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13.10.2021 | 06:00

Alibaba, AdTiger, ProSiebenSat.1 Media – Weihnachtsgeschäft lässt die Kasse klingeln im Werbemarkt

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Bildquelle: pixabay.com

Schon vor Corona kauften immer mehr Menschen online ein und die Pandemie hat diesen Trend noch einmal deutlich verstärkt. Weihnachten rückt immer näher und dieses Fest der Geschenke beschert dem Handel traditionsgemäß die höchsten Umsätze. Sitecore hat aus einer Umfrage in Erfahrung bringen können, dass der Beginn des Weihnachtsshoppings dieses Jahr früher starten wird. Spricht man mit Einzelhändlern vor Ort, so hört man oft, dass die Kunden bei weitem nicht mehr so zahlreich kommen, wie vor der Pandemie. Coronaregeln oder Maske tragen stört einige Verbraucher offensichtlich und so wenden sie sich weiter dem Onlineshopping zu. Der Werbemarkt wird in den kommenden zwei Monaten online wie offline deutlich zulegen. Wir analysieren daher drei Unternehmen, die sich mit Werbung und E-Commerce befassen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ALIBABA GR.HLDG SP.ADR 8 | US01609W1027 , ADTIGER CORP.LTD. | KYG009701064 , PROSIEBENSAT.1 NA O.N. | DE000PSM7770

Inhaltsverzeichnis:


    Alibaba – Charlie Munger kauft zu

    Die chinesische Regierung hat seinen Tech-Unternehmen immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen und als der Vize-Chef der chinesischen Internet-Aufsichtsbehörde weitere Schritte ankündigte, um seine Tech-Unternehmen noch mehr an die Kandare zu nehmen, hätte man meinen können, dass Alibaba seine Tauchfahrt fortsetzt, die die Aktie bis auf 138,93 USD führte. Doch seit dem 5 .Oktober geht es aufwärts. Liegt es nur daran, dass schon viel Schlechtes eingepreist ist?

    Die Antwort ist ein klares Nein. Am 5. Oktober wurde bekannt, dass die Daily Journal Corporation die Alibaba-Position um 82% seit Juli vergrößert hat. Das Unternehmen gehört Charlie Munger, dem Kompagnon von Warren Buffet. Zusätzlich wurde die Aktie auf Reddits WallstreetBets heiß diskutiert. Hinzu kommt, dass das Unternehmen im vierten Quartal seine besten Ergebnisse seit Jahren präsentieren konnte.

    Im E-Commerce ist das Unternehmen zu Hause. Ein Großteil der Einnahmen generiert es auf seinem Marktplatz und über die darauf geschaltete Werbung. Die Aktie hat zwar ein Mehrjahrestief gemacht, aber auf lange Sicht wird China die größte Wirtschaftsmacht werden und schon jetzt wächst die Mittelschicht rasant. Werden die alten Hochs von über 319 USD schnell erreicht werden? Wahrscheinlich nicht, aber ein Rebound ist mehr als überfällig. Denn das Unternehmen verdient eine Menge Geld.

    AdTiger – tätigt Investitionen

    AdTiger ist ein Marketing-Spezialist, der an der Hongkong Exchange gelistet ist. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine Performance-Garantie. Als zertifizierte Marketing Partner von Unternehmen wie Google, Facebook, Instagram und Co profitiert man als Kunde von der jahrelangen Zusammenarbeit mit den großen Playern. Die ausgehandelten Rabatte gibt das Unternehmen teilweise an seine Kunden weiter und sorgt so dafür, dass der Kunde weniger Geld als vorher ausgibt.

    Mit AdTensor bietet das Unternehmen Online-Werbedienstleistungen an, die auf Big Data und Künstliche Intelligenz basieren. Die KI überprüft in Echtzeit, wie man am kostengünstigsten die größte Reichweite generieren kann. Auch hier spart der Kunde am Ende. Um weiter vorne im Bereich der Künstlichen Intelligenz mitzuspielen, hat die Tochter AdTiger Technology 20 Mio. Renminbi (RMB) als Kommanditist in einem Innovationsfond investiert, der aufstrebende Branchen wie 5G, Quantenkommunikation oder Edge Computing unterstützt.

    Das Unternehmen ist schuldenfrei, wirft Gewinne ab und investiert wie am 11. Oktober bekannt wurde 16,5 Mio. RMB bei der Bank von Hangzhou und erhält dafür etwa 3,126% Zinsen. Die Einmalkosten für den Aufbau eines Standorts in China sind bezahlt. Man kann im vierten Quartal voraussichtlich von dem Weihnachtsgeschäft profitieren. Schon im ersten Halbjahr stiegen die Umsätze um über 16% auf Vorjahresbasis. Die Aktie ist momentan günstig bewertet, da sie im Sog aller Internetunternehmen mit runtergezogen wurde.

    ProSiebenSat.1 Media – Tochter soll an die Börse

    Bei ProSiebenSat.1 Media gibt es seit längerem Übernahmegerüchte. Bis jetzt gibt es aber keine belastbaren Informationen. Aus einer Investmentveranstaltung hörte man von sehr guten Werbeeinnahmen. Diese guten Zahlen sollten auch im vierten Quartal bestätigt werden. Das Medienunternehmen arbeitet seit längerem daran, sich von diesen Werbeeinnahmen unabhängiger zu machen, indem man in Internetbeteiligungen investiert und diese dann im TV bewirbt. Eine Verzahnung von Internet und TV soll auf lange Sicht vorangetrieben werden.

    Jüngst wurde die Beteiligung am Erotikhändler Amorelie verkauft. Kurz darauf wurde Anfang September The Meet Group übernommen wie ebenso die Lovoo Dating-Plattform. Damit will man führender Anbieter im Online-Dating-Markt werden. 2022 soll die Dating-Sparte an die Börse gebracht werden. Das könnte die Bewertung von ProSiebenSat.1 deutlich aufwerten. Als Anleger sollte man sich den 4. November merken. Dann will der Konzern seine Zahlen für das dritte Quartal vorlegen, die möglicherweise positiv überraschen könnten.

    Sat.1 zeigt im November ein Konzert von Helene Fischer und hat den Altmeister Stefan Raab als musikalische Leitung gewinnen können. Die Werbeeinnahmen werden an diesem Abend sicherlich hoch sein. Pro 7 soll dem Vernehmen nach das Konzert ein paar Tage später wiederholen. Die Aktie braucht momentan Impulse. Seit Ende Juli läuft die Aktie zwischen 15 und 17 EUR seitwärts. Unter 14,82 EUR bleibt der Abwärtstrend intakt. Über 17,02 EUR ist der Abwärtstrend gebrochen und der Kurs würde wieder oberhalb des 200-Tage gleitenden Durchschnitts notieren.


    Alle drei Unternehmen hatten in den letzten Jahren ihre größten Umsätze im vierten Quartal. Alibaba scheint von Charlie Munger wachgeküsst. AdTiger nutzt seine Cash-Bestände für Investitionen und ist wie Alibaba fundamental günstig bewertet. ProSiebenSat.1 Media hat momentan gute Werbeeinnahmen aus dem TV. Die Aktie braucht Impulse in Form von positiven Nachrichten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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