befallen. Es äußert sich durch rote, juckende Flecken und verläuft oft chronisch.

    Vidac Pharma entwickelt einen neuartigen Ansatz in der Krebstherapie, der auf der Veränderung des Zellstoffwechsels basiert. Krebszellen zeichnen sich durch eine Überproduktion des Enzyms Hexokinase 2 (HK2) aus. Dieses Enzym dockt an ein spezifisches Protein (VDAC1) in der Hülle der Mitochondrien – den Energiezentralen der Zelle – an und verursacht dadurch einen abnormalen Stoffwechsel, der das Wachstum der Krebszellen begünstigt.

    Der innovative Ansatz von Vidac besteht in der Entwicklung eines Moleküls, das die Struktur von HK2 so verändert, dass dieses sich nicht mehr an die Mitochondrien binden kann. Dies soll den Glukoseverbrauch der Krebszellen reduzieren und gleichzeitig den programmierten Zelltod einleiten. Ein entscheidender Vorteil dieser Methode liegt in ihrer Selektivität: Sie zielt speziell auf Krebszellen ab, während gesunde Zellen, die ein verwandtes Enzym (HK1) verwenden, unbeeinflusst bleiben sollen. Das bedeutet, gesundes Gewebe bleibt unversehrt.

    Die Analysten von Sphene Capital sehen in Vidac Pharma ein langfristiges Investmentpotenzial. Ihre Monte-Carlo-Analyse ergibt Aktienwerte zwischen 4,04 und 5,40 EUR, während ein von ihnen angewandtes ökonomisches Gewinnmodell sogar Werte bis zu 6,50 EUR pro Aktie prognostiziert. Die innovative Herangehensweise als Forschungsansatz von Vidac Pharma und die fortgeschrittenen klinischen Studien machen das Unternehmen zu einem interessanten Kandidaten im Biotechnologiesektor, so die Analysten.

    Patentstreit in der Impfstoffindustrie: Moderna verklagt Biontech und Pfizer

    Die US-amerikanische Biotechnologiefirma Moderna hat laut Reuters rechtliche Schritte gegen den deutschen Impfstoffhersteller BioNTech und dessen US-Partner Pfizer eingeleitet. Moderna wirft den beiden Unternehmen vor, bei der Entwicklung ihres Covid_19-Impfstoffs Patente verletzt zu haben.

    Die Klagen wurden sowohl in den USA als auch in Deutschland eingereicht. Moderna behauptet, BioNTech und Pfizer hätten Technologien verwendet, die Moderna bereits Jahre vor der Pandemie entwickelt und patentiert hatte. Das Unternehmen fordert Schadenersatz in noch nicht bezifferter Höhe.

    Moderna-CEO Stephane Bancel betonte, dass sein Unternehmen Pionierarbeit in der mRNA-Technologie geleistet und "Milliarden von US-Dollar" in deren Entwicklung investiert habe. Die Klagen zielen darauf ab, diese Investitionen und die hauseigene Technologieplattform des Unternehmens zu schützen. Dieser rechtliche Schritt folgt einer ähnlichen Klage des Tübinger Unternehmens CureVac gegen BioNTech Anfang Juli, bei der es ebenfalls um angebliche Patentverletzungen im Zusammenhang mit der mRNA-Technologie ging. Vielleicht hängt es auch mit der frischen Finanzspritze der US-Regierung für die Entwicklung eines Vakzins gegen das Vogelgrippevirus H5N1 zusammen, dass Moderna sich jetzt nochmal absichern möchte gegenüber der Konkurrenz.

    BioNTech hat erst kürzlich mit weiteren unschönen Vorfällen zu kämpfen. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat einen teilweisen Stopp für ein Krebsmedikament des deutschen Biotechnologieunternehmens BioNTech verhängt, was in Kooperation mit dem chinesischen Partner MedLink Therapeutics erforscht wird. Grund dafür sind drei Todesfälle in der klinischen Studie, die in Verbindung mit dem Medikament stehen könnten.

