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15.04.2021 | 04:40

Alibaba, The Place Holdings, CureVac – hier liegen große Chancen!

  • Immobilien
Bildquelle: pixabay.com

Das deutsche Impfdesaster geht in die nächste Runde. Nach dem Hin und Her mit dem AstraZeneca-Impfstoff und der Frage, ob nur Jüngere, Ältere oder keiner mit dem Vakzim geimpft werden soll, kommt es nun beim amerikanischen Impfstoffhersteller Johnson & Johnson zu Lieferstopps. Die Rückkehr in die „Normalität“ scheint einmal mehr, in weite Ferne zu rücken. Eine weitere Frage, die man sich stellen muss. Wie sieht das Leben in der neuen Normalität zukünftig in den stark gebeutelten Innenstädten aus?

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Feulner
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CureVac – Der Druck steigt

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Nach den Querelen um den Impfstoff von AstraZeneca folgt der Lieferstopp des Präparats von Johnson & Johnson. Das deutsche Impfdesaster scheint kein Ende zu finden. Nun meldet sich der SPD-Gesundheitsexperte und Dauergast der Sendung „Markus Lanz“, Karl Lauterbach, zu Wort. Diesmal nicht wie gewöhnlich, um zu mahnen, sondern zu fordern. Laut einem Spiegel- Interview fordert er, dass Deutschland eine Notfallzulassung für CureVac vorbereitet. Wenn der Impfstoff ähnlich gut wirke wie BioNTech oder Moderna, sollte er "schnellstmöglich zugelassen und verimpft werden". Ursprünglich plant das Tübinger Unternehmen die EU-Zulassung des CureVac-Impfstoffes für Anfang Juni.

Aktuell läuft noch eine bereits fortgeschrittene Studie in Europa und Lateinamerika mit rund 35.000 Teilnehmern zur Wirksamkeit des Vakzims. Charttechnisch konnte die Aktie der Tübinger gestern nach den Aussagen den Ausbruch aus dem seit Anfang März ausgebildeten Korridor bei rund 80,00 EUR vollziehen. Das nächste Kursziel liegt aktuell bei 92,50 EUR. Nicht verwunderlich wäre, wenn die Aktie aufgrund des bevorstehenden News Flow in den nächsten Wochen ihr Jahreshoch bei 109,54 EUR avisiert.

The Place Holdings – einzigartiger Mix

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Durch Corona droht ein Aussterben der Innenstädte in Deutschland. Neue Konzepte müssen her. In Sachen Visionen lohnt sich wie bei vielem ein Blick nach Asien. Hier betreibt The Place Investment Group, ein Milliardenunternehmen aus China seit 2006 ihr Schlüsselprojekt „The Place“, das aus zwei Bürogebäuden, einem hochwertigen Einzelhandelszentrum und dem mit 250 m x 30 m größten Skyscreen Asiens besteht. Durch den Mix von Fashion, Entspannung, Unterhaltung und Kultur bildet „The Place“ als Omnichannel-Immobilienplattform die Grundlage für die Entwicklung neuer Einzelhandelskonzepte.

Mit der seit 2016 an der Börse Singapur und seit Anfang des Jahres in Frankfurt gelisteten The Place Holdings soll das Geschäftsmodell nun weiter ausgebaut und verfeinert werden. Obwohl die Großstädte in Bezug auf den modernen Lifestyle auf neuestem Stand sind, befindet sich ein Großteil Chinas in Bezug auf Projekt- und Städteentwicklung noch in der Aufbauphase. Hier will das Unternehmen auf einzigartige Weise die drei Geschäftssäulen Immobilienentwicklung und -verwaltung, Kulturtourismus und integrierte Medien verbinden. Das Ziel des Unternehmens ist der Kauf von niedrig ausgelasteten Anlagen, um diese mit innovativen Managementkonzepten aus Werbung, Shopping und Unterhaltung wiederzubeleben.

Mit aktuell 46 Mio. EUR auf der Bank konnte das schuldenfreie Unternehmen seit 2019 bereits drei Akquisitionen mit unterschiedlichen Zielen erwerben. So sicherte The Place Holdings im April 2019 eine Eigentumsimmobilie, die zuvor als Realty Centre bekannt war, für umgerechnet 93,0 Mio. EUR. Hier spekuliert das Management auf den Anspruch auf Bonus-Grundstücksverhältnisse von zwischen 25 % bis 30 %, wenn eine Nutzungsänderung gemäß dem Central Business District (CBD) Incentive Scheme erfolgt.

Im November 2020 die Zeichnung einer 80-prozentigen Eigenkapitalanteils an der Tianjie Yuntai Wanrun Property Development, die ca. 270.500 Quadratmeter Gewerbefläche im Südosten des Berges Yuntai besitzt. Das Gebiet um das Grundstück von Wanrun hat sich stark entwickelt und der Konzern befindet sich derzeit inmitten des Prozesses zur Änderung der Landzonierung. Dies wird zu einer Vergrößerung der Bruttogeschossfläche führen und einer breiteren Gruppe von interessierten Käufern Zugang verschaffen.

Ein für die Zukunft strategisch bedeutender Schritt wurde durch die strategische Partnerschaft mit MCC Land, einem etablierten Bauträger in Singapur geschnürt. So wurde eine 20-prozentige Beteiligung an dem gemischten Entwicklungsprojekt von MCC Land neben dem MRT-Knotenpunkt Tanah Merah eingegangen. Das gemischte Entwicklungsgelände hat eine Grundstücksfläche von 8.880 Quadratmetern und kann 265 Eigentumswohnungen und 2.000 Quadratmeter Gewerbefläche bieten. The Place Holdings Limited ist in einem extremen Wachstumsmarkt tätig undwird neben der Heimatbörse in Singapur auch in Deutschland gehandelt. The Place Holdings hat eine Marktkapitalisierung von 485 Mio. EUR. Durch den Anstieg des Preisniveaus bei Immobilien im aufstrebenden chinesischen Wohnungsmarkt können Anleger langfristig direkt profitieren.

Alibaba – schmerzhafte Einschnitte

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Wie erwartet geht der Kampf der chinesischen Regierung gegen Alibaba in die nächste Runde. Die Rekordstrafe von 2,3 Mrd. EUR gegen das Unternehmen in der vergangenen Woche hatte eher symbolischen Charakter und ist aufgrund des Gewinns von 10 Mrd. EUR in den vergangenen drei Monaten leicht zu verschmerzen. Härter sind nun die neuesten Nadelstiche gegen das Tochterunternehmen Ant Group, zu dem auch der Bezahldienst Alipay gehört. So wurde von den Aufsichtsbehörden eine Umstrukturierung des Finanzunternehmens angeordnet. Die Ant Group muss sich in eine Finanzholding umwandeln, die wie eine Bank den Aufsichtsbehörden untersteht. Damit muss sie strengere Auflagen erfüllen und mehr Liquidität bereithalten.

Das Unternehmen müsse die strengere Aufsicht der Behörden akzeptieren und „illegale“ Aktivitäten bei Krediten, Versicherungen und Vermögensverwaltung einstellen. Hohe finanzielle Belastungen und Risiken seiner Finanzdienste müssten besser kontrolliert werden, fordern die Behörden. Durch diese Maßnahmen fällt der Wert des beim Börsengang 280 Mrd. USD schweren Unternehmens gewaltig. Durch die Unsicherheiten in Bezug auf die Bewertung und möglichen weiteren belastenden Maßnahmen raten wir von einem Investment in Alibaba vorerst ab.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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