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23.10.2020 | 06:03

Agnico Eagle Mines, Kinross Gold, Newlox Gold: Gold wieder en vogue!

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Bildquelle: pixabay.com

Wenn sich Märkte wie eben besonders volatil zeigen, wenden sich Anleger häufig den Edelmetallen zu, denn sie versprechen Stabilität und Werterhalt. Seit Hunderten von Jahren ist Gold eine der wichtigsten Sicherheiten für den Schutz von Vermögen. Aufgrund seines inneren Wertes ist Gold in der Regel weniger volatil als der Gesamtmarkt. Kurz gesagt, Gold kann eine gute Möglichkeit sein, spekulative Wendungen auf dem Aktienmarkt abzufedern. So die Portfolio-Theorie! Die Diversifizierung des eigenen Portfolios mit Edelmetallanlagen ist eine sehr beliebte Handelsmethode. Seit März ist der Goldpreis bis in Sommer kontinuierlich gestiegen. Anfang August erreichte der Goldpreis mit rund 2.000 USD pro Unze ein neues Allzeithoch. Eine große Anzahl von Rohstoffanalysten hat indes erklärt, dass der Goldwert bis ins Jahr 2025 noch erhebliche Überraschungen bereithält, damit sind Goldminen sind ein perfektes Vehikel um von diesem Trend zu profitieren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: André Will-Laudien


Agnico-Eagle Mines – Dividende vergoldet

Agnico Eagle-Mines kann auf eine illustre Geschichte in der Bergbauindustrie zurückblicken und sein Name bezieht sich heute immer noch auf sein diversifiziertes Portfolio von verschiedenen Aktivitäten. Der Name Agnico leitet sich nämlich von den Symbolen für die chemischen Elemente Silber (Ag), Nickel (Ni) und Kobalt (Co) ab. Die Fusion von Agnico mit Eagle Gold in den frühen 1970er Jahren gab dem Unternehmen seine heutige Identität und eine solide Mischung von Metallen für den Abbau und die Verarbeitung. Agnico Eagle betreibt derzeit acht Minen in Kanada, Finnland und Mexiko. Einer seiner wichtigsten Aktivposten ist seine 50/50-Joint-Venture-Beteiligung an der Tagebau-Goldmine Canadian Malartic, welche die größte in Kanada ist.

Die Aktionäre von Agnico Eagle profitieren von einer der längsten Erfolgsgeschichten in der Branche, denn die Ausschüttungen steigen regelmäßig. Dividenden stellen für viele Goldminen eine besondere Herausforderung dar, da die für den Bergbau erforderlichen Investitionsausgaben es den Unternehmen in der Regel erschweren, etwas an die Aktionäre zurückgeben zu können. Agnico schüttet aber seit Jahren ca. 1,2% Rendite aus. Die Gesellschaft hat aktuell einen Marktwert von 18,2 Mrd. EUR, der Aktienkurs konnte in den letzten 3 Jahren ca. 80% zulegen.

Kinross Gold – Goldklumpen voraus

Ein weiterer Titan in der Branche ist das in Toronto ansässige Unternehmen Kinross Gold Corp, einer von vielen in Kanada ansässigen Goldminenbetreibern. Tatsächlich umfassen die aktuellen Projekte von Kinross Gold aber keine kanadischen Standorte. Neben den Explorationsstandorten in Chile und auch in den USA, betätigt man sich zudem in Brasilien, Russland und in westafrikanischen Nationen wie Mauretanien und Ghana.

Mit seinem weitgestreuten Portfolio hat Kinross ehrgeizige Pläne für die Zukunft. Denn das Unternehmen rechnet mit einer jährlichen Produktion von etwa 2,5 Mio. Unzen Gold, wobei sich die Produktionskosten insgesamt auf unter 1.000 USD pro Unze belaufen sollen. Mehr als die Hälfte seiner Gesamtproduktion dürfte aus seinen Betrieben in der westlichen Hemisphäre stammen, hingegen jeweils zwischen 20% und 25% aus Westafrika und Russland kommen. Die Marktkapitalisierung von Kinross beträgt zurzeit 9,5 Mrd. EUR, die Aktie gehört zu den 10 weltweit größten und liquidesten Goldwerten.

Am 20.10.20 meldet der CEO J. Paul Rollinson: "Es wird erwartet, dass unser wachsendes Produktionsprofil und der rückläufige Kostentrend in den nächsten drei Jahren zu einem starken freien Cash-Flow führen und Kinross in eine ausgezeichnete Position versetzen wird, um für unsere Aktionäre erheblichen Wert zu generieren. Darüber hinaus bieten unsere positiven langfristigen Produktionsaussichten mit einer geschätzten durchschnittlichen Jahresproduktion von 2,5 Mio. Au eq. oz. bis 2029 eine solide Grundlage, um auch in Zukunft Wert zu schaffen.“ Eine tolle Ansage – wir werden das zu gegebener Zeit überprüfen.

Newlox Gold – Gold mal auf die saubere Art

Newlox Gold Ventures Corp. produziert Gold durch Umweltsanierung, indem Edelmetallreste und Verunreinigungen aus historischen Abbauhalden gewonnen werden. Diese goldhaltigen Rückstände sind das Ergebnis von mehr als einem Jahrhundert ineffizienten handwerklichen und kleinen Bergbaus in Lateinamerika, nicht einmal die Hälfte des Goldgehaltes konnte in den Minen gewonnen werden. Dank des neuartigen, umweltfreundlichen Prozesses des Unternehmens ist es Newlox möglich über die Regierungen vor Ort den Zugang zu über 30 historischen Goldprojekten sicherstellen. Newlox Gold ist damit sehr gut positioniert, um die Goldproduktion in Costa Rica schnell wieder zu steigern und als lokaler Förderer mit grünem Anstrich dazustehen.

Der einzigartige Ansatz von Newlox Gold eliminiert den konventionellen, zeit- und kapitalintensiven Prozess des Erforschens, Genehmigens und anschließenden Goldabbaus. Newlox könnte aus diesem Blickwinkel ein idealer Übernahmekandidat für größere Player im Goldgeschäft werden, wenn sich bis Anfang nächsten Jahres noch genauer abzeichnet, wie effizient die entwickelten Verfahren und wie groß die Lagerstätten sind.

Am 15.10.2020 gab das Unternehmen einen aktuellen Überblick über die Tests mit Organic Aqua Regia (OAR = Organisches Königswasser) bekannt, die im kürzlich eingerichteten Forschungs- und Entwicklungslabor von Newlox durchgeführt werden. Das Unternehmen erforscht die Technologie als ungiftige und wasserfreie Alternative zur Verwendung von Cyanid bei der Produktion von Gold und anderen Edelmetallen. Kürzlich durchgeführte OAR-Tests haben bei Raumtemperatur und -druck eine Goldausbeute von über 90% ergeben, das ist einzigartig in der Goldproduktion. Der spekulative Wert hat gerademal eine Kapitalisierung von knapp 15 Mio. CAD – für einen nachhaltigeren Ansatz ein gutes Einstiegsniveau wie wir meinen.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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