    Die FDA-Entscheidung erfolgte kurz nachdem Biontech-Forscher ihre Studienergebnisse in einem angesehenen wissenschaftlichen Fachjournal veröffentlicht haben. In dieser Publikation wurden die positiven Aspekte des Medikaments hervorgehoben, die Todesfälle jedoch nicht erwähnt. Diese Entwicklung zeigt, wie risikoreich Studienverläufe für Pharmaunternehmen sein können. Auf der anderen Seite hat es viel mit der jeweiligen Unternehmenskultur zu tun, wie mit Todesfällen in der klinischen Forschung umgegangen wird. Statt genau diese Rückschläge im Fachjournal mit weiteren Forschern zu thematisieren, wurde es verschwiegen.

    GSK sichert sich Rechte an CureVacs COVID_19- und Grippeimpfstoffen für 1,44 Mrd. EUR

    Weiter geht’s im Pharmapoker. Der britische Pharmakonzern GSK hat eine Vereinbarung mit dem deutschen Biotechnologieunternehmen CureVac getroffen, die ihm die Rechte an CureVacs mRNA-basierten Impfstoffkandidaten gegen COVID_19 und Grippe sichert. Der Deal, der diese Woche bekannt gegeben wurde, hat einen Wert von bis zu 1,44 Mrd. EUR. Die CureVac Aktie schoss direkt um 23 % dank dieser Meldung nach oben. Die GSK-Aktie, die seit Jahresbeginn um etwas mehr als 3 % gestiegen ist, zeigte sich unverändert.

    Im Rahmen der Vereinbarung erhält GSK die Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von CureVacs Impfstoffkandidaten. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit 2020 zusammen und haben derzeit Impfstoffkandidaten für saisonale Grippe und COVID_19 in Phase-II-Studien sowie einen Kandidaten gegen Vogelgrippe in Phase I.

    CureVac wird von GSK eine Vorauszahlung von 400 Mio. EUR erhalten. Zusätzlich sind bis zu 1,05 Mrd. EUR an Zahlungen für Entwicklungs-, Zulassungs- und Verkaufsmeilensteine sowie gestaffelte Lizenzgebühren im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich vorgesehen.

    Für CureVac bedeutet dieser Deal eine entscheidende Wende, denn das Unternehmen war während der Pandemie mit der Entwicklung eines COVID_19-Impfstoffs gescheitert. Erst kürzlich hat die deutsche Bundesregierung einen Pandemie-Vertrag mit CureVac und GSK beendet, was zu einem weiteren Rückschlag für das kleinere Unternehmen geführt hat.Wo Freud, da auch Leid: Im Zuge der neuen Vereinbarung mit GSK kündigt CureVac eine Umstrukturierung an, mit einem Abbau von 30 % der Belegschaft. Das Unternehmen erklärt, dass es jetzt seine Ressourcen auf hochwertige mRNA-Projekte in der Onkologie und anderen ausgewählten Bereichen mit erheblichem ungedecktem medizinischem Bedarf konzentrieren werde. Für Investoren bleibt spannend, welche Form der Therapie sich auf Dauer am Markt durchsetzen wird.


    Die innovativen Ansätze von Vidac Pharma in der Krebstherapie, basierend auf der Modifikation des Zellstoffwechsels, versprechen neue Möglichkeiten in der Behandlung von Hautkrebs und anderen Krebsarten. Dies könnte angesichts der steigenden Krebsfälle weltweit von enormer Bedeutung sein. Analysten sehen vielversprechendes Potenzial, was die Entwicklung der Aktie angeht. BioNTech hingehen steht zurzeit im Kreuzfeuer der Hiobsbotschaften. Einerseits steht das Unternehmen vor einem Patentstreit mit Moderna, der die Zukunft ihrer mRNA-Technologie beeinflussen könnte. Andererseits bedeutet der teilweise Stopp ihres Krebsmedikaments durch die FDA aufgrund von Todesfällen einen Rückschlag. Die milliardenschwere Partnerschaft zwischen GSK und CureVac zeigt, dass Totgesagte doch länger leben. CureVac versagte bei der Entwicklung eines Covid_19 Impfstoffes während der Coronapandemie, verlor den Auftrag der Bundesregierung Deutschlands. Der Deal mit GSK könnte nun die Entwicklung von COVID_19- und Grippeimpfstoffen vorantreiben. Für Investoren bedeuten die Ereignisse, dass die Pharmabranche vor transformativen Veränderungen steht. Auch sind die neuesten Meldungen zur möglichen Vogelgrippe weitere Anzeichen, dass im Markt einiges an Bewegung zu sein scheint.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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