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26.10.2020 | 06:15

Yamana, Glencore, Scottie Resources – Genaue Analyse erforderlich!

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Bildquelle: pixabay.com

Gold schwankt mit jeder politischen Meldung wie selten zuvor. Wir wollen kurz einen Blick auf die Charttechnik richten, um die jüngsten Bewegungen zu verstehen. Nach einer dreiteiligen Abwärtsbewegung seit August 2020, die den Goldpreis vom neuen Rekordhoch bei 2.074,00 USD bis an die Unterstützung bei 1.850,00 USD gedrückt hatte, setzte auf diesem Niveau Ende September eine Erholung ein. Sie ließ den Goldpreis Anfang Oktober zunächst an die Hürde bei 1.920,00 USD steigen. Nach einer kurzen, scharfen Korrektur wurde die Marke in einem weiteren Anstieg überschritten und es wurde sogar die 1.935,00 USD-Barriere erreicht. Einen weiteren Kursrutsch gab es allerdings dann am Freitag, der gesamte Vorwochengewinn wurde mit Schlusskursen um 1.902,00 USD wieder egalisiert. Es dürfte sehr spannend werden, wie sich Gold im Wahlkampf um das US-Präsidentenamt zeigt. Wir blicken auf einige interessante Goldwerte.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA81012R1064 , CA98462Y1007 , JE00B4T3BW64

Inhaltsverzeichnis:


    Yamana Gold – Satte 200.000 Unzen pro Quartal

    WKN: 357818 ISIN: CA98462Y1007 Symbol: RNY
    Yamana Gold Inc. gehört zu den Mid-Tier Produzenten in Gold und Silber mit Sitz in Kanada. Die Liegenschaften befinden sich neben Nordamerika auch in Brasilien, Chile und Argentinien. Yamana hat starke Ergebnisse für das dritte Quartal mit einer Gold- und Silberproduktion von 201.772 Unzen bzw. 3,04 Mio. Unzen veröffentlicht. Die gesamte Goldäquivalentproduktion betrug 240.466 Unzen.

    Die Minen Jacobina, El Penon, Minera Florida und Canadian Malartic erfreuten sich allesamt herausragender Quartale. Da die Gesamtproduktion aller Minen derzeit deutlich über dem Plan liegt, hat das Unternehmen seine Produktionsprognose für das Jahr 2020 von ehemals 890.000 auf 915.000 Unzen erhöht, was einer Anpassung von etwa 3% entspricht.

    Yamana erwirtschaftete im letzten Quartal weiterhin einen beachtlichen Cashflow, was die Kasse zum Quartalsende auf 470 Mio. USD anwachsen ließ. Die jährliche Dividende steigt ab dem vierten Quartal 2020 um weitere 50% auf 10,5 Cent pro Aktie. Damit wird die Dividende um 425% höher sein als noch vor 18 Monaten. Gute Nachrichten für die Yamana-Aktionäre wie wir meinen.

    Glencore – Dauerhaft schlechte Schlagzeilen

    WKN: A1JAGV ISIN: JE00B4T3BW64 Symbol: 8GC
    Ganz andere News hingegen von dem Schweizer Rohstoffgiganten Glencore. Keine Firma liefert den Befürwortern der Konzernverantwortungs-Initiative (Kovi) so viele Argumente wie der Rohstoffmulti mit globalem Sitz in Baar (Kanton Zug). Glencore ist einer der führenden Rohstoffhändler und -förderer, der in Drittweltländern mit zweifelhaften Regierungen und Rechtssystemen stark exponiert ist. Im Kreuzfeuer der Kritik war Glencore aber schon lange vor seiner globalen Dominanz.

    Hervorgegangen ist der Konzern aus einer 1974 gegründeten Handelsgesellschaft des legendenumwobenen Rohstoffhändlers und Steuerflüchtlings Marc Rich. Der als „King of Oil“ bezeichnete Spekulant handelte bereits in den 80er-Jahren mit Rohstoffen, sogar während einem globalen Embargo, das gegen das Apartheid-Regime in Südafrika verhängt wurde. Mit der strengeren Regulierung und den Transparenzvorgaben, die der Börsengang 2011 an der LSE in London mit sich brachte, gerieten die Machenschaften von Glencore immer stärker ans Licht und die Liste der Übertretungen, die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) nach teils langwierigen Recherchen anprangern, ist seither immer länger geworden.

    Mit den dauerhaft negativen Schlagzeilen wurde Glencore mittlerweile für die Schweiz ein ernstes Reputationsrisiko. Die Aktie steht mit rund 1,83 EUR ca. 60% unter dem Börsendebüt aus dem Jahr 2011. Die Dividende wurde jüngst von 6,5% auf 2,2% per annum gesenkt, soll aber bald wieder angehoben werden. Obwohl der Kursverlauf zur Handlung ruft, ist die Aktie wohl nur was für hartgesottene Anleger, die das Thema Nachhaltigkeit gerne auch mal ausblenden.

    Scottie Resources – Gold aus dem Golden Triangle

    WKN: A2PBVN ISIN: CA81012R1064 Symbol: SR8
    Die Projekte von Scottie Resources liegen in erstklassiger Lage im sogenannten „Goldenen Dreieck“ – in direkter Nähe zu den Schwergewichten Pretium Resources und Ascot Resources. Das Goldene Dreieck ist eines der produktivsten Mineralisierungsgebiete der Welt und beherbergt frühere und aktuelle Bergbaubetriebe wie Johnny Mountain, Red Mountain, Snip Mine, Premier Mine, Golden Bear und Valley of the Kings. Die dort beherbergten Mineralressourcen (frühere Produktion und aktuelle Ressourcen) addieren sich zu insgesamt 67 Mio. Unzen Gold, 569 Mio. Unzen Silber und 27 Mrd. Pfund Kupfer.

    Scottie Resources Corp. besitzt eine 100%-Beteiligung an der in der Vergangenheit produzierenden Goldmine Scottie, die sich im Herzen des Goldenen Dreiecks unterhalb eines wunderschönen Gletscher-Areals in der Nähe von Summit Lake, British Columbia befindet. Sie war zwischen 1981 bis 1985 in Betrieb und produzierte insgesamt überschaubare 96.000 Unzen Gold, wegen des damals sehr niedrigen Goldpreises von 300-400 USD wurde die Mine nach 5 Jahren wieder stillgelegt.

    Bei heutigen Preisen um 1.900,00 USD ist die Wiederbelebung indes wieder interessant geworden, Scottie hat sich hierfür ein Landpaket von beachtlichen 24.589 Hektar gesichert. Erste sensationelle Ergebnisse aus dem 2020er Bohrprogramm zeigen Mineralisierungen von bis zu 109,4 g/t Gold in der ehemaligen Scottie Mine. Das sind Klunker, die man 1896 am Klondike finden konnte und damals 100.000 Menschen in Bewegung setzte.
    Die Scottie-Aktie ist zu 37% in den Händen von Management und institutionellen Anlegern und es gibt 144,2 Mio. vollverwässerte Stücke mit einem Marktwert von 47,5 Mio. CAD. Das Unternehmen ist schuldenfrei und hatte Ende September noch 4,7 Mio. CAD in der Kasse. Wir sind gespannt was die andauernden Bohrungen noch so alles ans Licht fördern! Spekulativ hochinteressant.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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